Was ist ein Backlink? Richtig einfach erklärt

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Stell dir vor, deine Webseite ist eine kleine Insel im riesigen Ozean des Internets. Wie schaffst du es, dass die richtigen Besucher zu dir finden? Hier kommen Backlinks ins Spiel! Diese kleinen, aber mächtigen Links sind entscheidend für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und helfen dir, in den Google-Rankings aufzusteigen.

Backlink Definition und Grundlagen für SEO-Einsteiger erklärt

1. Was ist ein Backlink? Die einfache Erklärung

Ein Backlink (auch Rückverweis oder Inbound-Link genannt) ist im Grunde ganz simpel: Es ist ein Link von einer fremden Webseite, der auf deine eigene Seite verweist. Der Begriff kommt daher, dass der Link quasi „zurück“ zu dir führt – von einer externen Quelle zu deinem Content.

Stell dir das so vor: Wenn jemand in einem Zeitungsartikel schreibt „Mehr Infos findest du bei Kopf & Stift“ und dabei auf meine Seite verlinkt, dann ist das ein Backlink für mich. Es ist wie eine digitale Empfehlung!

Backlinks spielen eine enorm wichtige Rolle in der Suchmaschinenoptimierung. Sie helfen Suchmaschinen wie Google, die Vertrauenswürdigkeit einer Seite zu bewerten. Wenn andere Seiten auf deine Website verweisen, wirkt es für Google so, als ob du besonders wertvolle Informationen bereitstellst, die einzigartig sind. Und genau das ist das Ziel der Suchmaschinenoptimierung – dein Ranking zu verbessern!

Backlink vs. interner Link vs. externer Link – Was ist der Unterschied?

Klingt erstmal verwirrend? Keine Sorge, ich erkläre es dir:

  • Interner Link: Verbindet zwei Seiten innerhalb deiner eigenen Website (z.B. von deiner Startseite zu deinem Blog)
  • Externer Link (Outbound-Link): Ein Link von deiner Seite zu einer fremden Website
  • Backlink (Inbound-Link): Ein Link von einer fremden Website zu deiner Seite – das ist die Perspektive, die für SEO so wichtig ist!

Der Witz dabei: Es ist technisch gesehen derselbe Link – nur aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Was für Website A ein ausgehender Link ist, ist für Website B ein Backlink. Perspektive ist alles!

Aus eigener Erfahrung

Ich habe einen Backlink für eine Infografik von der Wirtschaftswoche bekommen und bin dann prompt ganze 20 Plätze bei Google hochgeklettert. Das lag zum einen daran, dass die Wirtschaftswoche eine sehr hohe Autorität hat, und zum anderen daran, dass Google erkannte, dass ich etwas Wertvolles zu bieten hatte. Die echten SEO-Profis sprechen hierbei auch gerne von „Link Juice“ – klingt fast nach einem geheimen Zaubertrank!

Zusammenhang zwischen Backlinks und SEO-Rankings visualisiert

2. Warum sind Backlinks so wichtig für SEO?

Backlinks sind der Schlüssel, wenn es darum geht, die Sichtbarkeit deiner Webseite in Suchmaschinen zu erhöhen! Sie zeigen Google und anderen Suchmaschinen, dass deine Inhalte wertvoll sind und von anderen als relevant erachtet werden.

Das Empfehlungsprinzip – So funktioniert es

Backlinks funktionieren wie Empfehlungen im echten Leben. Wenn ein renommierter Experte dein Unternehmen weiterempfiehlt, vertrauen potenzielle Kunden dir eher. Google nutzt genau dasselbe Prinzip!

Die Idee stammt übrigens aus der Wissenschaft: So wie akademische Arbeiten durch Zitationen an Bedeutung gewinnen, sollten Webseiten durch Verlinkungen Autorität aufbauen. Larry Page und Sergey Brin – die Google-Gründer – haben das Konzept bereits 1996 an der Stanford University entwickelt. Ihr ursprüngliches Projekt hieß bezeichnenderweise „BackRub“!

