Framer vs. Webflow: zwei Design-Builder-Karten stehen sich auf einer leuchtenden Waage gegenüber

Framer vs. Webflow: Welcher Design-Builder passt zu dir?

Framer vs. Webflow – das ist gerade das spannendste Duell im ganzen Baukasten-Zirkus. Und da hat sich was verschoben: Framer, der junge Herausforderer aus Amsterdam, hat Webflow, den etablierten Platzhirsch, Ende 2025 zum ersten Mal beim weltweiten Google-Suchinteresse überholt. David gegen Goliath – und David legt grad richtig zu.

Warum das für dich zählt? Weil beide Tools verdammt gute Websites bauen, ohne dass du eine einzige Zeile Code schreiben musst. Aber sie ticken komplett unterschiedlich. Das eine fühlt sich an wie Figma auf Speed, das andere wie eine Profi-Design-Software mit ordentlicher Lernkurve.

Ich baue seit über zehn Jahren Websites für Kunden, meistens mit WordPress, und teste die neuen KI-Baukästen intensiv im Agentur-Alltag. In diesem Vergleich nehm ich Framer und Webflow entlang der Kriterien auseinander, die wirklich zählen: Editor, Lernkurve, KI, CMS, Preise, Hosting, SEO. Am Ende weißt du, welches Tool zu deinem Projekt passt – und wann du bei beiden lieber die Finger weglässt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Framer ist der einsteigerfreundlichere Design-Turbo: Figma-Feeling, geniale Animationen, in Minuten live. Ideal für Portfolios, Landingpages und Marketing-Sites von Solopreneuren.
  • Webflow ist die Profi-Maschine: mehr Kontrolle, deutlich stärkeres CMS, aber 2 bis 3 Monate Lernkurve. Für komplexe Content-Strukturen und Agentur-Workflows.
  • Beide haben 2026 fette KI-Features nachgelegt – Framer 3.0 mit Agents direkt auf dem Canvas, Webflow mit dem runderneuerten AI Site Builder.
  • Preislich nehmen sie sich wenig, beide haben ihre Modelle umgestellt (Webflow teils drastisch teurer). Achtung: Bei Framer zahlst du pro Website extra.
  • Blog-lastiges Projekt? Dann sind beide zweite Wahl – da fährst du mit WordPress oft besser.

Zwei Philosophien im Vergleich: eine verspielte und eine technische Website-Karte stehen sich gegenüber

Framer vs. Webflow: zwei Builder, zwei Philosophien

Bevor wir ins Klein-Klein gehen: Framer und Webflow lösen dasselbe Problem – schöne Website ohne Code – aber von zwei entgegengesetzten Enden her. Wenn du das einmal kapiert hast, ist die halbe Entscheidung schon gefallen. In meinem großen Überblick der besten KI Website Builder tauchen beide auf – hier gehen wir richtig in die Tiefe.

Framer

Der Design-Turbo aus Amsterdam – Figma-Feeling, KI satt, in Minuten live. Preis ab 0 € (Free), eigene Domain ab ca. 10 $/Monat.

Framer war ursprünglich mal ein Prototyping-Tool für Designer und hat sich zu einer der am schnellsten wachsenden Website-Plattformen überhaupt gemausert. Im August 2025 gab es eine 100-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde bei 2 Milliarden Dollar Bewertung – das Ding hat gerade richtig Rückenwind. Und der Motor dahinter heißt KI.

Der Editor ist ein freier Canvas, fast wie in Figma. Du ziehst Elemente hin, wo du sie haben willst, arbeitest mit Layern und Frames, und Animationen sowie Scroll-Effekte sind ohne Code eingebaut. Genau das ist der Grund, warum Framer-Sites so oft nach „teuer“ aussehen, obwohl sie ein Einzelkämpfer an einem Nachmittag gebaut hat. Zielgruppe sind ganz klar Designer, Startups und Marketing-Teams, die schnell was Schönes live stellen wollen.

Webflow

Die Profi-Maschine fürs visuelle Bauen – maximale Kontrolle, starkes CMS, steile Lernkurve. Preis ab 0 € (Starter), CMS-Site ab 25 $/Monat.

Webflow ist der Platzhirsch unter den No-Code-Buildern für Profis. Bewertung rund 4 Milliarden Dollar, ein Börsengang wird immer wieder durchgekaut. 2025 und 2026 wandelt sich Webflow zur „Website Experience Platform“ mit dickem KI-Anbau: AI Site Builder, Webflow Cloud für Full-Stack-Apps, AEO Agents für die Sichtbarkeit in KI-Suchen.

