„KI-Telefonassistent ab 39 € im Monat.“ Diesen Satz liest du gerade überall. Auf Anbieterseiten, in Google Ads, in jedem zweiten LinkedIn-Post. Und er klingt fair, oder? 39 € – das ist weniger als eine Stunde Aushilfe.
In diesen 39 € stecken 30 Anrufe im Monat. Dreißig. Das sind eineinhalb Anrufe pro Werktag. Jede Praxis, jeder Handwerksbetrieb, jede Hausverwaltung ist damit nach ein paar Tagen durch. Alles darüber wird einzeln berechnet.
Wir haben das mal ehrlich durchgerechnet. Ergebnis: Eine gut laufende Praxis zahlt mit genau diesem „günstigsten“ Tarif am Monatsende 435,90 €. Der Flatrate-Tarif desselben Anbieters kostet in derselben Situation 99 €. Der billigste Tarif ist ab einem gewissen Volumen der mit Abstand teuerste.
Und noch etwas vorweg, weil es den Unterschied macht: Fast alle, die über KI-Telefonassistenten schreiben, verkaufen selbst welche. Wir nicht. Wir haben keinen im Angebot, keine Provision, keine Partnerschaft. Wir können deshalb einfach die Preisseiten aufmachen, nachrechnen und dir sagen, was hinten rauskommt.
Das Wichtigste in Kürze:
- Es gibt drei realistische Preisklassen: 40–80 € bei kleinem Volumen, 70–140 € im Mittelfeld, 99–245 € als Flatrate.
- Der beworbene Einstiegspreis sagt über deine echten Kosten fast nichts aus. Entscheidend ist eine einzige Zahl: dein Anrufvolumen.
- Der Kipppunkt liegt bei rund 200 bis 250 Anrufen im Monat. Darüber gehört man in die Flatrate – und sollte einen Verbrauchstarif gar nicht erst anfassen.
- Echte Terminbuchung gibt es meist erst im mittleren Tarif. Und oft heißt „Terminbuchung“ nur: Die KI notiert, abtippen musst du selbst.
- Wer Doctolib nutzt, hat beim Anbieter praktisch keine Wahl.

Warum der beworbene Preis nichts aussagt
Das Prinzip dahinter heißt Inklusivkontingent und du kennst es aus jedem Handyvertrag: Ein niedriger Grundpreis, eine kleine Menge inklusive, und alles darüber kostet extra. Das ist kein Betrug, das ist normale Marktmechanik. Der Vorwurf lautet auch nicht „Abzocke“. Er lautet: Der beworbene Preis sagt nichts aus – und der Anbieter weiß das.
Richtig unübersichtlich wird es dadurch, dass die drei großen Anbieter in drei völlig verschiedenen Einheiten abrechnen. Das ist der Punkt, an dem der Vergleich systematisch kippt.
IONOS zählt Anrufe. Ein Acht-Minuten-Gespräch kostet dort genauso viel wie ein Anrufer, der nach zwanzig Sekunden auflegt. Und jeder dieser Anrufer ist ein potenzieller Kunde, der sonst niemanden erreicht. fonio zählt Minuten – da schlagen lange Gespräche voll durch. Und VITAS zählt Konversationen, und das ist der Fallstrick, den du dir merken solltest.
Wer jetzt drei Einstiegspreise nebeneinanderlegt, vergleicht Äpfel mit Birnen mit Kartoffeln. Genau deshalb kommst du um eine eigene Rechnung nicht herum.

Was die Anbieter wirklich kosten
Hier die geprüften Zahlen, direkt von den Preisseiten. Achte auf die Fußnote darunter – das Netto-Brutto-Ding ist keine Kleinigkeit.