Laut einer Analyse von Ahrefs hat die Position 1 bei Google durchschnittlich 3,8-mal mehr Backlinks als die Positionen 2-10. Das zeigt ziemlich deutlich, wie wichtig Backlinks nach wie vor sind!

Die Top-3 Gründe, warum Backlinks wichtig bleiben

Darum sind Backlinks unverzichtbar
  • Vertrauenssignal: Jeder hochwertige Backlink ist wie eine Stimme für deine Seite. Je mehr vertrauenswürdige Websites auf dich verweisen, desto relevanter erscheinst du.
  • Indexierung: Suchmaschinen-Crawler folgen Backlinks, um neue Inhalte zu entdecken. Ohne Backlinks könnte deine Seite schlechter gefunden werden!
  • Traffic: Gute Backlinks bringen nicht nur SEO-Vorteile, sondern auch echte Besucher, die sich für dein Thema interessieren.

Das bedeutet, je mehr qualitativ hochwertige Links auf deine Seiten zeigen, desto besser wird die SEO deiner Webseite. Der Ankertext spielt hierbei eine wichtige Rolle – er sollte aussagekräftig und themenrelevant sein, damit Suchmaschinen den Kontext erkennen können.

Vorsicht vor schwarzen Schafen

Es gibt auch unseriöse Online-Marketing-Agenturen. Daher rate ich dir, deine Links selbst zu sammeln! So behältst du stets den Überblick, wo und wie du verlinkt wirst.

Es ist wichtig, dass du auch auf die Position und die umgebenden Wörter deines Links achtest. Google zieht diese nämlich ebenfalls heran, um den Kontext zu verstehen. Wenn also deine Keywords in viele andere Synonyme und Key Words eingebunden sind, fühlt sich dein Content für Google wesentlich relevanter an.

Übersicht der verschiedenen Backlink-Arten DoFollow NoFollow und Sponsored

3. Die verschiedenen Arten von Backlinks

Backlinks sind nicht gleich Backlinks! Es gibt verschiedene Arten, und jede hat ihre eigene Wirkung auf das SEO deiner Website. Lass mich dir die wichtigsten erklären:

DoFollow-Links – Die SEO-Kraftpakete

DoFollow-Links sind die Standardlinks im Web, die ohne spezielles Attribut verwendet werden und dazu beitragen, dass Suchmaschinen die verlinkte Seite crawlen und ihr „Link Juice“ übertragen. Diese Links sind für die SEO von entscheidender Bedeutung, da sie der Zielseite helfen, in den Suchergebnissen höher zu ranken. Ein DoFollow-Link gilt als eine Art „Vertrauensbeweis“ von der Ursprungsseite an die Zielseite.

Im HTML sieht das ganz einfach aus – ein normaler Link ohne besonderes Attribut ist automatisch ein DoFollow-Link:

<a href="https://example.com">Ankertext</a>

NoFollow-Links – Die „Hinweisgeber“

NoFollow-Links tragen das Attribut rel="nofollow", welches den Suchmaschinen signalisiert, dem Link zwar zu erkennen, aber keinen „Link Juice“ auf die verlinkte Seite zu übertragen. Ursprünglich wurde das NoFollow-Attribut 2005 von Google eingeführt, um Spam, insbesondere in Kommentarbereichen und Foren, zu bekämpfen.

Wichtig zu wissen

Seit September 2019 behandelt Google NoFollow nur noch als „Hinweis“ (Hint), nicht mehr als strikte Anweisung. Das bedeutet, Google kann solche Links trotzdem für die Bewertung heranziehen, wenn sie kontextuell relevant sind. Eine Ahrefs-Studie zeigt sogar, dass die Korrelation zwischen höherem Ranking und Gesamt-Backlinks (inklusive NoFollow) stärker ist als nur mit DoFollow-Links!

