Als Webdesigner sollte man aktuelle Webdesign Trends kennen. Eine moderne Webseite bedient sich zumeist an eben diesen Webdesign Trends. Oder sollte ein professioneller Webdesigner überhaupt irgendwelchen Webdesign Trends folgen? In diesem Artikel zeige ich dir die aktuellen Webdesign Trends 2026 und ob du sie verwenden solltest.
Ist es überhaupt möglich eine fancy und benutzerorientierte Website zu erstellen, ohne sich dabei an aktuellen Webdesign Trends zu bedienen? Gibt es eine zeitlose Website die auch in 15 Jahren noch genauso cool ist wie zum Launch? Aus ästhetischer Sicht: Vielleicht. Aus technischer Sicht: Nein.
Technik beeinflusst Webdesign beeinflusst Trends
Die Web-Technologien haben sich im Laufe der Jahre enorm weiterentwickelt. Und mit neuen Technologien konnte auch das Webdesign neue Wege gehen. Dabei konnte man immer auch eine Übersättigung eines Trends beobachten. Vielleicht kannst du dich noch an Flash erinnern, und welche seltsamen Webdesignlayouts daraus entstanden sind.
Einige dieser „Webdesign Trends“, die auf technischen Neuerungen basieren, machen richtig viel Sinn. Deshalb sollte man dabei nicht von einem Trend sprechen. Trends sind temporär an eine Zeit gebunden und verschwinden danach wieder. Aber beispielsweise Responsive Webdesign ist kein Trend. Responsives Webdesign war eine Reaktion auf das Surfverhalten der Nutzer und hat sich (verdient) einen festen Platz im modernen Webdesign gesichert.
Andere Trends werden heute eher belächelt. Ein kritischer Umgang mit einigen Webdesign Trends ist unumgänglich für nachhaltiges Webdesign. Deshalb solltest du als Webdesigner immer innovativ bleiben, technologisch up to date sein und nicht alles eins zu eins übernehmen. Denke über jeden Trend im Webdesign kritisch nach und gib auch deinen eigenen gestalterischen Senf dazu. Webdesign Trends sind gut und schön, sollten aber auch Sinn machen bzw. deine Ziele unterstützen.
Einige Trends entpuppten sich später als absoluter Fehler und trotzdem wurden diese Webdesign Trends über Jahre von vielen Webdesignern übernommen und eingesetzt. Ein gutes Beispiel für so ein Fail ist das Metro Design von Microsoft (das später von vielen anderen übernommen wurde). Studien beweisen: Metro Design war ein Fehler. Und trotzdem damals ein gehypter Webdesign Trend.
Webdesign Trends, gut oder schlecht?
Solltest du dich bei der Website-Erstellung an den Trends orientieren? Die Frage kann sicherlich nur jeder für sich selbst beantworten. Doch bevor du antwortest, will ich dir noch ein paar Gedanken auf den Weg geben: Sicherlich sollte sich ein Webdesigner im Webdesign sehr gut auskennen und sich immer über technische und gestalterische Entwicklungen informieren. Er sollte die Webdesign Trends kennen.
Viele Kunden erwarten von einem Webdesigner eine moderne Website, die sich an den aktuellen Trends orientiert. Einige Kunden verbinden damit sogar eine gewisse Kompetenz. Auf den Trend-Trampelpfaden kann man nicht viel falsch machen und du brauchst auch kein großes ästhetisches Gespür. Gestaltung wurde vorgedacht. Das eckt nicht an, der Kunde hat es bereits gesehen und der User findet sich schnell zurecht, weil er es bereits von anderen Webseiten kennt.
Allerdings kann es passieren, dass die Website dann in ein paar Jahren abgelutscht und kopiert daher kommt. Einige Trends werden heute belächelt und die bedingungslose Nachahmung eines Trends erkennt man heute auf einigen älteren Websites deutlich. Und ja, auch ich hab am Anfang meiner Webdesigner-Laufbahn Trends schamlos kopiert. Heute schäme ich mich dafür. Sicherlich gibt es das gelernte Verhalten des Users. Dies zu nutzen, um eine erfolgreiche Website zu gestalten, sollte oberstes Ziel sein.
Aber bitte denk immer daran nur Elemente und Trends zu übernehmen, die auch Sinn machen. Insofern würde ich zusammenfassen:
Übrigens: Diese modernen Design-Trends setze ich teilweise (wenn erforderlich) auch in meinen Projekten um, ob für Start-ups in Berlin, mittelständische Unternehmen in München oder internationale Kunden in der Schweiz wie Basel. Zeitgemäßes Webdesign bedeutet für mich, aktuelle Trends mit bewährter Usability zu verbinden.
Aber nun genug lamentiert. Hier die aktuellen Webdesign-Trends 2025 und 2026:
Die wichtigsten Webdesign Trends 2026
KI im Webdesign, die größte Veränderung seit Responsive Design
Die künstliche Intelligenz hat das Webdesign 2026 komplett umgekrempelt. Und ich mein nicht nur die KI-Website-Builder, mit denen du in Minuten eine komplette Website generieren kannst. KI durchdringt mittlerweile jeden Aspekt des Webdesigns.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Squarespace AI | Figma AI | Canva Websites
Da wären zum einen die KI-generierten Designelemente. Mit Tools wie Midjourney oder DALL-E erstellen Designer individuelle Illustrationen, Hero-Bilder und Grafiken, ohne auf die ewig gleichen Stockfoto-Klischees zurückgreifen zu müssen. Das Ergebnis: Jede Website kann wirklich einzigartig aussehen, ohne dass du dafür einen Illustrator beauftragen musst.
Aber die eigentliche Revolution ist KI-Programmierung. Das ist die größte Veränderung im Webdesign seit Jahren. Du musst kein Entwickler mehr sein, um komplexe Funktionen zu bauen. Ein Buchungstool, ein Formular mit Google-Sheets-Anbindung, ein individueller Rechner, mit ein paar KI-Skills baust du das in Minuten statt Tagen. Oder du lässt dir CSS-Fehler, die du früher stundenlang gesucht hast, in Sekunden identifizieren.