| Anbieter / Tarif | Preis im Monat | Inklusive | Jede Einheit darüber |
|---|---|---|---|
| IONOS Flex | 39 € (brutto) | 30 Anrufe | 0,49 € je Anruf |
| IONOS Flex Pro | 69 € | 100 Anrufe | 0,39 € – erst hier gibt es Terminbuchung |
| IONOS All-Flat Advanced | 99 € | alle Anrufe | – |
| VITAS FLEX | 49 € netto (≈ 58,31 € brutto) | kein Inklusivvolumen | 0,28 € je Konversation |
| VITAS BASIC | 119 € netto | 500 Konversationen | 0,25 € |
| VITAS PLUS | 299 € netto | 1.500 Konversationen | 0,25 € |
| fonio Solo | 99 € | 1.000 Minuten | 100 Extraminuten = 15 € (0,15 €/Min) |
| fonio Team | 299 € | 3.000 Minuten | 0,10 €/Min |
| fonio Scale | ab 499 € | 5.000+ Minuten | bis 0,08 €/Min |
| Ordicall | ab 79 € | individueller Festpreis, alle Funktionen | exakter Preis nur auf Anfrage |
| aaron.ai / Doctolib | ab ca. 119 € je Behandler | – | nur in Verbindung mit Doctolib |
Quellen: IONOS (brutto, monatlich kündbar, ein Monat gratis, keine Setup-Kosten), VITAS (netto, Preise bei monatlicher Zahlung; 18 % Rabatt bei Jahreszahlung, bis 25 % bei 24–36 Monaten Laufzeit), fonio (15 % Rabatt bei Jahreszahlung), Ordicall. Bei aaron.ai nennt Doctolib selbst keinen öffentlichen Preis, die Angaben in Vergleichsportalen schwanken.
Neben diesen Anbietern gibt es noch eine ganze Reihe weiterer – RufLab, PraxisConcierge, AI Forge oder den CGM TelefonAssistenten aus dem Praxissoftware-Haus. Die liegen laut Anbieterangaben zwischen 99 € und rund 200 € Grundgebühr. Diese Zahlen haben wir nicht selbst an der Quelle gegengeprüft, nimm sie deshalb bitte nur als grobe Einordnung.

Drei durchgerechnete Fälle
Jetzt wird es konkret. Wichtig zum Einordnen: Die Anrufzahlen und Übernahmequoten sind Annahmen, keine Messwerte – Modellrechnungen also. Die Ergebnisse darunter sind dagegen exakt nach den echten Tarifbedingungen gerechnet.
Fall A: Kleine Praxis oder Ein-Mann-Handwerksbetrieb
Nehmen wir mal an, bei dir klingelt es 150-mal im Monat, also rund sieben Anrufe pro Werktag. Die KI übernimmt davon 60 Prozent, macht 90 Anrufe, im Schnitt anderthalb Minuten pro Gespräch.
| Tarif | Kosten im Monat | Wie das zustande kommt |
|---|---|---|
| IONOS Flex 39 € | 68,40 € | 30 inklusive + 60 × 0,49 € |
| IONOS Flex Pro 69 € | 69,00 € | 100 inklusive, nichts drüber |
| IONOS All-Flat 99 € | 99,00 € | alles inklusive |
| VITAS FLEX 49 € netto | 88,30 € brutto | 90 × 0,28 € Zusatz |
| VITAS BASIC 119 € netto | 141,61 € brutto | 500 inklusive – viel zu groß |
| fonio Solo 99 € | 99,00 € | 1.000 Minuten inklusive, 135 genutzt |
| ebuero, echter Mensch | 196,40 € | 89 € für 50 Anrufe, Rest 1,79 €/Min |
Hier funktioniert der Einstiegstarif tatsächlich. Realistisch sind 65 bis 80 € im Monat. Interessant ist der Sprung von 68,40 € auf 69,00 €: Für sechzig Cent mehr bekommst du Terminbuchung und fünf statt einer Rufumleitung. Das ist ein No-Brainer. Und die beiden 99-€-Tarife? Zahlen für Volumen, das du nie abrufst.
Fall B: Gut laufende Praxis
Jetzt der Fall, um den sich dieser ganze Artikel dreht. Annahme: 80 eingehende Anrufe am Tag bei 21 Werktagen, macht 1.680 Anrufe im Monat. Die KI übernimmt die Hälfte, also 840 Anrufe zu je anderthalb Minuten.
| Tarif | Kosten im Monat | Wie das zustande kommt |
|---|---|---|
| IONOS Flex 39 € | 435,90 € | 30 inklusive + 810 × 0,49 € |
| IONOS Flex Pro 69 € | 357,60 € | 100 inklusive + 740 × 0,39 € |
| IONOS All-Flat 99 € | 99,00 € | alles inklusive – der günstigste Weg |
| VITAS FLEX 49 € netto | 338,20 € brutto | 840 × 0,28 € Zusatz |
| VITAS BASIC 119 € netto | 242,76 € brutto | 500 inklusive + 340 × 0,25 € |
| VITAS PLUS 299 € netto | 355,81 € brutto | 1.500 inklusive |
| fonio Solo 99 € | 144,00 € | 1.000 Min + 3 Zusatzpakete à 15 € |
| fonio Team 299 € | 299,00 € | 3.000 Minuten inklusive |
| ebuero, echter Mensch | 2.210,15 € | rechnet sich hier überhaupt nicht |
Realistisch bist du hier bei 99 bis 245 € im Monat – wenn du den richtigen Tarif wählst.