Das rel="sponsored" Attribut wurde im September 2019 eingeführt und kennzeichnet Links, für die eine Gegenleistung geflossen ist – also bezahlte Artikel, Werbung oder Affiliate-Links. Google empfiehlt dringend, bezahlte Links entsprechend zu kennzeichnen. Wer das nicht tut, riskiert manuelle Maßnahmen!

UGC-Links – User Generated Content

rel="ugc" steht für User Generated Content und kennzeichnet Links, die von Nutzern erstellt wurden – in Blog-Kommentaren, Foren oder Community-Bereichen. Diese Unterscheidung hilft Google zu verstehen, ob ein Link redaktionell gesetzt wurde oder von einem Nutzer stammt.

Natürliche vs. unnatürliche Backlinks

Das ist ein wichtiger Punkt! Natürliche Backlinks entstehen organisch, weil jemand deinen Content so gut findet, dass er freiwillig darauf verlinkt. Das sind die wertvollsten Links!

Unnatürliche Backlinks hingegen sind manipuliert – gekauft, getauscht oder aus Linkfarmen. Diese verstoßen gegen Googles Richtlinien und können zu Abstrafungen führen!

Ein gesundes Linkprofil enthält übrigens sowohl DoFollow- als auch NoFollow-Links. Laut SISTRIX erweckt ein reines DoFollow-Profil Misstrauen bei Google – natürliche Websites haben immer auch NoFollow-Links aus Kommentaren, Foren und Social Media.

Ankertext Beispiele und deren Bedeutung für Backlinks

4. Der Ankertext – Warum er so wichtig ist

Du hast bestimmt schon gemerkt, dass bestimmte Wörter verlinkt sind. Was dort steht, nennt man Ankertext (oder Anchor Text). Und dieser Text spielt eine zentrale Rolle für die Wirkung von Backlinks!

Der Ankertext ist der klickbare Text, der einen Link beschreibt und somit den Inhalt der verlinkten Seite anteasert. Ein gut gewählter Ankertext verbessert nicht nur die Benutzererfahrung, sondern signalisiert auch Suchmaschinen wie Google, worum es auf der Zielseite geht.

Die verschiedenen Arten von Ankertexten

  • Exact Match: Exaktes Keyword wie „WordPress Webdesign“ – wertvoll, aber Vorsicht vor Übernutzung!
  • Branded: Der Markenname wie „Kopf & Stift“ – natürlich und wichtig fürs Linkprofil
  • Partial Match: Keyword-Variationen wie „Webdesign Tipps“ – wirkt natürlich
  • Generisch: Allgemeine Begriffe wie „hier klicken“ oder „mehr Infos“ – geringer SEO-Wert
  • Naked URL: Die URL selbst – sollte sparsam verwendet werden

Das perfekte Ankertext-Profil

Eine natürliche Ankertext-Verteilung sieht etwa so aus: Brand-Anker bei 50-70%, generische Anker bei 10-20%, Keyword-Anker bei 5-10% und Longtail/Compound-Anker bei 10-20%.

Doch Vorsicht: Überoptimierung kann schädlich sein! Wenn alle deine Backlinks mit dem exakt gleichen Keyword verlinken, wertet Google das schnell als Manipulationsversuch. Das Penguin-Update zielt genau auf solche überoptimierten Ankertexte ab.

Interessanterweise zeigt die Growwer-Studie einen Wandel: Der Anteil an Exact-Match-Ankertexten hat sich von 26,5% auf 52% fast verdoppelt. SEO-Profis trauen sich wieder an Keyword-Ankertexte heran – aber kontrolliert und im Mix mit anderen Ankertext-Typen!

Qualitätskriterien für hochwertige Backlinks im Überblick

5. Was macht einen guten Backlink aus?

Nicht jeder Backlink ist automatisch wertvoll. Google bewertet die Qualität eines Links anhand mehrerer Kriterien. Hier sind die wichtigsten Faktoren:

Die Top-Qualitätskriterien für Backlinks

1. Autorität der verlinkenden Domain

Links von vertrauenswürdigen, starken Websites sind deutlich wertvoller. Die Domain Authority (eine Metrik von SEO-Tools wie Moz auf einer Skala von 1-100) gibt dir einen Hinweis, wie stark eine Domain ist. Ein Link von einer Seite mit DA 70+ wiegt schwerer als hunderte Links von unbekannten Blogs.