KI hebt die Webentwicklung auf das nächste Level und ermöglicht auch die Personalisierung von Inhalten in Echtzeit. Damit wird im Bereich der Website-Funktion jetzt jeder zum Entwickler. Und das gibt auch dir die Möglichkeit, mit ein bisschen KI-Know-how komplexe Funktionen zu erstellen. Oder eben auch die ganzen nervigen Bugs zu fixen, die dich früher in den Wahnsinn getrieben haben.
Übrigens hab ich über KI im Webdesign einen eigenen Artikel geschrieben: KI im Webdesign, werden jetzt alle Webdesigner arbeitslos?
Barrierefreiheit, vom Nischenthema zur Pflicht (BFSG)
Barrierefreies Webdesign war lange ein Thema, um das sich kaum jemand gekümmert hat. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das im Jahr 2025 in Kraft getreten ist, hat sich das grundlegend geändert. Für viele Unternehmen ist Barrierefreiheit jetzt keine Option mehr, es ist gesetzliche Pflicht.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: BBC | Microsoft | Bundesregierung
Was bedeutet das konkret für dich als Webdesigner?
- Kontraste prüfen, mindestens 4.5:1 zwischen Text und Hintergrund (WCAG 2.2 Level AA)
- Tastaturnavigation, jedes Element muss per Tab erreichbar und bedienbar sein
- Alt-Texte, jedes Bild braucht eine sinnvolle Beschreibung, nicht nur „Bild 1″
- Touch-Ziele, Buttons und Links mindestens 44×44 Pixel gross (besonders mobil)
- Semantisches HTML, korrekte Heading-Hierarchie (H1, H2, H3), Landmarks, ARIA-Labels
Ich persönlich finde diesen „Trend“ überfällig. Barrierefreiheit hätte schon immer Standard sein sollen. Und ganz ehrlich: Eine barrierefreie Website ist automatisch auch eine benutzerfreundlichere Website für alle. Gute Kontraste, klare Navigation, verständliche Struktur, das hilft nicht nur Menschen mit Einschränkungen, sondern jedem einzelnen Besucher.
Bento-Grid-Layouts
Du kennst bestimmt die japanische Bento-Box, diese Lunchbox mit verschiedenen Fächern, in denen unterschiedliche Speisen elegant nebeneinander liegen. Genau dieses Prinzip hat sich 2026 im Webdesign durchgesetzt und du siehst es mittlerweile überall.
Bento-Grid-Layouts organisieren Inhalte in einem modularen Raster mit unterschiedlich großen Kacheln. Apple hat diesen Trend auf seinen Produktseiten populär gemacht. Mittlerweile findest du Bento-Grids auf Dashboards, Portfolios, Feature-Übersichten und Landing Pages.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Vercel | Notion | Linear
Was macht diesen Webdesign-Trend so beliebt? Abgerundete Kacheln in unterschiedlichen Größen erzeugen eine natürliche Hierarchie. Die Kacheln lassen sich elegant für verschiedene Bildschirmgrößen umordnen. In die Kacheln passt alles: Text, Bilder, Icons, Statistiken, Videos. Und User können Inhalte schnell erfassen, ohne durch endlose Textblöcke scrollen zu müssen.
Der große Vorteil gegenüber dem klassischen Grid-Layout: Bento-Grids brechen die Monotonie, ohne dabei chaotisch zu wirken. Sie sind der Mittelweg zwischen dem langweiligen Standard-Raster und den völlig aus dem Rahmen fallenden asymmetrischen Layouts. Win-win.
Glassmorphism
Glassmorphism (oder auch „Frosted Glass Design“) ist einer der visuell auffälligsten Webdesign-Trends 2026. Das Prinzip: Elemente wirken wie durchscheinende Glasflächen mit einem weichen Blur-Effekt im Hintergrund. Dazu kommen dezente Ränder, weiche Schatten und oft ein leichter Farbverlauf.
Dieser Design-Stil erzeugt eine spürbare Tiefe und Räumlichkeit, ohne dabei überladen zu wirken. Apple nutzt Glassmorphism seit Jahren in macOS und iOS, und im Web hat sich der Trend 2026 endgültig durchgesetzt. Squarespace listet Glassmorphism sogar als einen der Top-5-Trends für 2026.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Apple macOS | Slack | Figma
Die technische Umsetzung ist dabei überraschend simpel, ein paar Zeilen CSS reichen: backdrop-filter: blur(10px), dazu ein halbtransparenter Hintergrund und ein subtiler Border. Fertig ist der Glaseffekt.
Glassmorphism ist die Weiterentwicklung des Neumorphismus (Soft UI) und hat seine Wurzeln im Skeuomorphismus. Dezente Lichtreflexionen verstärken den Glaseffekt und verleihen modernen Benutzeroberflächen eine spürbare Tiefe. Die Oberfläche wirkt dabei fast greifbar. Neumorphismus wurde vor ein paar Jahren gehyped. Während Neumorphismus mit seinen weichen Schatten oft Kontrast-Probleme hatte (Stichwort: Barrierefreiheit!), löst Glassmorphism dieses Problem elegant. Der Blur-Effekt hebt Elemente visuell hervor, ohne auf ausreichende Kontraste verzichten zu müssen.
Ich mag diesen Trend sehr, in Massen eingesetzt. Ein Glassmorphism-Header oder eine Card mit Glaseffekt kann einer Website echte Eleganz verleihen. Aber bitte nicht alles in Milchglas verpacken. Dann wird’s schnell eintönig.
