Wordpress Shop mit dem Shop Plugin WooCommerce

WordPress Shop mit WooCommerce? Die Vorteile & Nachteile

Mit WordPress ganz einfach den eigenen Online Shop erstellen? Mit dem Shop Plugin WooCommerce gibt es hier eine Lösung, die relativ einfach und zudem noch flexibel ist! Die Vorteile, Nachteile und meine Erfahrungen mit WordPress Shop Plugin WooCommerce stelle ich dir in diesem Artikel vor.

WordPress ist DAS CMS – da wundert es nicht, dass es bereits mehrere ausgereifte Onlineshop Lösungen gibt. Mit einem weltweiten Marktanteil von 30% aller Shopsysteme erfreut sich das Shop Plugin WooCommerce großer Beliebtheit und ist weit verbreitet. Woocommerce bietet dir viele Vorteile. Zum Einen wird WooCommerce durch den flächendeckenden Einsatz ständig geupdated und auch neue Funktionalitäten werden integriert. Zum Anderen gibt es unzählige Plugins für WooCommerce (das selber nur ein Plugin für WordPress ist). Solltest du also mehr als die umfangreichen Standardfunktionen brauchen, gibt es nichts was es nicht gibt. Abgesehen davon, ist WooCommerce (genau wie WordPress) Open-Source Software – dies bedeutet mit dem nötigen Programmier Know-How kannst du WooCommerce nach deinen Wünschen anpassen (oder von einem WooCommerce Freelancer) anpassen lassen. Klingt super, oder? Aber fangen wir am Anfang an…

Eine WordPress Shop mit WooCommerce

WooCommerce – die Geschichte des einzigartigen Online Shops Systems

Bevor wir uns anschauen, was WooCommerce kann und nicht kann, sollten wir uns erstmal damit beschäftigen wo dieses „WooCommerce“ überhaupt herkommt. WooCommerce wurde im Jahr 2011 geboren. Das Unternehmen WooThemes stellt das e-Commerce Plugin kostenlos zum Download bereit. Damals war WooCommerce kein echter Konkurrent für professionelle Shoplösungen wie Magento oder xt:Commerce. Es war jedoch damals schon beeindruckend, wie die WordPress Blog Logik aufgebohrt wurde, um einen Shop nahtlos mit WordPress Bordmitteln als Plugin zu veröffentlichen.

Damals war WooCommerce besonders für kleine Shops eine echte Alternative – mit wenig Aufwand konnte man direkt aus WordPress Artikel verkaufen. Bereits zwei Jahre später, im Jahr 2013, zählt das WooCommerce Shopplugin bereits eine Million Downloads. Dabei setzt WooThemes auf die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung des Shopplugins für WordPress. Nur ein Jahr später vervierfachte sich die Downloadzahl von WooCommerce auf 4 Millionen Downloads. Damit ist WooCommerce eines der beliebtesten Plugins für WordPress. 2015 startet dann die erste WooCommerce Konferenz – ein Sammelbecken für Onlineshop Betreiber und WooCommerce Entwickler. Man tauscht sich aus und erzeugt so auch Feedback und Verbesserungswünsche für die Entwickler von WooCommerce.

Im selben Jahr übernahm schließlich das Unternehmen Automattic das Woocommerce Plugin. Hinter Automattic steht Matt Mullenweg und WordPress an sich. So gehört WooCommerce heute offiziell zu WordPress. Im Jahr 2016 zählt WooCommerce mittlerweile über 7 Millionen Downloads und hat einen Marktanteil von 30%!

WooCommerce 3.0 wurde daraufhin im Jahr 2017 released und wurde von Grund auf verbessert. Mittlerweile kann es WooCommerce in manchen Bereichen locker mit Shoplösungen im 4 und 5 stelligen Bereich aufnehmen. Dabei kommt es natürlich immer darauf an, was mit dem jeweiligen Onlineshop erreicht werden soll. Womit wir beim nächsten Thema wären: Vor- und Nachteile von WooCommerce.