2. Thematische Relevanz

Ein Backlink von einer thematisch passenden Seite ist Gold wert! Wenn du ein WordPress-Tutorial schreibst und von einem anderen WordPress-Blog verlinkt wirst, ist das relevanter als ein Link von einer Kochrezept-Seite. Google prüft den semantischen Zusammenhang und entwertet thematisch irrelevante Links.

3. Position des Links auf der Seite

Wo der Link steht, macht einen riesigen Unterschied. Im Hauptcontent (Fließtext) hat er die höchste Wertigkeit, Above the Fold ist sehr wertvoll, in der Sidebar geringer und im Footer am niedrigsten.

Google nutzt das „Reasonable Surfer Patent“, das besagt: Links, die wahrscheinlicher geklickt werden, sind wertvoller. Content-Links im Fließtext werden eher geklickt als Footer-Links – logisch, oder?

4. Ausgehende Links der Quellseite

Ein Link von einer Seite, die nur wenige externe Links hat, überträgt mehr „Link Juice“ als ein Link von einer Seite mit hunderten ausgehenden Links. Der Grund: Die Linkpower wird aufgeteilt!

5. DoFollow-Status

DoFollow-Links übertragen Autorität direkt. NoFollow-Links haben zwar seit 2019 auch einen gewissen Wert (als „Hint“), aber DoFollow bleibt der Goldstandard für SEO.

6. Echter Traffic

Ein Backlink, der tatsächlich Besucher bringt, ist ein Zeichen dafür, dass er relevant platziert ist. Google kann indirekt erkennen, wenn Nutzer einem Link folgen – das ist ein positives Signal!

PageRank und Link Juice Konzept einfach erklärt

6. PageRank und Link Juice – Gibt es das noch?

Du hast vielleicht schon von PageRank gehört – dem ursprünglichen Google-Algorithmus zur Bewertung von Backlinks. Aber existiert er noch?

Kurze Antwort: Ja, aber anders als früher!

Früher (bis 2016) konnte man den PageRank einer Seite in der Google Toolbar sehen – auf einer Skala von 0-10. Diese öffentliche Anzeige gibt es nicht mehr. Aber intern nutzt Google weiterhin eine Form von PageRank!

John Mueller von Google bestätigte: „Ja, wir verwenden PageRank intern weiterhin, neben vielen anderen Signalen.“ Der im Mai 2024 geleakte Google-API-Dokumenten-Leak enthüllte sogar mehrere PageRank-Varianten wie „RawPageRank“ und „PageRank_NS“ (Nearest Seed), der die Distanz zu vertrauenswürdigen Seed-Sites misst.

Was ist Link Juice?

Link Juice (auch Linkpower genannt) ist eine Metapher für die Autorität, die über Links weitergegeben wird. Stell dir vor, jede Website ist ein Baum: Der Stamm (Startseite) hat den meisten „Saft“, die Äste (Hauptseiten) erhalten Saft vom Stamm, und die Zweige (Unterseiten) bekommen Saft von den Ästen.

Der „Saft“ fließt durch Links und nährt alle verbundenen Seiten. Je stärker die verlinkende Seite und je weniger ausgehende Links sie hat, desto mehr Link Juice fließt zu dir!

Da der offizielle PageRank weg ist, haben SEO-Tools eigene Metriken entwickelt: Moz nutzt Domain Authority (DA), Ahrefs das Domain Rating (DR), Majestic Trust Flow und Citation Flow, und Semrush den Authority Score – alle auf einer Skala von 1-100.

Wichtig: Keine dieser Metriken ist der echte PageRank! Sie approximieren nur – aber sie geben dir einen guten Anhaltspunkt für die Stärke einer Domain.