Dark Mode als Standard
Dark Mode ist längst kein Experiment mehr, er ist zum Standard-Feature moderner Websites geworden. 2026 bieten immer mehr Webseiten nicht nur einen Dark Mode an, sondern erkennen automatisch die Systemeinstellung des Nutzers und passen sich an.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Vercel | Raycast | Notion
Warum ist Dark Mode so beliebt? Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen oder abends ist er angenehmer für die Augen. Auf OLED-Displays spart er tatsächlich Energie. Farben und Bilder „poppen“ auf dunklem Hintergrund deutlich mehr. Und ein Dark Mode signalisiert: Diese Website ist auf dem neuesten Stand.
Technisch ist die Umsetzung dank der CSS Media Query prefers-color-scheme: dark relativ simpel. Aber ein guter Dark Mode bedeutet nicht einfach „Hintergrund schwarz, Text weiß“. Die Kunst liegt in den Nuancen: Arbeite mit warmen Farbtönen und abgestuften Grautönen statt reinem Schwarz, angepasste Farbpaletten und richtig gesetzte Kontraste.
3D-Elemente im Web
Dreidimensionale Elemente im Web sind 2026 kein Spielzeug mehr für Experimental-Designer. Dank leistungsfähiger Browser und Technologien wie Three.js, Spline und WebGL sind interaktive 3D-Elemente heute performant und zugänglich.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Lando Norris | Bruno Simon | Apple AirPods Pro
Was bedeutet das konkret? Produkte lassen sich dreidimensional präsentieren und vom Nutzer drehen, zoomen und von allen Seiten betrachten. Architekturbüros zeigen begehbare 3D-Modelle direkt auf der Website. Und Tech-Unternehmen nutzen immersive 3D-Hintergründe, um ihre Marke erlebbar zu machen. Die Website von Lando Norris ist ein gutes Beispiel, wie 3D-Elemente natürlich in eine Website integriert werden können.
Aber Achtung (und das sag ich aus Erfahrung): 3D-Elemente sind Performance-Killer, wenn du sie falsch einsetzt. Ohne Optimierung sorgen zu große 3D-Modelle für lange Ladezeiten und ziehen den Pagespeed in den Keller, macht keinen guten Eindruck, egal wie hübsch es aussieht. Achte auf Lazy Loading, komprimierte Modelle und teste die Performance auf älteren Geräten.
Für die meisten „normalen“ Websites (Handwerker, Freelancer, KMU) ist 3D im Web ehrlich gesagt noch Overkill. Aber wenn du etwas Besonderes bauen willst, ein Portfolio, eine Produktpräsentation oder eine Markenwelt, dann sind 3D-Elemente 2026 absolut machbar und beeindrucken die Besucher.
Scrollbasierte Animationen und Scrollytelling
Scrollbasierte Animationen gehören zu den aufregendsten Webdesign-Trends 2026. Sie lassen deine Webseite förmlich lebendig werden und bieten den Usern ein interaktives Erlebnis, das neugierig macht und länger fesselt. Egal ob du mit fliessenden Übergängen, Zooms oder 3D-Rotationen arbeitest, diese Animationen ziehen die Besucher wie magisch in den Bann.
Weitere Beispiele: Apple iPhone | Tesla | Porsche
Besonders spannend ist das sogenannte „Scrollytelling„, bei dem Storys durch Scrollen und Animationen zum Leben erweckt werden. Apple und andere Tech-Marken nutzen diesen Ansatz, um ihre Produkte kinoreif in Szene zu setzen. Ein bisschen wie im Kino, nur eben im Web!
2026 hat sich die technische Seite deutlich vereinfacht. Mit der nativen CSS-Property animation-timeline: scroll() brauchst du für einfache Scroll-Animationen nicht mal mehr JavaScript. Und für komplexere Effekte gibt es Bibliotheken wie GSAP ScrollTrigger oder Lenis, die scroll-getriggerte Animationen ganz easy machen.
Aber übertreib’s nicht! Zu viele Animationen könnten deine Seite überladen, die Performance in den Keller ziehen und die Besucher verwirren. Weniger ist oft mehr, setze die Effekte gezielt ein, um einen echten Wow-Faktor zu erzeugen.
Mikrointeraktionen und Hover-Effekte
Wenn du eine Interaktion auf einer Website ausführst und daraufhin etwas Feines passiert, ein Button der sich leicht vergrößert, ein Icon das sich dreht, ein Eingabefeld das sanft aufleuchtet, dann redet man von einer Mikrointeraktion. Das prominenteste Beispiel wären die Mouse-Over-Effekte mit Animationen.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Stripe | Notion | Slack
Diese kleinen Details sind 2026 raffinierter denn je. Es geht längst nicht mehr nur um einfache Hover-Effekte. Moderne Mikrointeraktionen geben dem Nutzer visuelles Feedback auf jede Aktion: Formulare die beim Ausfüllen reagieren. Animierte Schaltflächen die nach dem Klick eine Bestätigung zeigen. Ladebalken die den Fortschritt visuell kommunizieren.
Damit wird der Nutzer motiviert, die Website zu entdecken und möglichst tief einzutauchen. Manche Hover-Effekte dienen nur der Effekthascherei (was auch sehr unterhaltsam sein kann), andere Effekte dienen der besseren Benutzerführung. In jedem Fall werden die Animationen und Interaktionen (oft mit purem CSS) immer detailverliebter.
Ich persönlich find Mikrointeraktionen großartig, weil sie einer Website Persönlichkeit verleihen. Eine Website ohne Mikrointeraktionen fühlt sich 2026 an wie eine Website ohne Farben, technisch funktional, aber irgendwie seelenlos.
Typografie als Designelement
Jeder Webdesigner weiß (bzw. wusste): Serifen-Schriftarten gehören auf Papier und serifenlose Schriftarten auf den Bildschirm. Dann kam einer und hat es einfach gemacht! Und viele sollten ihm folgen. Mittlerweile sieht man auf den modernsten Websites Serifenschriften in den Headlines, kombiniert mit cleanen Sans-Serif-Fließtexten. Die richtige Kombination macht den Unterschied.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Apple | New York Times | Linear
Aber 2026 geht Typografie noch weiter. Variable Fonts sind der technische Durchbruch. Eine einzige Schriftdatei, die sich stufenlos in Breite, Stärke und sogar Stil verändern lässt. Das verbessert die Lesbarkeit, spart Ladezeit (eine Datei statt fünf) und eröffnet völlig neue gestalterische Möglichkeiten: Schrift die sich beim Scrollen verändert, Headlines die auf Hover reagieren, dynamische Typografie die sich an den Viewport anpasst.
