Du hast Schwierigkeiten, das beste WordPress-Theme aus den Zehntausenden von Möglichkeiten auszuwählen? Bei so viel Auswahl kann es sich anfühlen wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.
Ich kann dir nicht dabei helfen, ein WordPress Theme auszuwählen, das deiner Ästhetik und Designvorstellung entspricht.
Aber ich kann dir dabei helfen, sicherzustellen, dass das Theme, für das du dich entscheidest, deiner WordPress-Website zum Erfolg verhilft.
Nicht alle WordPress-Themes sind gleich, und es gibt einige Kriterien, die ein Theme erfüllen muss, damit du später keine Probleme bekommst.
Um dir bei deiner Entscheidung zu helfen, gebe ich dir neun Tipps, wie du ein WordPress-Theme auswählst, das eine solide Grundlage für deine Website bildet.
Classic Theme oder Block Theme? Triff zuerst die Grundsatzentscheidung
Bevor du dich in Theme-Demos verlierst, solltest du eine Grundsatzfrage klären: Willst du ein klassisches Theme oder ein Block Theme?
Classic Themes wie Astra, GeneratePress, Sydney oder Divi funktionieren so, wie du es vermutlich kennst: Du passt das Design über den Customizer oder einen Page Builder an.
Block Themes (zum Beispiel Twenty Twenty-Five) setzen dagegen komplett auf den Site Editor – auch Full Site Editing genannt. Damit bearbeitest du wirklich jeden Bereich deiner Website direkt mit dem Block-Editor, vom Header über die Templates bis zum Footer. WordPress empfiehlt Block Themes inzwischen offiziell als den modernen Weg, und der Customizer bekommt keine neuen Features mehr.
Wichtig zu wissen: Sobald ein Block Theme aktiv ist, blendet WordPress den Customizer-Menüpunkt sogar komplett aus.
Beides ist völlig legitim. Classic Themes sind ausgereift, haben riesige Communities und funktionieren wunderbar mit Page Buildern. Block Themes sind die Zukunft von WordPress und geben dir maximale Gestaltungsfreiheit ohne zusätzliche Tools. Du solltest nur bewusst entscheiden, in welcher Welt du unterwegs sein willst – denn alle folgenden Tipps wendest du dann auf genau diese Kategorie an.
Wähle ein schlankes WordPress-Theme
Dein Theme ist die Basis deiner Website und hat daher einen großen Einfluss auf die Leistung und die Ladezeiten deiner Website.
Ich habe Tests durchgeführt, bei dem ich von einem „normalen“ WordPress-Theme auf ein leistungsoptimiertes Theme umgestiegen bin. Meine Ladezeiten sind um 42 % gesunken. Das ist enorm!
Wie schnell deine Seite lädt, ist für alles wichtig, von der Nutzererfahrung über SEO bis hin zu den Konversionsraten. Google misst das übrigens über die Core Web Vitals (LCP, INP, CLS) – und die fließen direkt ins Ranking ein. Das solltest du nicht ignorieren.
Wie kannst du feststellen, ob ein Theme schnell lädt und schlank ist? Nun, zunächst einmal haben wir hier einige der schnellsten Themes zusammengestellt. Du kannst aber auch deine eigenen Tests durchführen, indem du ein Performance-Tool wie GTmetrix verwendest (für die kostenlosen Tests brauchst du inzwischen einen Account). GTmetrix basiert mittlerweile komplett auf Google Lighthouse und zeigt dir die Core Web Vitals direkt an. Eine komplett kostenlose Alternative ohne Account ist Googles PageSpeed Insights.
Wenn du dich für ein kostenloses Theme interessierst, installiere es auf einer Testseite. Am einfachsten geht das im offiziellen WordPress Playground – einer kostenlosen Wegwerf-WordPress-Installation, die direkt im Browser läuft, ganz ohne Account. Noch schneller: Im WordPress.org-Theme-Verzeichnis kannst du viele Themes inzwischen direkt per Live-Preview ausprobieren. Lass das Theme dann durch GTmetrix laufen und prüfe, wie schnell es ist.