Der Designer arbeitet nicht mit einem freien Canvas, sondern mit dem Box-Modell – also mit Divs, Flexbox und Grid, so wie echtes CSS aufgebaut ist. Du baust visuell, aber im Grunde wie ein Entwickler, nur ohne zu tippen. Der generierte Code gilt in der Community als Referenz für sauberes „visual development“. Das macht Webflow mächtiger als Framer – und gleichzeitig anstrengender.

Hier die Kurzfassung, bevor wir jedes Kriterium einzeln durchgehen:

Kriterium Framer Webflow
Grund-Feeling freier Figma-Canvas Box-Modell, nah an echtem CSS
Lernkurve flach – schnell drin steil – 2 bis 3 Monate
Design & Animation Top, Effekte inklusive Top, GSAP nativ
CMS solide, aber begrenzt sehr stark (20.000 Items)
KI 2026 AI Agents, Wireframer, Workshop AI Site Builder, AEO Agents
E-Commerce nur über Drittanbieter vorhanden, aber schwach
EU-Hosting / DSGVO kein EU-only, Grauzone EU-Hosting wählbar
Einstieg mit Domain ab ca. 10 $/Monat ab 15 $/Monat (CMS ab 25 $)

Editor und Design-Freiheit: Zeichenstift und Raster formen frei gestaltbare Website-Elemente

Editor & Design-Freiheit

Beim Editor prallen die beiden Philosophien am härtesten aufeinander. In Framer platzierst du Elemente frei auf dem Canvas, ziehst, schiebst, animierst – das fühlt sich spielerisch an und geht schnell von der Hand. Die mitgelieferten Templates spielen auf einem ganz anderen Niveau als bei Wix und Co.: Das Testportal experte.com gibt Framer für Templates und Design glatte 9,7 von 10 Punkten (Gesamtnote 8,0). Wer Wert auf Optik legt, ist hier goldrichtig.

Webflow geht es strukturierter an. Du arbeitest mit dem Box-Modell, also mit denselben Bausteinen, die auch ein Entwickler von Hand schreiben würde – Container, Flexbox, Grid. Das ist pixelgenau und extrem mächtig, du kannst praktisch alles bauen. Der Preis dafür: Du musst verstehen, wie so eine Website unter der Haube aufgebaut ist. Framer verzeiht dir, wenn du keine Ahnung von CSS hast. Webflow bestraft es.

Der Unterschied in einem Satz:

In Framer designst du wie in Figma. In Webflow baust du wie ein Entwickler – nur eben visuell statt tippend.

Animationen können beide richtig gut. Framer hat Scroll-Effekte und Micro-Interactions von Haus aus an Bord, Webflow bringt mit GSAP (GreenSock) eine der besten Animations-Engines überhaupt nativ mit. In Sachen bewegtes Design gibt sich das nicht viel – beide lassen Wix, Squarespace und den ganzen Baukasten-Durchschnitt locker hinter sich.

Lernkurven im Vergleich: eine flache und eine steile leuchtende Kurve auf zwei Karten

Lernkurve: Womit kommst du schneller klar?

Ganz ehrlich? Hier gewinnt Framer, aber mit einem Sternchen. Framer ist deutlich einsteigerfreundlicher als Webflow – kein Vergleich. Trotzdem stuft experte.com selbst Framer explizit als nicht anfängerfreundlich ein, weil der freie Canvas mit Layern, Frames und Breakpoints klassische Baukasten-Umsteiger erstmal überfordert. Übersetzt heißt das: Framer ist einfacher als Webflow, aber es ist immer noch kein Klick-zusammen-Wix.

Webflow spielt in einer eigenen Liga der Steilheit. Auf Reddit und den Review-Plattformen berichten Nutzer von zwei bis drei Monaten täglicher Übung, bis sie wirklich arbeitsfähig sind. Das Interface funktioniert eher wie eine Profi-Design-Software als wie ein netter Drag-and-drop-Kasten. Für absolute Einsteiger ohne jedes HTML- und CSS-Grundverständnis ist das oft frustrierend.