Dazu kommt der Trend zu überdimensionierten Headlines. Eine mutige Überschrift in riesiger Schrift dominiert den Viewport und macht ein Statement, bevor der Nutzer auch nur ein Wort gelesen hat. Kombiniert mit kontrastierender Fließtext-Typografie entsteht eine klare visuelle Hierarchie.
Ich persönlich fand Serifenschriften früher nie besonders chic. Aber ich muss zugeben: In Kombination mit einem cleanen Layout können sie verdammt elegant wirken. Geschmack ändert sich eben auch beim Designer.
Kontrastreiche Farbverläufe
Totgeglaubte leben länger! Früher waren Farbverläufe nach einer absoluten Übersättigung im Web verpönt. Heute sind sie stärker zurück als je zuvor, und 2026 mit einer neuen Ästhetik.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Stripe | Spotify | Instagram
Der große Unterschied zu früher: Mesh Gradients. Statt simpler linearer Verläufe (Farbe A zu Farbe B) sind die Verläufe 2026 mehrdimensional, organisch und fast schon malerisch. CSS hat mit color-mix() und dem neuen OKLCH-Farbraum völlig neue Möglichkeiten geschaffen, die Verläufe optisch natürlicher und vibrierender wirken lassen.
Besonders beliebt: Verläufe als Akzent-Element. Nicht die ganze Seite in einen Regenbogen tauchen, sondern gezielt einsetzen, im Hero-Bereich, als Button-Hintergrund, als dezenter Gradient-Border. Diese Kombination aus cleaner Gestaltung und einem knalligen Farbverlauf-Akzent ist 2026 der Sweet Spot.
Auf Gradient Hunt oder Grabient kannst du dich selbst inspirieren lassen.
Fusszeilen? Die werden von den meisten Webdesignern als notwendiges Übel gesehen und fristen ein graues Dasein. Und dann kam einer und machte den Footer hübsch!
Weitere Beispiele: Apple | Stripe | Linear
2026 ist der Footer zum echten Design-Hotspot geworden. Weg mit den schalen, textlastigen Infos auf grauem Hintergrund, jetzt kommen Fusszeilen mit Stil. Große Logos, kreative Typografie und farbenfrohe Elemente ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und lassen die Besucher mit einem guten Gefühl aussteigen.
Besonders kreative Marken nutzen diesen Raum, um ihre Identität zu stärken und Besucher länger auf der Seite zu halten. Footer mit Animationen, Social-Media-Links oder sogar coolen Illustrationen sorgen dafür, dass die Message nicht nur im Kopf, sondern auch am Ende der Seite bleibt.
Der sogenannte „Big Footer“-Trend erinnert uns daran, dass auch die kleinen, oft übersehenen Bereiche auf einer Website überraschendes Potenzial haben. Go big or go home!
Handgemachte Elemente und Human Touch
Hier passiert grad was Spannendes. Je mehr KI-generierter Content im Web auftaucht, desto mehr sehnen sich die Leute nach dem Gegenteil: etwas Echtes, Menschliches, Unperfektes.
Handgezeichnete Illustrationen, Scribble-Elemente, handschriftliche Typografie, Collagen und Scrapbook-Ästhetik. Handgemachte Texturen und Scribbles verleihen Websites Authentizität und signalisieren: Hier hat ein Mensch gestaltet, keine Maschine. VistaPrint nennt diesen Trend „Human Scribble“, Squarespace spricht von „Creative Process“, und Figma sieht einen klaren Collage-Trend.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Mailchimp | Figma | Notion
Das klingt erstmal wie ein Widerspruch zu den ganzen KI-Trends weiter oben. Aber genau das macht es interessant. Die erfolgreichsten Websites 2026 kombinieren beides: KI-Tools für die schwere Arbeit (Code, Bilder-Generierung, Testing) und menschliche Kreativität für die Persönlichkeit. KI als Werkzeug, nicht als Ersatz für Kreativität.
Für Freelancer und kleine Agenturen ist das übrigens eine riesige Chance. Denn handgemachte Elemente kannst du nicht einfach aus einem Template ziehen. Das ist echtes Design-Handwerk, und genau dafür zahlen Kunden.
Nachhaltiges Webdesign, Green UX
Wusstest du, dass das Internet für rund 3,7 % der globalen CO2-Emissionen verantwortlich ist? Das ist mehr als der gesamte Flugverkehr. Nachhaltiges Webdesign (oder „Green UX“) ist deshalb nicht nur ein Trend, sondern ein echtes Verantwortungsthema.
Weitere Beispiele: Wholegrain Digital | Organic Basics | Lowww Directory
Was bedeutet nachhaltiges Webdesign konkret?
- Effiziente Assets, Bilder in WebP/AVIF statt PNG/JPEG, optimierte Schriften, keine überflüssigen Bibliotheken
- Grünes Hosting, Webhoster die mit erneuerbaren Energien betrieben werden
- Schlanker Code, weniger JavaScript, weniger HTTP-Requests, effizientes Caching
- Dunkle Farbschemata, Dark Mode spart auf OLED-Screens Energie (da passt der Dark-Mode-Trend ganz gut rein)
- Bewusstes Design, braucht diese Seite wirklich ein Autoplay-Video? Oder reicht ein optimiertes Bild?
Das Schöne daran: Nachhaltiges Webdesign und gute Performance gehen Hand in Hand. Eine schlankere Website lädt schneller, hat bessere Core Web Vitals und rankt besser bei Google. Mit nachhaltigem Design profitieren Umwelt, User und SEO gleichermassen.