WooCommerce und WordPress - die Vorteile und Nachteile

WooCommerce – die Vorteile und Nachteile

WooCommerce wird ständig weiterentwickelt. Das Update auf die Versionsnummer 3.0 habe ich selber im Backend desöfteren erlebt und war fasziniert – ein Quantensprung im e-Commerce Universum! Deshalb denke ich, dass WooCommerce mit steigender Beliebtheit und der ständigen Weiterentwicklung das Onlineshopsystem der Zukunft sein wird.

Aber mal halblang: Schauen wir uns den derzeitigen Stand des Online Shop Plugins mal genauer an. Die Standard Version des Plugins kommt bereits mit einer Fülle von Funktionen, die für einfache Onlineshops vollkommen ausreichend sind und auch den kostenpflichtigen Shops (z.B. Jimdo) in nichts nachstehen.

WooCommerce Vorteile:

  • Viele Erweiterungen und Plugins
  • WordPress als Basis ist das mächtigste Contentmanagementsystem
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Eine große Community sorgt für tollen Support
  • Das Plugin wird ständig weiterentwickelt
  • WooCommerce ist kostenlos
  • einfache Installation
  • Viele Anpassungen möglich
  • sehr viele Themes/ Layouts für WordPress erhältlich

WooCommerce Nachteile

  • Nicht jedes Warenwirtschaftssystem wird unterstützt
  • Die Rechtssicherheit in Deutschland muss mit einem Plugin nachgerüstet werden (Vendidero)
  • Bei vielen Artikeln kann der Server in die Knie gezwungen werden
  • Wird mit vielen Artikeln sehr schnell unübersichtlich

WooCommerce – Rechtssicherheit in Deutschland

Viele Onlineshopbetreiber sind sich gar nicht bewusst darüber, was ein falsch konfigurierter Shop Sie im Falle einer Abmahnung kosten kann. Sicher: WooCommerce ist kostenlos, die Abmahnung vom Rechtsanwalt wegen rechtlicher Mängel deines Shops kann dagegen dein Portmonaie in Brand stecken. Deshalb ist es besonders wichtig, sich an die gesetzlichen Richtlinien in Deutschland zu halten. Und eines ist sicher: Wir Deutschen lieben Gesetze. So ist der e-Commerce Bereich streng reguliert und unterliegt einigen Besonderheiten im Vergleich zu Amerika oder anderen Staaten.

woocommerce und die rechtssicherheit

WooCommerce wurde für den US-Markt entwickelt. Deshalb kann man es nicht so ohne weiteres in Deutschland einsetzen. Aber keine Angst: Mit dem kostenlosen Plugin WooCommerce Germanized ergänzt du wichtige Shopbausteine, die dich vor Abmahnung schützen und deinen Onlineshop auch in Deutschland rechtssicher machen. Das solltest du unbedingt beachten! Die Einrichtung von WooCommerce Germanized ist kinderleicht und auch ohne Jura-Abschluss möglich.

WooCommerce – Die Einrichtung

Das Tolle an WooCommerce ist, dass es auf WordPress basiert. Das bedeutet wenn du WordPress bedienen kannst, kannst du auch WooCommerce bedienen. Die Einrichtung  von WooCommerce als solche ist mit nur wenigen Klicks abgeschlossen. Doch Achtung: Wenn du einen Onlineshop mit WordPress erstellen willst, musst du natürlich wissen, in welche Länder du verkaufst und wie die jeweiligen Versandkosten und Steuersätze in diesen Ländern zu buche schlagen. Wenn du wirklich nur in Deutschland verkaufen willst, ist dies jedoch ganz einfach. Hierbei ist zudem zu beachten, dass beim Versand von vielen, schweren Produkten natürlich auch die Versandkosten steigen. Du solltest dich also vorher erstmal informieren welche Preise, etc. du bezahlen musst.

Der Onlineshop ist also in wenigen Minuten erstellt – nun kannst du anfangen, erste Produkte einzustellen. Dies funktioniert fast genauso, wie Blogartikel oder Contentseiten zu erstellen – also nichts neues und im Vergleich mit anderen Shoplösungen ziemlich easy.

Wie die Einrichtung im Einzelnen zu bewerkstelligen ist, werde ich dir in einem anderen Artikel zeigen. An dieser Stelle reicht es, das Prädikat „besonders einfache Einrichtung“ zu verleihen.