Ein Punkt, den beide teilen und der für die deutsche Zielgruppe wehtut: Die Editor-Oberfläche gibt es bei Framer wie bei Webflow NUR auf Englisch. Eine deutsche Designer-Oberfläche steht bei Webflow seit Jahren auf der Wunschliste – passiert ist nichts. Wenn du mit englischen Fachbegriffen fremdelst, ist das eine echte Hürde.

Mein Tipp:

Fang bei beiden Tools NIE mit einem leeren Canvas an. Nimm ein fertiges Template, das deinem Ziel nahekommt, und bau es um. Du lernst am lebenden Objekt zehnmal schneller, als wenn du dich am weißen Blatt abmühst.

KI-Funktionen im Vergleich: zwei Zauberstäbe zaubern unterschiedlich viele Funken über zwei Karten

Die KI-Features im Vergleich

Das ist 2026 das Feld, auf dem sich beide gerade überbieten. Und hier ist tatsächlich Bewegung drin.

Framer hat am 16. Juni 2026 die Version 3.0 rausgehauen – und die bringt AI Agents direkt auf den Canvas. Die Dinger designen ganze Seiten, legen Breakpoints an, bauen Komponenten, schreiben Code und binden sogar das CMS an. Dazu kommt Branching im Git-Stil: Die KI arbeitet in einem eigenen Zweig, du schaust dir in Ruhe an, was sie verändert hat, und veröffentlichst erst, wenn es passt – ohne die Live-Site anzufassen. Schon vorher gab es den Wireframer (baut Seitenstrukturen aus einem Prompt), den Workshop (generiert Komponenten per „Vibe Coding“ auf Claude-Basis) und AI Translate für über 100 Sprachen.

Webflow kontert mit dem überarbeiteten AI Site Builder (Februar 2026): Aus einem Text-Prompt entsteht eine mehrseitige Website (bis zu fünf Seiten) samt Design-System, editierbaren Themes, generierten Texten und Bildern sowie GSAP-Animationen – und das Ganze bearbeitest du danach voll im echten Designer weiter. Kein Baukasten-Einheitsraster, sondern ein echter Startpunkt. Dazu die AEO Agents, die deine Seite für KI-Suchmaschinen aufhübschen sollen.

So beeindruckend das klingt: Bei beiden musst du nacharbeiten. Framer-Nutzer beschweren sich, dass Wireframer und Workshop „nicht gelegentlich, sondern regelmäßig“ Ergebnisse liefern, die nicht dem Prompt entsprechen – und die KI-Aktionen sind über ein Credit-System gedeckelt. Webflows KI-Output leidet unter generischen Texten ohne USP, Platzhalter-Bildern und fehlender SEO-Strategie – „Real SEO depth is still manual“, wie es ein Reviewer trocken formuliert. Wer glaubt, die KI baut ihm die fertige Website, wird bei beiden enttäuscht. Mehr dazu, was KI im Webdesign heute wirklich kann, liest du in meinem Beitrag KI im Webdesign – Fluch oder Segen.

CMS und Blog im Vergleich: gestapelte Inhalts-Karten mit Dokument- und Bild-Symbolen

CMS & Blog

Wenn deine Website auf strukturierten Inhalten aufbaut – Blog, Magazin, Team-Seiten, Projekt-Datenbank – wird es spannend, und hier zieht Webflow klar davon.

Webflows CMS ist eine ernste Content-Maschine: bis zu 20.000 Items im Premium-Plan, bis zu 40 Collections, und – das ist der Knackpunkt – du kannst Collections miteinander verknüpfen (Referenzen). Autoren mit Beiträgen verbinden, Produkte mit Kategorien, echtes relationales Arbeiten. Framers CMS ist solide, aber begrenzt: Im Basic-Plan sind es 2 Collections, im Pro-Plan 10. Für ein Portfolio oder einen kleinen Blog reicht das dicke. Für eine inhaltsschwere Seite mit vielen Content-Typen stößt du schnell an die Wand.

Und jetzt kommt meine unbequeme Ehrlichkeit: Wenn dein Projekt vor allem aus Bloggen besteht – viele Artikel, Kategorien, Tags, SEO satt – dann sind beide zweite Wahl. Da bist du mit WordPress meist besser dran, wegen der schieren Flexibilität, der Plugins und weil dir die Inhalte am Ende wirklich gehören. Bei Framer wie Webflow sitzt du im Lock-in: Ein echter Umzug samt Inhalten ist praktisch nicht vorgesehen.