Minimalismus mit Persönlichkeit
Was als Flat Design begann, sollte bald noch weiter getrieben werden und endete im Minimalismus. Apple machte es vor: Das Weglassen unnütiger Gestaltungselemente und die Nutzung von Weißraum als Gestaltungselement. Einige Webdesigner trieben diesen Stil auf die Spitze und haben sich komplett von Farben und anderen Gestaltungselementen verabschiedet. Was übrig blieb war etwas Schrift und viel Weiß.
Weitere Beispiele: Linear | Arc Browser | Everlane
Aber 2026 hat sich minimalistisches Design verändert. Die Reduktion auf das Wesentliche bleibt, aber die Elemente die übrig bleiben, haben dafür umso mehr Charakter. Echte Fotos statt Stockbilder. Mutige Typografie statt generischer Systemschriften. Gezielte Farbakzente statt Einheitsbrei. Und großzügiger Weißraum, damit der Inhalt atmen kann.
Es ist der Unterschied zwischen einer leeren weißen Wand und einer bewusst gestalteten, minimalistischen Wohnung. VistaPrint nennt diesen Trend „Resonant Stark“, also Minimalismus der emotional berührt statt kalt zu lassen. Ich find das trifft es ganz gut.
Emotionales Webdesign
Gutes Webdesign baut eine Verbindung mit dem potenziellen Kunden auf. 2026 ist das erste Mittel dafür Emotionen. Die emotionale Anziehungskraft kann bei dem Benutzer entweder Freude, Vertrauen oder Neugier auslösen. Damit schafft man eine Bindung, die über das reine Informationsangebot hinausgeht.
Weitere Beispiele: Apple | Headspace | Patagonia
Gefühle werden durch die Wahl der Farben aber auch das Bild- und Textmaterial beeinflusst. Auf jeden Fall sollten Text, Farbe und Bild zusammen im Einklang stehen und sich gegenseitig unterstützen. So entsteht eine einheitliche Atmosphäre die Emotionen begünstigt.
Nutzer werden neugierig, wenn dein Webdesign emotional ist. Im nächsten Schritt kannst du das geweckte Interesse mit der Präsentation deines Angebotes nutzen. Besonders spannend 2026: Die Kombination aus emotionalem Storytelling und scrollbasierten Animationen. Wenn beides zusammenspielt, entstehen Erlebnisse die weit über eine klassische Website hinausgehen.
Videos im Web
Videos im Web sind mittlerweile Standard. Hero Video Header, YouTube und andere Dienste sorgen dafür, den Nutzer mit Videos zu versorgen. Und die Nutzer nehmen diese Videos dankend an.
2026 sind besonders kurze, stummgeschaltete Hintergrundvideos beliebt. Sie ersetzen statische Hero-Bilder und vermitteln in wenigen Sekunden mehr Atmosphäre als jedes Foto. Aber auch Explainer Videos, Testimonial-Clips und Produktdemos sind aus dem modernen Webdesign nicht mehr wegzudenken.
Videos sorgen für Abwechslung auf deiner Website. Auch Google bevorzugt audiovisuelle Inhalte immer mehr und so werden bei manchen Suchanfragen Videos in den Suchergebnissen bevorzugt angezeigt.
Ein wichtiger Trend 2026: Videos werden zunehmend im WebM- und AV1-Format ausgeliefert, was die Dateigröße drastisch reduziert. Gut für Performance und gut fürs Klima (Stichwort nachhaltiges Webdesign).
Neo-Brutalism
Diesen Trend gibt es bereits seit einiger Zeit. Ähnlich dem Architekturstil Brutalismus, zeichnet sich der Web Brutalism nicht durch eine feine Gestaltung aus, sondern gerade durch den Bruch dieser. Unharmonische Farbkombinationen, Systemschriftarten und andere (scheinbar) ungestaltete Elemente wirken sehr „brutal“.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: Balenciaga | Diesel | Brutalist Websites
2026 hat sich daraus aber ein neuer, reiferer Stil entwickelt: Neo-Brutalism. Dicke schwarze Ränder, knallige Einfarbflächen, bewusst „rohe“ Typografie, aber mit einer klaren Ordnung dahinter.
Der Unterschied zum alten Brutalismus? Neo-Brutalism ist nicht anti-funktional. Er sieht wild aus, aber die Benutzerführung funktioniert trotzdem. Balenciaga, Diesel und sogar Mailchimp setzen auf diesen Stil. Es ist ein bewusst gesetzter ästhetischer Bruch, ein selbstbewusster Stil der aus der Masse heraussticht.
Ist dieser Trend empfehlenswert? Für kreative Agenturen, Tech-Startups und Portfolios kann Neo-Brutalism verdammt gut funktionieren. Für konservative Branchen (Banken, Versicherungen, Ärzte)? Finger weg. Als ausgebildeter Designer (Master of Arts) finde ich diesen Webdesign-Stil interessant, aber deshalb noch lange nicht für jedes Projekt geeignet.
Split-Screen Design
Ein sehr schöner Webdesign Trend ist das Split-Screen Design. Dabei wird die Webseite in zwei vertikale Bereiche geteilt. Das sieht manchmal wie ein Print-Magazin aus. Dabei ist die Gestaltung der beiden vertikalen Hälften oft unterschiedlich: Manchmal wird eine Seite für die Navigation verwendet und manchmal für ein vollformatiges Bild. Das steigert die Emotionalität und bietet einzigartige Nutzererlebnisse.
![]() |
![]() |
Weitere Beispiele: New York Times | Awwwards Split-Screen | Locomotive
2026 wird Split-Screen besonders gerne mit scrollbasierten Effekten kombiniert: Eine Seite scrollt, während die andere fixiert bleibt. Das erzeugt einen spannenden Parallax-artigen Effekt und führt den Nutzer elegant durch den Content.