Fall C: Mittlerer Handwerksbetrieb
400 Anrufe im Monat, die KI übernimmt 70 Prozent, also 280 Anrufe. Und weil Handwerkeranfragen länger dauern als eine reine Terminvergabe, rechnen wir mit zwei Minuten pro Gespräch.
| Tarif | Kosten im Monat |
|---|---|
| IONOS Flex 39 € | 161,50 € |
| IONOS Flex Pro 69 € | 139,20 € |
| IONOS All-Flat 99 € | 99,00 € |
| VITAS BASIC 119 € netto | 141,61 € brutto |
| fonio Solo 99 € | 99,00 € |
| ebuero, echter Mensch | 912,40 € |
Ab hier ist die Sache eindeutig: Die Flatrate gewinnt, und zwar deutlich.

Die Kipppunkte – merk dir diese drei Zeilen
Wenn du aus dem ganzen Artikel nur eine Sache mitnimmst, dann diese. Zähl einmal eine Woche lang deine eingehenden Anrufe, rechne mal vier, und schau, in welche Kategorie dein Anrufaufkommen fällt:
- Bis rund 100 Anrufe im Monat: Einstiegstarif, 40 bis 80 €.
- 100 bis 250 Anrufe: mittlerer Tarif, 70 bis 140 €.
- Ab 250 Anrufen: Flatrate, 99 bis 245 € – und keinen Verbrauchstarif mehr anfassen.
Die Faustregel dahinter: Wer mehr als etwa 200 Anrufe im Monat an die KI gibt, sollte gar nicht erst in einen Verbrauchstarif einsteigen. Egal wie verlockend die Einstiegszahl aussieht.
Die versteckten Kosten: Was in keinem dieser Preise steht
Jetzt der Teil, den dir kein Verkäufer von sich aus erzählt. IONOS, VITAS und Ordicall nehmen keine Setup-Gebühr, also keine Einrichtungsgebühr – klingt super. Heißt aber: Die Arbeit machst du.
Du formulierst den Gesprächsleitfaden. Du pflegst die 20 bis 40 typischen Sonderfälle ein („Was, wenn jemand ein Rezept will?“, „Was, wenn jemand nach dem Notdienst fragt?“). Du hinterlegst Öffnungszeiten und Feiertage, machst Testanrufe und weist dein Team ein. Realistisch sind dafür 5 bis 20 Stunden. Wer das an eine Agentur abgibt, zahlt üblicherweise 1.500 bis 3.500 € einmalig — eine Größenordnung, die sich mit anderen Webdesign-Kosten vergleichen lässt.
Dazu kommt die Nachpflege. Der Assistent versteht in den ersten Wochen Dinge falsch, das ist völlig normal. Aber ohne jemanden, der regelmäßig die Gesprächsprotokolle liest und nachschärft, bleibt es dabei. Plane dafür feste Zeit ein, sonst schläft das Projekt nach vier Wochen ein.

Bucht das Ding überhaupt Termine?
„Terminbuchung“ steht auf fast jeder Anbieterseite. Dahinter stecken aber zwei völlig verschiedene Dinge.
Variante 1: Die KI notiert. Sie nimmt Name, Geburtsdatum und Anliegen auf, macht daraus einen sauberen Eintrag und schickt ihn als Liste, E-Mail oder Rückrufaufgabe an dich. Eintragen tut ihn dann eine Mitarbeiterin. Das ist kein Betrug – oft ist es sogar die einzig zulässige Lösung, und dein Telefon wird trotzdem spürbar leiser. Aber es ist eben keine Buchung.
Variante 2: Die KI bucht wirklich. Sie sieht freie Slots im echten Kalender, reserviert und bestätigt direkt am Telefon. Das setzt einen Schreibzugang zu deinem Terminsystem voraus – und genau da wird es interessant.