Bei einem Premium-Theme kannst du das Gleiche mit der Theme-Demo vom Entwickler machen. Das ist zwar keine supergenaue Methode, weil der Theme-Entwickler möglicherweise eigene Tracking-Skripte lädt, die nicht zu deiner Website gehören. Zudem ist die Ladezeit des Themes natürlich auch abhängig vom WordPress Webhosting. Aber es sollte dir einen guten Eindruck davon vermitteln, wie optimiert das jeweilige WordPress Theme ist.
Achte darauf, dass du genügend Gestaltungsraum hast (über den Customizer oder Site Editor)
Wenn du Glück hast, findest du vielleicht ein Theme, das direkt nach der Installation absolut perfekt aussieht.
Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch ziemlich gering, und du möchtest wahrscheinlich die Möglichkeit haben, das Design zu verändern.
Wenn das auf dich zutrifft, brauchst du ein WordPress Theme, das es dir leicht macht, Änderungen vorzunehmen, ohne dass du Programmierkenntnisse brauchst.
Vor allem solltest du ein WordPress Theme auswählen, das dir dafür eine einsteigerfreundliche Oberfläche mit Live-Vorschau bietet: Bei Classic Themes ist das der WordPress Customizer, bei Block Themes der Site Editor – oder du setzt auf einen Page Builder. In allen Fällen kannst du verschiedene Aspekte des Aussehens deines WordPress Themes anpassen und siehst die Änderungen sofort in einer Live-Vorschau deiner Website.
Mit dem Sydney-Theme kannst du zum Beispiel die Farben, das Design, das Layout und vieles mehr deiner Website über diese einfache Oberfläche anpassen:
Einige Themes bieten dir mehr Optionen als andere, also solltest du genau prüfen, was du anpassen kannst. Außerdem bieten dir viele WordPress Themes einige kostenlose Anpassungsmöglichkeiten. Für mehr Design-Optionen musst du die Pro-Version kaufen. Diese Freemium Tarifmodelle sind bei den WordPress Themes weit verbreitet.
Denke daran, dass Themes für das Design und Plugins für die Funktionalität zuständig sind
Wenn du ein WordPress-Theme auswählst, kann es verlockend sein, nach einem Theme zu suchen, das alles mitbringt, was du brauchst.
Wenn du zum Beispiel eine Website für Veranstaltungen erstellen möchtest, könntest du nach einem WordPress Theme suchen, das einen integrierten Veranstaltungskalender enthält.
So verlockend das auch sein mag, ich rate dir davon ab.
???? In WordPress sollte es eine klare Trennung zwischen Themes und Plugins geben.
Du wählst ein WordPress Theme wegen seines Designs und verwendest Plugins, um Funktionen zu integrieren. Ein Theme sollte nicht gleichzeitig dein Design festlegen und deine Funktionen integrieren.
Der Hauptgrund dafür ist die Portabilität. Wenn du ein Theme auswählst, das sowohl das Design als auch die Funktionen mitbringt, bist du für immer an dieses Theme gebunden. Wenn du beides trennst, kannst du bei Bedarf jederzeit zwischen verschiedenen WordPress Themes wechseln.
Das heißt aber nicht, dass du nicht auch eine Standardlösung bekommen kannst. Anstatt nach einem Theme zu suchen, das alles vereint, solltest du nach einem Theme suchen, das mit einem Plugin integriert werden kann, das die von dir gewünschten Funktionen bietet.
Wenn du z. B. ein WordPress Theme mit Drag-and-Drop-Designfunktionen suchst, solltest du kein Theme mit integriertem Builder wählen, denn damit bist du festgelegt. Stattdessen könntest du ein Theme wählen, das für die Integration mit einem Plugin eines Drittanbieters wie Elementor konzipiert ist. Das Sydney-Theme ist zum Beispiel gezielt für die Kombination mit Elementor gebaut. Elementor selbst bietet mit Hello und Hello Biz übrigens eigene ultraschlanke Basis-Themes an, die genau nach diesem Prinzip funktionieren.