Leider lässt sich dieses Design auf besonders kleinen Screens nicht konsequent durchziehen, meist wird dann auf ein einspaltiges Layout gewechselt. Für Desktop-Portfolios und kreative Präsentationen ist Split-Screen aber ein echter Hingucker. Besonders in Verbindung mit dem Scrollytelling ist das Split-Screen Webdesign sehr stark.
Mittlerweile hat sich die Navigation oben rechts durchgesetzt. Das bedeutet zwar für den Webdesigner weniger Spielraum im Layout, aber der Nutzer kennt diesen herkömmlichen Aufbau. Damit wird der Nutzer optimal geführt und muss nicht bei jeder besuchten Webseite aufs Neue schauen, wie er sich navigieren kann.
Einige Webdesigner versuchen jedoch das Navigationsrad neu zu erfinden. Fullscreen-Overlays, kreisförmige Menüs, scroll-getriggerte Navigationsleisten, vertikale Sidebars. Und manchmal klappt es wirklich: Der Nutzer muss sich in die Webseite „reindenken“ und das erzeugt eine besondere Interaktivität.
Allerdings ist diese experimentelle Navigation nicht für jedes Projekt geeignet. Geht es um eine herkömmliche Informationswebseite, die dem Nutzer möglichst einfach Informationen bereitstellen soll, ist eine experimentelle Navigation hinderlich. Hier möchte der Nutzer nichts Neues entdecken, er will sich nur schnell Infos abholen.
Fazit: Webdesign Trends 2026 mit Verstand nutzen
Die Webdesign-Trends des Jahres 2026 zeigen einen klaren Kurs: Technologie trifft auf Menschlichkeit. KI veraändert die Werkzeuge, mit denen wir gestalten. Barrierefreiheit macht das Web endlich für alle zugänglich. Und visuelle Trends wie Glassmorphism, Bento-Grids und Dark Mode sorgen dafür, dass Websites ästhetisch auf der Höhe bleiben.
Aber vergiss nie: Trends kommen und gehen. Was bleibt, ist gutes Handwerk. Eine Website die schnell lädt, intuitiv bedienbar ist und den Nutzer zu seinem Ziel führt, das ist zeitloses Webdesign, mit oder ohne Glassmorphism.
Nutze die Trends als Inspiration, nicht als Blaupause. Denk kritisch darüber nach, welche Trends zu deinem Projekt passen. Und im Zweifel gilt immer: Funktion vor Form, Nutzer vor Designer.
Ältere Webdesign Trends (2019-2023)
Animierte GIF-Bilder
Animierte GIFs erlebten ihre Renaissance in den sozialen Medien. Kurze Animationsloops wurden gern mit Freunden geteilt und auch auf Websites eingesetzt. 2026 sind animierte GIFs weitgehend durch Lottie-Animationen, CSS-Animationen und kurze Video-Loops ersetzt worden. Sie bieten bessere Qualität bei kleinerer Dateigröße.
Isometrische Grafiken
In Zeiten von klischeebehafteten Stockfotos suchten viele Unternehmen nach einer Möglichkeit mit individualisierten Grafiken einzigartiges Webdesign zu schaffen. Isometrische Illustrationen waren dabei ein gern gegangener Weg. Sie vermittelten eine gewisse Genauigkeit und wirkten illustrativ. 2026 sind sie weniger präsent, der Trend geht zu KI-generierten individuellen Illustrationen und 3D-Elementen.
Memphis Design
Memphis Design, bunt, kindlich, unbeschwert und absichtsvoll naiv, war eine Gegenbewegung zum Funktionalismus. Im Zuge der Antidesignbewegung wurde auch die Gruppe Memphis von Ettore Sottsass 1981 gegründet. Ein interessanter Designstil, aber 2026 kaum noch im Webdesign zu finden.
Organische Formen
Organische Formen (Blobs, Waves) wurden benutzt um starre Rasterlayouts aufzulockern. Sie sind mittlerweile so weit verbreitet, dass sie nicht mehr als Trend gelten. Sie sind einfach ein normales Gestaltungsmittel geworden.
Hamburger Menü auf dem Desktop
Das Hamburger Menü auch auf großen Bildschirmen einzusetzen war umstritten. 2026 zeigt sich: Für die meisten Websites ist eine sichtbare Navigation auf dem Desktop die bessere Wahl. Das Hamburger Menü bleibt dem Smartphone vorbehalten.
Standard-Layouts und Design-Templates
Template-basierte Layouts dominieren nach wie vor das Web. Mit Page-Buildern wie Elementor, Divi und den neuen KI-Website-Buildern ist die Erstellung von Websites demokratisiert worden. Das ist gut für die Zugänglichkeit, führt aber dazu, dass viele Websites gleich aussehen.
Parallax Scrolling
Das Parallax Scrolling ist mittlerweile ein alter Hut. Beim Parallax Scrolling werden Vordergrund und Hintergrund in verschiedenen Geschwindigkeiten gescrollt, so entsteht der Eindruck von Tiefe. 2026 wurde dieser Effekt von den flexibleren scrollbasierten Animationen abgelöst, die deutlich mehr gestalterische Möglichkeiten bieten.
Startseiten-Slider und Hero-Bilder
Man sieht es immer noch: Slider im Header. Leider ignoriert der Nutzer diese Slider konsequent. Studien zeigen seit Jahren, dass kaum jemand den zweiten oder dritten Slide beachtet. 2026 setzen immer mehr Webdesigner stattdessen auf Hero-Videos, animierte Headlines oder interaktive Hero Sections.
Intelligente Chatbots
Chatbots sind mittlerweile auf vielen Websites Standard. Was früher einfache Klick-Bots waren, sind heute KI-gestützte Assistenten die natürliche Sprache verstehen und komplexe Anfragen bearbeiten können. Nicht mehr wirklich ein Trend, sondern einfach ein normales Website-Feature.
Stockfotos
Eigentlich kein Webdesign Trend als solches, aber trotzdem in dieser Liste, weil die Stockfotos immer wieder auftauchen. Manche Unternehmen haben kein eigenes Bildmaterial und greifen auf Stockfoto-Agenturen zurück. Leider sehen Stockfotos eben auch immer aus wie Stockfotos. Der Trend geht klar zu authentischen Fotos und KI-generierten Bildern.