Praktische Strategien zum Aufbau von Backlinks

7. Praktische Tipps zum Aufbau von Backlinks

Ein erfolgreicher Aufbau von Backlinks erfordert ein durchdachtes Vorgehen! Hier sind meine bewährten Strategien:

1. Erstelle großartigen Content

Klingt banal, ist aber wahr: Content ist King! Wenn dein Material ansprechend und einzigartig ist, erhöhen sich die Chancen auf natürliche Backlinks von anderen Webseiten enorm. Meiner Erfahrung nach: Wenn du wirklich großartige Artikel schreibst, kommen die Links zu deiner Seite fast von selbst!

2. Gastbeiträge schreiben

Du kannst natürlich auch Gastbeiträge auf anderen Blogs schreiben, was unglaublich effektiv sein kann. Suche nach Blogs in deiner Nische, die Gastautoren akzeptieren, und biete wertvolle Inhalte an.

3. Infografiken erstellen

Eine meiner persönlichen Lieblingsstrategien ist es, aussagekräftige Infografiken zu erstellen und diese an andere Blogger zu senden – natürlich höflich und ohne aufdringlich zu wirken. Infografiken werden gerne geteilt und verlinkt!

4. Branchenverzeichnisse nutzen

Für Unternehmen bieten sich für den Anfang Plattformen wie Gelbe Seiten und andere Branchenverzeichnisse an. Diese haben meist keine hohe Autorität, sind aber schon mal die ersten Links zur eigenen Website.

5. Social Media nicht vergessen

Schließlich gibt es noch die Social Media Accounts, die du nutzen kannst, um deine Website zu verlinken. Auch wenn die meisten Social-Media-Links NoFollow sind – sie generieren Traffic und können zu natürlichen Backlinks führen!

6. Digital PR betreiben

Entwickle hochwertige Stories, Studien oder Expertenmeinungen zu aktuellen Themen. Wenn Medien darüber berichten, erhältst du nicht nur Backlinks, sondern auch wertvolle Brand Mentions!

Geduld ist gefragt

Denke daran: Geduld ist beim Backlink-Marketing angesagt! Der kontinuierliche Einsatz und die pflegliche Betreuung deiner Links zahlen sich langfristig aus.

SEO Tools zur Analyse von Backlinks im Vergleich

8. Backlink-Analyse: Tools und Methoden

Die Backlink-Analyse ist ein unverzichtbarer Bestandteil effektiver Suchmaschinenoptimierung. Mit den richtigen Tools kannst du die Qualität und Relevanz der Links auf deiner Webseite überprüfen – und die Backlinks deiner Konkurrenz abchecken!

Kostenlose Methode: Google Search Console

In der Google Search Console findest du unter „Links“ → „Externe Links“ eine Übersicht deiner Backlinks. Du siehst Top-verweisende Websites, meist verlinkte Seiten und eine Ankertext-Übersicht. Wichtig zu wissen: Die GSC zeigt nicht alle Backlinks!

Professionelle Tools

Die besten Backlink-Tools
  • Ahrefs: Größter Backlink-Index mit über 43 Billionen Links. Zeigt DA, Ankertexte, Follow/NoFollow und mehr. Ab ca. 99$/Monat.
  • Semrush: Backlinks plus Toxicity Score für gefährliche Links. Ab ca. 139$/Monat.
  • Moz: Domain Authority + Spam Score. Ab ca. 99$/Monat.
  • Seobility: Backlink-Profil und Link Rating – mit kostenloser Version!
  • Majestic: Trust Flow und Citation Flow für Qualitätsbewertung.

Ein Backlink-Checker zeigt dir nicht nur, woher deine Links stammen, sondern auch, wie sie die Autorität deiner Domain beeinflussen. Es ist wichtig, darauf zu achten, die Autorität zu diversifizieren – das bedeutet, Links sowohl von guten als auch von weniger guten Seiten zu haben.