Aber die Diskussion WordPress Theme vs. Page Builder ist heutzutage ein Thema für sich. Oft verschwimmen hier die Grenzen Siehe beispielweise das Divi Theme und der Divi Builder – das seit Divi 5 übrigens mit einer komplett neuen und deutlich schnelleren Engine läuft.
Wenn du einen eCommerce-Shop betreiben willst, gibt es verschiedene WooCommerce Themes, die mit dem Plugin WooCommerce kompatibel sind. Damit kannst du mit wenigen Klicks deinen eigenen Online-Shop erstellen
Wenn du einen Online-Kurs anbieten möchtest, ist das Astra-Theme genau das Richtige für dich. Es bietet in der Pro-Version integrierte Funktionen für zwei beliebte WordPress-Kurs-Plugins – LifterLMS und LearnDash.
Viele Themes werden heute mit einer Reihe von empfohlenen Plugins ausgeliefert, so dass du das Beste aus beiden Welten nutzen kannst. Du bekommst immer noch die Standardfunktionen, die du dir wünschst, aber du kannst dein Theme auch in Zukunft ändern, wenn es nötig wird.
Prüfe Responsive Design (prüfe es WIRKLICH!)
Etwa die Hälfte des Internettraffic wird heute über mobile Endgeräte abgewickelt.
Responsive Webdesign bedeutet, dass sich deine Website automatisch an das jeweilige Gerät des Nutzers anpasst. Egal, ob jemand die Website mit seinem Laptop oder seinem Smartphone besucht, er sollte immer ein optimales Surferlebnis haben.
Heute brüstet sich jedes WordPress Theme damit responsive zu sein.
Aber nur weil jedes WordPress Theme responsive ist, heißt das nicht, dass jedes Theme responsive Design gut umsetzt.
Wenn ich sage, dass du das responsive Design eines Themes überprüfen sollst, dann meine ich damit, dass du die Demoseite auf deinem Smartphone öffnen und mit ihr herumspielen sollst.
Wie sieht es mit der Navigation aus? Manche WordPress Themes haben auf dem Smartphone richtig schicke Navigationsmenüs, während andere klobig und schwer zu bedienen sind.
Wie sieht ein Blogbeitrag aus? Manche WordPress Themes sind umständlich und zeigen nicht einmal den Titel eines Blogbeitrags „above the fold“ (auf einem mobilen Gerät). Das ist für die Besucher sehr umständlich, weil sie nach unten wischen müssen, um überhaupt zu sehen, worum es in deinem Beitrag geht.
Das sind wichtige Überlegungen, denn du willst, dass deine mobilen Besucher ein tolles Erlebnis haben und nicht nur ein mittelmäßiges Nutzererlebnis.
Das Divi-Theme bietet zum Beispiel ein benutzerfreundliches Hamburger-Menü (leicht anzutippen!) und zeigt den vollständigen Titel des Blogbeitrags über dem Fold an.
Wenn du den Chrome-Browser verwendest, kannst du mit seinen Entwicklertools verschiedene Mobilgeräte simulieren, ohne dein Smartphone in die Hand nehmen zu müssen. Aber auch im Firefox Browser gibt es eine ähnliche Funktion.
Achte auf guten Support der Entwickler
Egal, für welches WordPress Theme du dich entscheidest, irgendwann brauchst du vielleicht Hilfe.
Dann ist es wichtig schnell und unkompliziert kompetente Hilfe zu kriegen. Deshalb lohnt es sich, die Supportrichtlinien der Theme-Entwickler zu checken, bevor du dich bindest.
In der Regel bieten die meisten Premium-Themes beim Kauf 6-12 Monate lang Support und Updates an, mit der Option, den Support zu verlängern. Du solltest dich jedoch vergewissern – die genauen Bedingungen findest du auf der Website des Entwicklers.