Beim Thema Verkaufen sieht es bei beiden mau aus. Framer hat gar keinen nativen Shop – du brauchst Drittanbieter-Brücken zu Shopify (Frameship, Framer Commerce) mit Zusatzkosten. Webflow hat immerhin E-Commerce an Bord, aber mit 2 % Transaktionsgebühr im Standard-Plan (29 $/Monat), gebührenfrei erst ab 74 $/Monat, und insgesamt deutlich schwächer als Shopify oder WooCommerce. Für einen ernsthaften Onlineshop würde ich bei beiden abwinken.

Preisvergleich der beiden Design-Builder: Münzen und Preisschilder neben zwei Website-Karten

Preise

Beide haben 2026 ihre Preismodelle umgekrempelt – und du musst genau hinschauen, weil die Einstiegspreise hübsch klein aussehen und die Rechnung am Ende trotzdem wächst.

Framer wurde vereinfacht: Free (0 €, aber nur framer.website-Subdomain und Framer-Badge), Basic ab ca. 10 $/Monat (eigene Domain, 2 CMS-Collections), Pro ab ca. 30 $/Monat (10 Collections, Staging, Branching, 301-Redirects). Der große Haken: Die Preise gelten PRO Website – jede weitere Site kostet nochmal. Dazu Add-ons wie ein zusätzlicher Editor (20 $/Monat) oder jede Zusatzsprache (20 $/Locale). Eine ernsthaft genutzte Site (Pro plus ein Editor plus eine Sprache) landet schnell bei über 70 $/Monat.

Webflow hat im Mai 2026 ebenfalls neue Pläne eingeführt – und dabei ordentlich an der Preisschraube gedreht. Starter ist gratis, Basic kostet 15 $/Monat (jährlich) bzw. 25 $ monatlich, hat aber KEIN CMS. Erst Premium mit 25 $/Monat (jährlich) bzw. 39 $ monatlich bringt das volle CMS mit 20.000 Items. Ein voller Editor-Seat kostet stolze 39 $/Monat.

Was du willst Framer Webflow
Gratis testen Free: 0 €, framer.website-Subdomain, ~500 KI-Credits/Monat Starter: 0 €, webflow.io-Subdomain, 2 Seiten
Eigene Domain, Einstieg Basic ca. 10 $/Monat Basic 15 $/Monat (jährl.) – ohne CMS
Voller CMS-Plan Pro ca. 30 $/Monat Premium 25 $/Monat (jährl.)
Zusätzlicher Editor 20 $/Monat pro Seat Full Seat 39 $/Monat
Der Haken Preise gelten PRO Website Preiserhöhung Mai 2026, teils drastisch

Achtung, Kostenfallen:

Bei Framer berichten Nutzer, dass beim Einladen eines zusätzlichen Editors ohne klaren Hinweis 20 bis 40 Dollar extra abgebucht wurden. Bei Webflow sorgte die Preiserhöhung im Mai 2026 für einen Aufstand auf Reddit – einzelne Bestandskunden sprechen von bis zu 320 % höheren Rechnungen, weil neue Bandbreiten-Limits greifen. Rechne beide Modelle vorher mit deinen echten Anforderungen durch, nicht mit dem Lockpreis.

Zum Einordnen: Was eine wirklich professionelle Website unterm Strich kostet – mit oder ohne Baukasten – hab ich in meinem Beitrag Webdesign Kosten aufgedröselt.

Performance, Hosting und SEO: Tachometer, Server und Lupe rund um eine schnelle Website-Karte

Performance, Hosting & SEO

Beim Hosting sind beide All-in-one: globales CDN, SSL, kein Plugin-Gefrickel, kein Update- und Sicherheits-Stress wie bei einer selbst gehosteten WordPress-Seite. Die Ladezeiten sind bei beiden gut. Der große Unterschied liegt im Datenschutz – und da ist Webflow für deutsche Nutzer klar im Vorteil.

Webflow lässt dich EU-Hosting wählen (Frankfurt, Dublin, Paris) und ist nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework zertifiziert. DSGVO-Betrieb ist machbar: DPA abschließen, ein Consent-Tool wie Cookiebot einbinden, Google Fonts lokal laden. Ein Rest-Risiko bleibt, weil Formulardaten weiter über US-Server laufen – aber der Weg ist gangbar.