Häufige Fragen zu Webdesign Trends
Was sind die wichtigsten Webdesign Trends 2026?
Die wichtigsten Webdesign-Trends 2026 sind KI im Webdesign, Barrierefreiheit (BFSG), Bento-Grid-Layouts, Glassmorphism, Dark Mode, scrollbasierte Animationen und nachhaltiges Webdesign. Besonders KI und Barrierefreiheit sind keine vorübergehenden Trends, sondern Veränderungen die bleiben werden.
Muss meine Website barrierefrei sein?
Seit Juni 2025 ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Viele Unternehmen sind damit gesetzlich verpflichtet, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Auch wenn dein Unternehmen nicht direkt betroffen ist, lohnt sich barrierefreies Webdesign, denn es verbessert die Benutzerfreundlichkeit für alle Nutzer und hilft auch beim Google-Ranking.
Sollte ich jeden Webdesign Trend umsetzen?
Nein! Nicht jeder Trend passt zu jedem Projekt. Ein Dark Mode macht auf einem Tech-Blog Sinn, aber nicht unbedingt auf der Website eines Blumenladens. Wähl Trends die zu deiner Zielgruppe, deiner Marke und deinem Budget passen. Im Zweifel gilt: Funktion vor Form.
Was ist Glassmorphism?
Glassmorphism ist ein Design-Stil, bei dem Elemente wie durchscheinende Glasflächen wirken. Er nutzt Blur-Effekte (backdrop-filter: blur), halbtransparente Hintergründe und dezente Schatten, um Tiefe und Eleganz zu erzeugen. Apple hat diesen Stil in macOS und iOS populär gemacht.
Wie lange bleiben Webdesign Trends aktuell?
Die meisten visuellen Trends (wie Memphis Design oder Isometrische Grafiken) halten 2-4 Jahre. Technische Entwicklungen (wie Responsive Design oder das Prinzip „zuerst für Mobilgeräte“) werden dagegen zu dauerhaften Standards. KI im Webdesign und Barrierefreiheit gehören zur zweiten Kategorie, die werden nicht verschwinden.



































Als Webdesigner halte ich es für wichtig, über die neuesten Webdesign-Trends auf dem Laufenden zu bleiben. Ich glaube jedoch nicht, dass es notwendig ist, jedem Trend zu folgen. Einige Trends sind für bestimmte Branchen oder Unternehmen relevanter als andere. Es ist wichtig, die Trends zu wählen, die für Ihre Zielgruppe und Ihre Marke geeignet sind.
So viele Dinge, die man beachten muss! Hab mir diesen Artikel gespeichert, um wieder darauf zurückgreifen zu können. Danke für die tolle Übersicht!
Die Isometrischen Grafiken sehe ich immer häufiger. Nicht unbedingt mein Geschmack, aber ich kann verstehen, warum es gut ankommt.
Danke für den coolen Beitrag.
Beste Grüsse
„Web goes Video“ merken wir als Videoproduktionsfirma schon auch stark. Wobei das auch den Pagespeed negativ beeinflussen kann. Danke für den tollen Artikel.
Ein sehr sehr gut geschriebener und Blogartikel. Viele Grüße aus Frankfurt
P.S. das mit den Stockfotos ist immer so ne Sache! Natürlich wirken eigene Bilder immer vertrauensvoller aber diese müssen dann auch gut gemacht sein.
Danke für den tollen Überblick! Da ist einiges dabei, was ich bisher noch nicht auf dem Schirm hatte.
Beispielsweise war mir nicht bewusst, dass alternative Menüs aktuell wirklich im Trend sind, das ist mir bisher noch nicht untergekommen. Auf den ersten Blick tendiere ich da allerdings zum klassischen Hamburger Menü, ich mag es auch bei Seiten, die ich das erste Mal benutze, direkt zu wissen wo ich hinklicken muss.
Auch was GIFs angeht gehöre ich eher zum klassischen Stil. So animierte Bilder sind ja ganz nett – passen meiner Meinung nach aber zu kaum Webseiten. Für kreative und Agenturen kann ich es mir durchaus vorstellen, ansonsten fallen mir ad hoc nicht viele passende Webseiten ein. Gerade bei seriöseren Themen wie Versicherungen etc. muss man auch heutzutage noch zwischen coolem Design und Wirkung auf die Zielgruppe abwägen…
Es gibt wirklich sehr viele Blogartikel namens „Die X wichtigsten Webdesign-Trends für das Jahr Y“. Ich finde deine Zusammenstellung sehr gut, aber vor allem deine kritische, mal positive, mal eher ablehnende Meinung macht dies zu einem ehrlichen Artikel. Gratuliere.
Sehr interessant, nur bitte ein Lektorat über die Seite drüber gehen lassen.
ps. wie schön, ein Stück Albumcover von einem wahrlichgenialen Fleetwood Mac-Album als Bild auf dieser Seite zu sehen (Rumors)!
Hmm ich sehe das Cover des Albums nicht (mehr). Wurde es entfernt? Ich hab das zufällig gelesen und dacht nur, dass solche Cover ja rechtlich geschützt sind und Ärger machen könnten. Sehe ich doch richtig, oder?
Hallo Rafael, deine Beträge zum Thema Webseite stimmen bis auf zwei Punkte mit meinen Erfahrungen überein. Punkt 1 – ich empfinde „langes scrollen“ in einer Webseite sehr störend.
Meist weiß der Kunde gar nicht, wo sich befindet und welcher Text zum Inhalt gehört.
Punkt 2 – Stockbilder machen eine gute Webseite nicht schlechter, wenn sie verwendet werden.
Vielen Dank für Deine Beiträge.