Bei kostenlosen Themes sehen die Dinge etwas anders aus. Einige Theme-Entwickler bieten Support über die WordPress.org-Foren an, während andere Entwickler keinen Support für kostenlose Kunden anbieten.
Abgesehen davon, ob ein Entwickler Support anbietet und wie schnell dieser ist, solltest du auch den Umfang des Supports berücksichtigen, den du erhältst.
Viele Entwickler helfen dir gerne bei der Anpassung deines Themes, aber dieser Support erstreckt sich nicht unbedingt darauf, dass das Theme auch mit Plugins von Drittanbietern zusammenarbeitet, die du vielleicht verwendest.
Achte auf die Bewertungen des Themes
Wie bei jedem Kauf sind Bewertungen eine gute Möglichkeit, um die Erfahrungen der Masse zu nutzen und die richtige Entscheidung zu treffen.
Zum Glück ist es ziemlich einfach, Bewertungen für die meisten WordPress-Themes zu finden.
Wenn du dir ein kostenloses Theme auf WordPress.org ansiehst, findest du die Bewertungen auf der Seite mit den Themes. Du kannst auch auf den Link „Alle anzeigen“ klicken, um die Bewertungen im Textformat zu sehen:

Wenn du ein Premium-WordPress-Theme suchst, das über ThemeForest verkauft wird, findest du die Bewertung in der Seitenleiste. Es lohnt sich auch, einen Blick in die Kommentare zu werfen, denn auch diese können Aufschluss über die Qualität eines Themes geben.
Prüfe das Datum der letzten Aktualisierung
Ein weiterer wichtiger Punkt, ist das Datum der letzten Aktualisierung eines WordPress Themes. Der WordPress-Core ändert sich ständig, deshalb sollte Dein WordPress Theme auf dem neuesten Stand sein.
Hier gibt es keine feste Regel, aber in der Regel sollte das Datum der letzten Aktualisierung höchstens sechs Monate zurückliegen.
Auch diese Informationen sind in den meisten Theme-Verzeichnissen öffentlich zugänglich.
Bei WordPress.org findest du sie ganz oben in der rechten Seitenleiste:

Auch bei ThemeForest wird das Datum der letzten Aktualisierung angezeigt. Du findest es in der rechten Seitenleiste:
Premium Theme vs kostenloses Theme
Auf vielen Websites wird behauptet, dass Premium WordPress-Themes von Natur aus besser sind als kostenlose WordPress-Themes.
Die Leute sagen dann sowas wie „Premium-Themes haben einen cleaneren Code“ oder „Premium-Themes werden häufiger aktualisiert als kostenlose Themes“ oder „Premium-Themes sind sicherer als kostenlose Themes“.
Diese Aussagen sind völlig beliebig…
Kostenlose Themes sind Code. Premium-Themes sind Code.
Du kannst kostenlose Themes mit absolut perfektem Code haben und Premium-Themes mit schlecht geschriebenem Code.
Es gibt kostenlose Themes, die regelmäßig aktualisiert werden, und Premium-Themes, die vor sich hin dümpeln.
Und natürlich kann auch das Gegenteil der Fall sein.
Außerdem gibt es viele Themes sowohl in einer kostenlosen als auch in einer Pro-Version, und in beiden ist derselbe Code enthalten.
Ein Beispiel:
- GeneratePress hat eine kostenlose Version auf WordPress.org und eine Pro-Version
- Das Astra Theme hat eine kostenlose Version auf WordPress.org und eine Pro-Version
Wenn du also ein kostenloses Theme findest, das dir gefällt (und das die anderen Anforderungen in diesem Beitrag erfüllt), kannst du es auch verwenden!
Wähle ein WordPress-Theme, das dich zum Erfolg führt!
Wenn du die Tipps auf dieser Liste befolgst, solltest du in der Lage sein, ein WordPress-Theme auszuwählen, mit dem deine Website jetzt und in Zukunft erfolgreich sein wird. Yeah!