Framer ist zwar ein EU-Unternehmen aus Amsterdam und positioniert sich als DSGVO-konform (AV-Vertrag verfügbar), aber das Hosting läuft über ein globales CDN mit US-IP-Adressen, eine EU-only-Option kannst du nicht wählen, und den Cookie-Banner musst du selbst nachrüsten. Deutsche Nutzer fragen in der Framer-Community verunsichert nach Serverstandorten. Für eine reine Marketing-Seite ist das oft verkraftbar – für datensensible Projekte würde ich genau hinschauen.

SEO-Grundlagen decken beide ab: saubere Meta-Angaben, Sitemaps, ordentlicher Code. Webflow gibt dir etwas mehr Kontrolle und mit den AEO Agents sogar ein Auge auf die KI-Suche. Aber egal, welches Tool du nimmst – die eigentliche SEO-Arbeit bleibt an dir hängen. Wie du das richtig angehst, zeig ich dir in meinen ultimativen SEO-Tipps.

Entscheidungshilfe: ein Wegweiser führt zu zwei unterschiedlichen Design-Builder-Karten

Framer oder Webflow: Wer passt zu wem?

Genug verglichen, jetzt Butter bei die Fische. So entscheide ich in der Praxis:

Nimm Framer, wenn du ein Portfolio, eine Landingpage oder eine Marketing-Site willst, die schnell live und richtig schön ist. Wenn du gern mit Figma arbeitest, Animationen liebst und keine hochkomplexe Content-Struktur brauchst. Solopreneure, Designer und kleine Marketing-Teams sind hier genau richtig.

Nimm Webflow, wenn deine Inhalte komplex sind – großes CMS, viele verknüpfte Content-Typen – und du (oder ein Entwickler im Team) maximale Kontrolle willst. Wenn Teamarbeit, saubere Übergaben und EU-Hosting für die DSGVO wichtiger sind als Tempo. Und wenn du bereit bist, die Lernkurve als Eintrittspreis zu zahlen.

Denk bei beiden nochmal nach, wenn dein Projekt ein inhaltsschwerer Blog oder ein Magazin ist (→ WordPress), du einen ernsthaften Onlineshop planst (→ Shopify oder WooCommerce) oder du mit knappem Budget mehrere Websites betreiben willst – dann beißt dich vor allem Framers Pro-Website-Preismodell.

Framer Vorteile:

  • Beste Optik: Templates und Design auf Top-Niveau, freier Figma-Canvas
  • Einsteigerfreundlicher: spürbar schneller drin als bei Webflow
  • Animationen inklusive: Scroll-Effekte und Micro-Interactions ohne Code
  • Starke KI 2026: AI Agents auf dem Canvas, Wireframer, Workshop, Branching
  • Blitzschnell live: vom Design zur Live-Site in Minuten, gratis testbar

Framer Nachteile:

  • Preis pro Website: jede Site kostet extra, Add-ons summieren sich
  • Harter Lock-in: kein Code-Export für den Live-Betrieb, Umzug = Neubau
  • Kein nativer Shop: E-Commerce nur über Shopify-Brücken
  • DSGVO-Grauzone: kein EU-only-Hosting, US-IPs, Consent selbst nachrüsten
  • Schwache Trustpilot-Bilanz: Beschwerden vor allem zur Abrechnung

Zu Framer

Webflow Vorteile:

  • Maximale Kontrolle: pixelgenaues Arbeiten am Box-Modell, sauberer Code
  • Starkes CMS: bis 20.000 Items, verknüpfbare Collections
  • EU-Hosting wählbar: Frankfurt, Dublin, Paris – DSGVO-Betrieb machbar
  • GSAP nativ: Profi-Animationen ohne Code
  • Top-Lernplattform: die Webflow University gilt als Branchen-Referenz

Webflow Nachteile:

  • Steile Lernkurve: 2 bis 3 Monate Übung bis zur Arbeitsfähigkeit
  • Preiserhöhung 2026: teils drastische Sprünge, versteckte Zusatzkosten
  • Nur Englisch: die Designer-Oberfläche gibt es nicht auf Deutsch
  • Schwaches E-Commerce: Transaktionsgebühren, Produkt-Limits
  • Lock-in: Code-Export liefert nur statisches HTML, CMS bleibt leer

Zu Webflow

Fazit zum Vergleich: leuchtendes Häkchen schwebt ausgewogen über beiden Builder-Karten

Fazit

Beim direkten Vergleich Framer vs. Webflow gibt es keinen absoluten Sieger – es hängt schlicht davon ab, was du bauen willst. Aber ich drücke mich nicht ums Empfehlen.