WooCommerce – Die Performance

Die Geschwindigkeit einer Website oder eines Onlineshops gewinnt im Licht der Suchmaschinenoptimierung zunehmend an Bedeutung. Deshalb solltest du darauf achten, dass auch dein WordPress Shop zügig läuft. Auch hier kann WooCommerce punkten. Auch wenn es ein sehr mächtiges Plugin ist, so ist es sehr schlank programmiert und sorgt so für ein blitzschnelles Shopping-Erlebnis für deine Kunden.

woocommerce performance

Aber Vorsicht – du solltest die Performance im Auge behalten. Wenn du die Funktionalität deines Onlineshops erweitern möchtest, brauchst du Plugins. Und diese können (müssen aber nicht) auf die Performance schlagen. In meinem Artikel Pagespeed Optimierung für WordPress zeige ich dir allgemein, wie du dein WordPress schneller machen kannst und so bessere Rankings bei Google erreichst.

WooCommerce – die Erweiterungen

Für WooCommerce gibt es mittlerweile über 400 Plugins. Da ich auch WooCommerce als Shoplösungen für meine Kunden anbiete, habe ich selbst auch schon viele Plugins und Spezialisierungen in dem einen oder anderen Webshop-Projekt benutzt und bin immer wieder erstaunt, was es bereits alles an fertigen Lösungen und Erweiterungen gibt. Und da WooCommerce Open-Source Software ist, kann jeder (mit dem nötigen Know-How) auch eigene Plugins und Erweiterungen für WooCommerce entwickeln. Bisher haben die Plugins und Erweiterungen für WooCommerce in all meinen Projekten völlig ausgereicht.

woocommerce plugins

Auch wenn das Hauptplugin WooCommerce kostenlos ist, so lässt das Unternehmen Automattic sich die zusätzlichen Plugins gut bezahlen: fast jedes noch so kleines Plugin kostet hier ab 100 Euro. Aber wer auf CodeCanyon sucht, findet teilweise bessere Lösungen für WooCommerce für ein Bruchteil des Preises.

Es stimmt schon – die 10.000 Magento Extensions und über 1500 Plugins für Shopware Lösungen sind im Vergleich zu WooCommerce deutlich mehr. Für kleine und mittlere Shops (die eben nicht hunderte von Artikeln haben) reichen die Plugins völlig aus und bieten auch eine gute Bedienbarkeit für Shopbetreiber die keine Programmier-Nerds sind.

Über die Integration in andere Systeme wie z.B.: ERP, Newsletter oder Paymentsysteme kannst du dich hier informieren: Tabelle von OscWare.de

WooCommerce – Zukunftsfähig?

Wie bereits erwähnt, erfreut sich WooCommerce größter Beliebtheit. Tendenz: Steigend! Es bietet einen einfachen Einstieg und lässt auch mit wenig Budget das Erstellen eines Onlineshops zu. Und selbst wenn dein Shop wachsen sollte, ist WooCommerce im gewissen Maße skalierbar.

woocommerce zukunftsfaehig

Ich habe die Entwicklung (in Form des WooCommerce Entwicklers) mitgemacht und muss sagen: Hier hat sich einiges getan! Mit dem Update auf die Version 3.0 wurde beispielsweise das Einpflegen der Versandkosten komplett überabreitet. Hier musste man für spezielle Anforderungen in der alten Version noch mit einem User-unfreundlichen Plugin arbeiten. Mittlerweile kann ich Versandklassen an bestimmte Produkte hängen und diese für bestimmte Länder einzeln konfigurieren. Klingt kompliziert? Wenn du das Ganze im Backend von WordPress siehst, ist es kinderleicht.

Fazit Woocommerce Voteile und Nachteile

WooCommerce ist perfekt für kleinere und mittlere Shoplösungen. Wenn es allerdings um größere Projekte geht (über 3000 Artikel) oder um die Anbindung an ein sehr spezielles Warenwirtschaftssystem, dann lohnt ein Blick auf Shopware. Dabei ist Shopware natürlich viel Budget-intensiver (teilweise fünfstellige Kosten) als das kostenlose Shop Plugin WooCommerce. Wer allerdings die ersten Schritte mit dem ersten Online Shop wagen will kann sich mit WooCommerce gut ausprobieren.

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