Wegwarte WebGIS

Wegwarte ist ein eigenes Projekt aus meinem Haus: eine Fachanwendung, in der eine Stadt Hinweise zum Radverkehr annimmt, bearbeitet und öffentlich beantwortet. Stadt, Auftrag und Daten sind ausgedacht, gebaut ist sie wie für einen echten Auftraggeber. Konzept, Gestaltung, Datenmodell und Umsetzung stammen komplett von mir.

Linienplan mit den Stationen Melden, Prüfen, Fachamt, Antwort, Wirkung und Offene Daten, daneben ein Smartphone mit einem Hinweis

Konzept und Design: Melden geht ohne Konto in fünf Schritten, auf der Karte oder per Adresse, gern mit Foto. Danach sieht man öffentlich, was aus dem Hinweis geworden ist. Neben der Karte steht eine gleichwertige Liste, denn nicht jeder kann oder will eine Karte bedienen. Intern arbeiten fünf Rollen mit eigenen Rechten, von der Moderation über das Fachamt bis zur Wissenschaft, dazu eine Fristenampel nach Werktagen.

Webentwicklung: Unter der Oberfläche liegen PostgreSQL mit PostGIS, ein schlanker Python-Server und eine Karte mit OpenLayers, ganz ohne Build-Schritt. Den Statusablauf mit zehn Zuständen erzwingen Server und Datenbank gleichermaßen. Alle Daten gibt es offen nach OGC-Standard, als GeoPackage und direkt für QGIS. Die offizielle OGC-Testsuite besteht Wegwarte mit 1.918 Tests ohne Fehler.

Besondere Features: Fotos verlieren beim Hochladen alle Metadaten. Namen, Telefonnummern, Kennzeichen und Anschriften markiert die Anwendung, die Moderation schwärzt sie mit einem Klick. Jede Änderung landet in einem Protokoll, das als Hash-Kette jede nachträgliche Manipulation aufdeckt. Das Forschungsteam bekommt Vorher-nachher-Auswertungen rund um jede Maßnahme.

Datenschutz und Betrieb: Kontaktdaten gibt es nur mit doppelter Bestätigung, gelöscht werden sie 30 Tage nach Abschluss. Ziel ist WCAG 2.2 AA, dazu kommen Leichte Sprache und ein dunkler Modus. Gehostet ist Wegwarte auf einem eigenen Server in Deutschland, den internen Teil zeige ich gern in einer Vorführung.

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