Wenn du beispielsweise nur Links von schlechteren Seiten hast, deutet das für Google darauf hin, dass auch deine Seite nicht besonders vertrauenswürdig ist. Diversifiziere also deine Links!

Toxische Backlinks erkennen und Google Penguin Update verstehen

9. Toxische Backlinks und das Google Penguin Update

Nicht alle Backlinks sind gut für dich! Manche können sogar schaden. Diese nennt man toxische oder schädliche Backlinks.

Was sind toxische Backlinks?

Toxische Backlinks stammen von Spam-Seiten und Linkfarmen, gehackten Websites, Seiten mit automatisch generiertem Content, Private Blog Networks (PBNs) und thematisch völlig irrelevanten Domains.

Warnzeichen für toxische Links sind unter anderem ein Spam Score über 5-7 (Moz-Skala), Trust Flow unter 15, keine SSL-Zertifikate, keine Indexierung bei Google und hunderte ausgehende Links pro Seite.

Das Google Penguin Update – Was du wissen musst

Das Penguin-Update vom 24. April 2012 markierte einen Wendepunkt. Es betraf anfangs 3,1% aller Suchanfragen und bestrafte Websites mit manipulativen Linkpraktiken rigoros. Viele Unternehmen verloren über Nacht ihre Rankings!

Penguin zielte auf Linkkauf und -verkauf für Ranking-Zwecke, Private Blog Networks (PBNs), exzessiven Linktausch, überoptimierte Ankertexte und Kommentar-Spam.

Die gute Nachricht

Seit Penguin 4.0 (September 2016) ist der Algorithmus Teil des Core-Systems und arbeitet in Echtzeit. Statt ganze Websites abzustrafen, werden schlechte Links heute meist einfach ignoriert statt bestraft. Das reduziert auch das Risiko von „Negative SEO“ durch Konkurrenten.

Wann solltest du handeln?

Laut einer Moz-Studie: Bei unter 10% toxischen Links ist das normal und kein Handlungsbedarf. Bei 10-25% toxischen Links solltest du beobachten und bei Ranking-Verlust aktiv werden. Bei über 25% toxischen Links ist dringend Handeln angesagt – das kann zu 60% weniger organischen Klicks führen!

Das Google Disavow Tool ermöglicht es dir, Links für ungültig zu erklären. Aber Vorsicht: Nutze es nur bei manuellen Maßnahmen in der Search Console oder bei massivem Spam. In den meisten Fällen erkennt Google schlechte Links selbst und ignoriert sie einfach.

Aktuelle Trends und Zukunft von Backlinks im SEO

10. Backlinks in der Zukunft: Aktuelle Trends und Entwicklungen

Die SEO-Welt verändert sich ständig. Was bedeutet das für Backlinks? Sind sie überhaupt noch wichtig?

Sind Backlinks noch ein Top-Rankingfaktor?

Ja, definitiv! Backlinks gehören weiterhin zu den wichtigsten Rankingfaktoren – zusammen mit Content und Page Experience bilden sie das Fundament guter Rankings.

Allerdings hat Google-Analyst Gary Illyes mehrfach betont: „Ich glaube, dass Links wichtig sind, aber ich denke, die Leute überschätzen ihre Bedeutung. Sie sind nicht mehr in den Top 3.“ Die Gewichtung ist von geschätzten 50% auf etwa 13% des Algorithmus gefallen.

Was das praktisch bedeutet: Wenige hochwertige Backlinks von themenrelevanten Seiten übertreffen hunderte minderwertige Links bei weitem!

E-E-A-T und Backlinks

E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness (Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit). Backlinks spielen hier eine zentrale Rolle – besonders für „Authoritativeness“!

Wenn angesehene Websites auf dich verlinken, ist das eines der wenigen algorithmisch messbaren E-E-A-T-Signale. Du kannst behaupten, Experte zu sein – aber erst wenn andere dich als Experte behandeln und verlinken, glaubt Google es!