Technik und Webdesign werden zunehmend wichtiger. Ich selbst habe derzeit keine Seite gesehen, die webdesigntechnisch ein absoluter Horror ist, aber trotzdem auf Platz 1 rankt. Man sollte trotz aller Liebe für das Optische aber die anderen technischen Faktoren nicht vernachlässigen. Viele Seiten sehen gut aus, hinken aber in der Ladezeit hinterher, weil man möglichst viele Features, Plugins, Erweiterungen einbaut.
Auf der Desktop-Navigation finde ich das Hamburger Menü nur in wenigen Fällen wirklich sinnvoll und angebracht. Auch wenn die mobile Nutzung immer mehr in den Vordergrund rückt, gibt es dennoch erhebliche Anteile – auch stark Branchenspezifisch – am klassischen Laptop- oder Desktop-Monitor. Und da ist der zusätzliche Klick unnötig und das fehlende klassische Menü macht das schnelle Erfassen der Inhalte/Rubriken schwerer. Mobil ist eben nicht Desktop meiner Meinung nach. Vielen Dank für den informativen Artikel!
schon die Bezeichnung „Hamburger“ dafür, die sich hierfür eingebürgert hat, empfinde ich als Graus.
Spannend, welche Trends es gibt.
Mir ist ja am Liebsten, wenn ich schön übersichtlich einen guten Einstieg in die Seite finde. Usability ist finde ich manchmal wichtiger, wie das ausgefeilteste Webdesign.
Hallo Rafael Luge,
darf meinen deinen Blogartikel für deinen eigenen verwenden? Natürlich mit Namensnennung und Quellenangabe :)
Na klar :) – bitte mit Link zu meiner Website.
VG
Ein sehr gut geschriebener und informativer Blogartikel. Weiter so! Viele Grüße aus Köln
Zu den Farbbild würd ich noch ergänzen, dass es inzwischen auch Farbgeneratoren gibt die ein Harmonisches Farbbild mit eine vorgegebenen Anzahl von Farben und auch in Abhängigkeit von bereits vorgegebenen Farben generieren.
Mir persönlich gefallen die Trends der Knallfarben und Asymmetrie sehr gut. Ich mochte es schon immer und es ist schön zu lesen, dass es diese Punkte jetzt tatsächlich in die Trendliste geschafft haben :)
Liebe Grüße
Toller und informativer Artikel! Durch diesen Beitrag habe ich vor allem festgestellt, dass mir Minimalismus beim Webdesign gefällt. Um weitere Informationen diesbezüglich zu erhalten, werde ich mich noch an eine Online Marketing Agentur wenden. Danke für den Tipp! ;)
Danke für den Artikel!
Bei Mobile First bin ich allerdings skeptisch: Klar gibt es viiiele mobile Nutzer – aber es ist eben ein riesiger Unterschied, ob eine Website mal eben unterwegs per Touch bedient wird, oder ob man sich zu Hause/stationär in Ruhe hinsetzt und planvoll und präzise mit der Maus agiert.
Insofern hat stationäres Design weiterhin eine elementare Berechtigung, wie ich finde. Daher sollte man beide Kontexte, die eben sehr unterschiedlich sind, berücksichtigen – sei es durch fluides Design, oder sogar durch Erkennung und dann mobile/stationäre Variante ausliefern.
Wenn eine Website auf dem Desktop erkennbar ein reduziert wirkendes, hochskaliertes Mobilding ist, bin ich als Nutzer auch unzufrieden.
VG
Julian
Wow,
da hast du mal richtig viel Arbeit reingesteckt. Klasse.
Grüße Mika
Danke für den tollen und informativen Artikel über das Thema Webdesign – Liebe Grüsse aus Zug ;)
Hi Rafael,
super Artikel danke dafür! Was Serifen angeht, haben wir den gleichen Geschmack. Mir sind Serifenlose Schriften im Web auch lieber. :)
Viele Grüße,
Sören
Hey,
Ihr habt ’nen interessanten Trend vergessen: Nämlich Neumorphismus bzw. Soft-UI.
In diesem Artikel wird’s super erklärt: https://www.simpleguides.de/soft-ui-neumorphism/ ????????????
Hi Hubert,
danke für deine Ergänzung. Dieser Neumorphismus sieht sehr interessant aus. Ich werde mir das bei Gelegenheit mal anschauen und im Artikel ergänzen.
Cheers!
Danke für den spannenden Artikel zu den Trends 2020.
Ich lese auch auf anderen Portal, dass der Trend in Richtung minimalistischer Navigation im gesamten responsiven Design geht. Ich persönlich sehe das etwas kritisch. Natürlich ist ein Hamburger Icon weniger platznehmend wie eine aufgegliederte Navigation, aber irgendwie werde ich damit nicht glücklich. Zumindest bei Desktop-Geräten, die ja Platz in der Breite haben. Hier wünsche ich mir sichtbare und sofort anklickbare Menüelemente. Bei Smartphones und Tablets dagegen ist es in Ordnung einen Hamburger zu setzen.
Seid ihr ähnlicher Meinung?
Schöne Grüße aus Rosenheim
Lukas Kroiher
Hi Lukas,
ja auf der Desktop Website sollte der Webdesigner vom Hamburger-Menü absehen. Wie bereits oben schon geschrieben ist es ein Klick mehr für die Navigation. Zudem kann der Nutzer die Navigationspunkte nicht mit einem Blick erkennen.
Beste Grüße
Rafael
Bin einverstanden)) Habe bis jetzt nur eine Website mit Hamburger-Menu gesehen, wo es organisch und passend war.
Großartiger Artikel, vielen Dank für die tolle Recherche!
Ich muss ja sagen dass ich die asymmetrische Layouts richtig toll finde. Auch wenn manche hier am Ziel vorbeischießen gibt es auch viele Seiten die das toll umgesetzt haben.
Habt Ihr Tipps um hier an Designs zu kommen?
lg
Hallo Rafael,
toller Artikel! Danke für die tolle Zusammenfassung!
Liebe Grüße