2.1 PDCA Cycle von Walter A. Shewart

Verbessern der Verbesserung – PDCA steht für Plan, Do, Check und Act und wurde 1939 von Walter A. Shewart, einen US-amerikanischer Physiker, Ingenieur und Statistiker entwickelt. Wie schon an den einzelnen Handlungsaufforderungen im Namen zu erkennen, handelt es sich um einen vierstufigen, interaktiven Problemlösungsprozess, der seine Ursprünge in der Qualitätssicherung hatte.

PDCA Cycle von Walter A. Shewart von 1930

Heute mittlerweile sehr oft überarbeitet und gerade im Qualitätsmanagement, um den Produktionsprozess erweitert, zeigt das Modell eine Zirkularität, die rein theoretisch ewig andauern kann. So wird in den vier Phasen eine ständige, kontinuierliche Verbesserung eines Zustandes bzw. Problems angestrebt – die erreichte Verbesserung (also Veränderung) kann dann wieder in die erste Phase des Zyklus eingespeist werden, um die Verbesserung wiederum zu verbessern. Die einzelnen Phasen charakterisieren sich durch:

Zustand des Systems analysieren

Plan:
Hier wird der IST-Zustand eines bestimmten Problems, Zustandes oder Systems analysiert. Dabei wird das Problem (bzw. der Verbesserungsansatz) umrissen und beschrieben. Informationen und Ursachen werden zusammengetragen und eine Zielsetzung formuliert. Es wird nach Maßnahmen gesucht, um diese Zielsetzung zu erreichen.
Do:
Die in der Planungsphase festgelegten Maßnahmen zur Optimierung werden durchgeführt und auch dokumentiert.
Check:
Die erreichten Ergebnisse werden bewertet und mit der Zielsetzung aus der Planungsphase verglichen.
Act:
Das Vorgehen wird reflektiert und Verbesserungsmöglichkeiten werden eruiert. Erfolgreiche Vorgehensweisen werden standardisiert. Folgeaktivitäten werden angestoßen und unter Einbeziehung der reflektierten Erkenntnisse weiterentwickelt und verbessert.

Was bedeutet dieses Modell für den Designprozess?

Evaluation

Dieses Modell kann von Interfacedesignern, die sehr auf die Evaluation mit Usern in einer immer komplexer werdenden Welt angewiesen sind, zur Verbesserung der Ergebnisse benutzt werden. An sich ist dieses Modell zu grob für den eigentlichen Schaffungsprozess im Design, jedoch für die Evaluation von der Lösung unvermeidbar und sehr interessant.

Ein weiterer Punkt ist die Zirkularität, also das Einspeisen von Erkenntnissen aus einer bereits vorhandenen Lösung bzw. Vorgehensweise zur Lösung, welche für den Designprozess unabdingbar ist. Das ständige Abgleichen von der Lösung mit der Zielsetzung und den Bedürfnissen der Lösung, bzw. der User ist ein Punkt, der essenziell für den Designprozess ist.

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