Für die allermeisten Selbermacher, Solopreneure und kleinen Unternehmen, die eine schöne Marketing-Site, ein Portfolio oder ein paar starke Landingpages brauchen, ist Framer die bessere Wahl: schneller drin, schöner raus, und die KI-Features sind 2026 richtig ausgereift. Webflow lohnt sich, wenn Content-Struktur und Kontrolle wichtiger sind als Tempo, wenn ein CMS mit vielen verknüpften Inhalten das Herz deiner Seite ist – und wenn du (oder dein Team) bereit bist, die Lernkurve zu bezahlen.

Und die ehrlichste Ansage zum Schluss: Wenn dein Projekt vor allem ein Blog oder Magazin werden soll, würde ich bei beiden zögern und dir zu WordPress raten. Willst du erst den ganzen Markt sehen, bevor du dich festlegst, schau in meinen Vergleich der besten KI Website Builder – da ordne ich Framer und Webflow neben allen anderen Baukästen ein.

Häufige Fragen zu Framer und Webflow, dargestellt durch schwebende glänzende 3D-Fragezeichen

Häufig gestellte Fragen

Ist Framer einfacher als Webflow?

Ja, deutlich. Framer ist mit seinem freien Canvas spürbar einsteigerfreundlicher, während Webflow mit dem Box-Modell eher wie eine Profi-Design-Software funktioniert – da rechnen Nutzer mit zwei bis drei Monaten Übung. Aber Achtung: Auch Framer ist kein Klick-zusammen-Baukasten wie Wix, und die Oberfläche gibt es nur auf Englisch.

Was ist günstiger: Framer oder Webflow?

Beim reinen Einstieg nehmen sie sich wenig – Framer startet mit eigener Domain bei rund 10 $/Monat, Webflow Basic bei 15 $/Monat (allerdings ohne CMS). Der Teufel steckt in den Add-ons: Bei Framer zahlst du pro Website extra, bei Webflow kosten Seats und Zusatzpakete kräftig. Rechne dein konkretes Setup durch, nicht den Lockpreis.

Kann ich von Webflow zu Framer umziehen?

Nicht per Knopfdruck. Beide Plattformen haben einen harten Vendor-Lock-in. Webflows Code-Export liefert nur statisches HTML/CSS/JS – CMS-Inhalte kommen leer an, Formulare senden nichts. Ein Wechsel bedeutet in der Praxis einen Neubau in Framer, bei dem du Inhalte manuell überträgst oder über Community-Tools scrapst. Plan das nicht als kurze Aktion ein.

Was ist besser für SEO?

Beide beherrschen die SEO-Grundlagen: Meta-Angaben, Sitemaps, sauberer Code. Webflow gibt dir etwas mehr Feineinstellung und mit den AEO Agents ein Auge auf die KI-Suche. Der Unterschied ist aber kleiner als die eigentliche Arbeit: Gute Rankings kommen von deinen Inhalten und deiner Struktur, nicht vom Tool.

Sind Framer und Webflow DSGVO-konform?

Machbar, aber nicht out-of-the-box. Webflow bietet EU-Hosting (Frankfurt, Dublin, Paris) und ist nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework zertifiziert – mit DPA und Consent-Tool ist ein sauberer Betrieb möglich. Framer ist zwar ein EU-Unternehmen, hostet aber über ein globales CDN mit US-IPs ohne EU-only-Option, und den Cookie-Banner musst du selbst nachrüsten. Für datensensible Projekte ist Webflow hier die ruhigere Wahl.

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Rafael Luge
Hey, ich bin Rafael – Intermedialer Designer (M.A.) und seit 2014 selbstständig mit meiner Agentur Kopf & Stift. Was als Webdesign-Bude startete, ist mittlerweile zu einer echten Leidenschaft für alles rund um WordPress, SEO und künstliche Intelligenz geworden. Über 250 Webprojekte später weiß ich: Die besten Learnings kommen aus der Praxis. Genau die teile ich hier im Blog – von WordPress-Tutorials über KI-Tools bis hin zu SEO-Tipps. Kein Marketing-Blabla, sondern Sachen, die ich selbst täglich nutze. Auf meinem YouTube-Kanal gibt's das Ganze auch als Video-Tutorials. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne!

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