Ob Variante 2 überhaupt möglich ist, hängt komplett an deinem Terminsystem. Bei Doctolib lautet die Antwort: nein, außer mit Doctolib selbst. Es gibt keine offene Schnittstelle für Dritte, und Doctolib hat 2024 aaron.ai gekauft und verkauft den Telefonassistenten seitdem selbst. Eine eigenständige Buchung von aaron.ai außerhalb von Doctolib ist nicht mehr möglich. Wenn du Doctolib nutzt, hast du beim Preis also kaum Wahl – es läuft auf rund 119 € je Behandler hinaus, plus deine Doctolib-Kosten.
Deutlich entspannter sieht es woanders aus. samedi hat eine offen dokumentierte Booking-API, der Zugang ist kostenlos, das Buchungsrecht wird nach kurzer manueller Freigabe erteilt. Bei den klassischen Praxisverwaltungen wie medatixx, CGM, tomedo oder Duria läuft es über herstellereigene Partnerprogramme – aufwendig, teils kostenpflichtig, mit Vorlaufzeit, wobei tomedo als am offensten gilt. Und wer einen eigenen Kalender wie Cal.com, Amelia oder timify auf der eigenen Website nutzt, hat volle Schnittstelle, keine Genehmigung, keine Wartezeit. Für Handwerk, Kosmetik oder Kanzlei stellt sich die Frage ohnehin nicht.
Kurz gesagt: Wer kein geschlossenes System nutzt, hat den ganzen Markt zur Auswahl – und zahlt deutlich weniger.
Der Demo-Anruf verrät dir mehr als jede Preisliste
Jeder seriöse Anbieter bietet einen Demo-Anruf an. Dreißig Sekunden zuhören sagt dir mehr als drei Stunden Website-Vergleich. Worauf du achten solltest:
- Meldet er sich als KI? Das ist inzwischen Pflicht (dazu gleich mehr). Wer das im eigenen Demo-Anruf nicht macht, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.
- Wie lange dauert die Antwort? Über eine Sekunde Stille wirkt am Telefon wie eine Ewigkeit.
- Was passiert, wenn du ihn unterbrichst? Redet er stur weiter, ist es ein Vorleser, kein Gesprächspartner.
- Was passiert bei einer Frage außerhalb des Skripts? Ein gutes System sagt, dass es das nicht weiß, und leitet weiter. Ein schlechtes erfindet etwas.
- Steht der Termin am Ende wirklich im Kalender? Einfach nachfragen.

Lohnt sich das gegenüber einem Menschen?
Diese Frage kommt immer, also machen wir sie ehrlich – und zwar ohne Schönrechnerei.
| Variante | Kosten im Monat |
|---|---|
| MFA in Teilzeit (20 h), 1.450 € brutto | rund 1.755 € Arbeitgeberkosten |
| MFA in Vollzeit, 3.129 € brutto (Bundesschnitt) | rund 3.786 € Arbeitgeberkosten |
| Klassischer Telefonservice mit Menschen, 150 Anrufe | rund 196 € |
| KI-Telefonassistent, je nach Volumen | 40–300 € |
Die Arbeitgeberkosten sind mit rund 21 Prozent Aufschlag auf brutto gerechnet – Näherungswert, keine Lohnbuchhaltung.
Wer wegen der KI jemanden entlässt, hat das Werkzeug missverstanden. Wer aber niemanden zusätzlich einstellen muss, obwohl das Telefon überläuft – der hat den Unterschied gespart. Genau das ist der ehrliche Business Case.
Die neue Pflicht: Der Assistent muss sagen, dass er eine KI ist
Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Wer ein KI-System betreibt, das direkt mit Menschen interagiert, muss dafür sorgen, dass die Person darüber informiert wird, dass sie mit einer KI spricht – es sei denn, das ist ohnehin offensichtlich.
Auf dem Papier stehen zwar Bußgelder bis 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Aber lass dich davon nicht verrückt machen: Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gilt nach Artikel 99 Absatz 6 der jeweils niedrigere Wert als Obergrenze. Für eine Zahnarztpraxis bedeutet die Zahl „15 Millionen“ also schlicht nichts. Und es ist ein Bußgeldrahmen, keine Regelstrafe. Frag beim Anbieter einfach nach, ob der KI-Hinweis standardmäßig in der Begrüßung steckt – Haken dran, fertig.
Für Arztpraxen kommt allerdings noch etwas dazu, und das gehört fairerweise in die Kostenrechnung. Sobald ein Anrufer sagt, warum er kommen will, entstehen Gesundheitsdaten nach Artikel 9 DSGVO. Dann brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag, der bis zu jedem Unterauftragnehmer durchgereicht ist – Telefonie, Spracherkennung, Sprachmodell, Sprachausgabe, Hosting. Dazu eine Datenschutz-Folgenabschätzung und eine saubere Verpflichtung auf die ärztliche Schweigepflicht nach § 203 StGB. Die ist strafbewehrt, und schon die Information, dass jemand Patient bei dir ist, ist ein Geheimnis.
Die gute Nachricht: Wer einen DSGVO-konformen Anbieter mit EU-Hosting, fertigem AVV und Verpflichtungserklärung nimmt, hat den größten Teil davon erschlagen. Deshalb werben Anbieter wie Ordicall und VITAS auch so offensiv damit. Und für Handwerk, Kosmetik oder Hausverwaltung fällt dieser ganze Block sowieso weg.
Fazit: Zähl erst, dann buch
Dann gehst du so vor:
- Unter 100 Anrufen im Monat? Einstiegstarif reicht. Aber nimm die Stufe mit Terminbuchung, wenn du Termine vergibst – die paar Euro sind es wert.
- Zwischen 100 und 250? Mittlerer Tarif, und rechne die Zusatzkosten einmal für einen schlechten Monat durch, nicht für einen durchschnittlichen.
- Über 250? Flatrate. Sofort. Kein Verbrauchstarif, egal wie hübsch der Einstiegspreis aussieht.
Und dann noch zwei Fragen ins Verkaufsgespräch mitnehmen: Bucht der Assistent wirklich selbst in meinen Kalender? Und wie viele parallele Anrufe kann er gleichzeitig annehmen? Wenn du auf beides eine klare Antwort bekommst und dein Volumen kennst, kann dir am Monatsende keine Rechnung mehr wehtun.
Häufige Fragen
Was kostet ein KI-Telefonassistent im Monat realistisch?
Je nach Anrufvolumen zwischen 40 und 300 € im Monat. Kleine Betriebe mit bis zu 100 Anrufen liegen bei 40 bis 80 €, im Mittelfeld sind es 70 bis 140 €, und ab rund 250 Anrufen im Monat landest du mit einer Flatrate bei 99 bis 245 €. Die beworbenen Einstiegspreise ab 39 € gelten nur für sehr kleine Kontingente.
Warum ist der günstigste Tarif oft der teuerste?
Weil Einstiegstarife nur ein kleines Inklusivkontingent enthalten und jeder weitere Anruf einzeln berechnet wird. Bei 840 Anrufen im Monat kostet der 39-€-Tarif von IONOS am Monatsende 435,90 €, während der 99-€-Flatrate-Tarif desselben Anbieters bei 99 € bleibt.
Gibt es versteckte Kosten?
Setup-Gebühren nehmen IONOS, VITAS und Ordicall keine. Dafür investierst du selbst 5 bis 20 Stunden in Einrichtung und Einpflegen der Sonderfälle. Dazu kommen laufend Nachpflege, Zusatzrufnummern (bei fonio 7 € im Monat), weitere Kalenderverbindungen (5 €) und der Netto-Brutto-Unterschied zwischen den Anbietern.
Bucht ein KI-Telefonassistent wirklich Termine in meinen Kalender?
Nicht automatisch. Viele Systeme notieren die Daten nur und schicken dir eine Liste, die jemand abtippt. Echte Buchung braucht Schreibzugriff auf dein Terminsystem – bei samedi oder eigenen Kalendern kein Problem, bei Doctolib nur über Doctolib selbst.
Muss der Assistent sagen, dass er eine KI ist?
Ja. Artikel 50 der EU-KI-Verordnung gilt seit dem 2. August 2026 und verlangt, dass Anrufer informiert werden. Ein Begrüßungssatz erfüllt die Pflicht vollständig.
Lohnt sich die KI im Vergleich zu einer zusätzlichen Kraft am Telefon?
Als Ersatz nicht – als Entlastung ja. Eine MFA in Teilzeit kostet dich rund 1.755 € Arbeitgeberkosten im Monat, die KI 40 bis 300 €. Sie übernimmt aber nur Routineanrufe wie Terminverschiebungen und Öffnungszeiten. Der echte Gewinn liegt darin, dass du niemanden zusätzlich einstellen musst.