Brand Mentions: Der neue Trend

Spannend: Neben klassischen Backlinks gewinnen Brand Mentions (Markenerwähnungen ohne Link) an Bedeutung!

Eine Ahrefs-Studie zu AI Overviews zeigt beeindruckende Ergebnisse: Web Brand Mentions haben eine Korrelation von 0,664, Branded Anchors 0,527, Domain Authority 0,312 und Backlink Volume 0,287.

Für die klassische Google-Suche bleiben Backlinks der stärkere Faktor. Aber für KI-gestützte Suche (AI Overviews, ChatGPT, Perplexity) scheinen Brand Mentions sogar wichtiger zu sein!

Die Formel für die Zukunft: Hochwertige Backlinks + Relevante Brand Mentions + Starke Marke = maximale Sichtbarkeit

Zusammenfassung und Fazit zum Thema Backlinks

11. Fazit: Backlinks richtig nutzen für den Erfolg deiner Website

Um das volle Potenzial deiner Website auszuschöpfen, ist der gezielte Einsatz von Backlinks unerlässlich. Diese Links sind wie Vertrauensbeweise, die von anderen Seiten auf deine Domain verweisen und signalisieren, dass dein Content wertvoll und relevant ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick
  • Qualität vor Quantität: Ein thematisch relevanter Link von einer vertrauenswürdigen Quelle wiegt hunderte irrelevante Links auf.
  • Natürlichkeit zählt: Ein gesundes Linkprofil enthält DoFollow und NoFollow, verschiedene Ankertexte und organisches Wachstum.
  • Position ist wichtig: Content-Links im Fließtext sind wertvoller als Footer-Links.
  • Themenrelevanz: Links aus deiner Branche wirken stärker als von fremden Themengebieten.
  • Markenstärke aufbauen: Brand Mentions werden immer wichtiger – besonders für KI-Sichtbarkeit.

Denke daran, dass nicht alle Backlinks gleichwertig sind; qualitativ hochwertige Links von angesehenen Seiten sind Gold wert für deine SEO-Strategie. Wenn du diese Aspekte berücksichtigst und clever mit deinem Marketing umgehst, stehen die Chancen gut, dass deine Website im Internet sichtbar wird!

Der Backlink bleibt auch in Zukunft die Währung des Webs – aber der Wechselkurs hat sich zugunsten von echter Autorität und gegen Manipulation verschoben.

 

Häufig gestellte Fragen zu Backlinks

Wie kann ich Backlinks setzen?

Backlinks sind ein entscheidender Bestandteil jeder erfolgreichen SEO-Strategie und helfen dabei, die Sichtbarkeit deiner Website in Suchmaschinen zu erhöhen. Hier sind die effektivsten Methoden:

Gastbeiträge: Schreibe Artikel für andere Blogs oder Websites in deiner Nische. In diesen Beiträgen kannst du einen Link zu deiner eigenen Seite einfügen. Achte darauf, dass der Inhalt hochwertig und relevant ist!

Verzeichniseinträge: Melde deine Website in hochwertigen Webverzeichnissen und Branchenbüchern an. Diese bieten oft die Möglichkeit, einen Link zu deiner Seite hinzuzufügen – ein guter Startpunkt für Anfänger.

Social Media: Teile deine Inhalte auf Plattformen wie Facebook, LinkedIn oder Pinterest. Auch wenn diese Links meist NoFollow sind, können sie dennoch Traffic bringen und zu natürlichen Backlinks führen.

Networking: Knüpfe Kontakte zu anderen Influencern oder Website-Betreibern. Eine gute Beziehung kann dazu führen, dass andere auf deine Seite verlinken.

Infografiken und visuelle Inhalte: Erstelle ansprechende Infografiken, die andere gerne teilen. Vergiss nicht, einen Link zu deiner Website hinzuzufügen!

Digital PR: Entwickle interessante Studien, Daten oder Expertenmeinungen. Wenn Medien darüber berichten, erhältst du wertvolle Backlinks.

Mit diesen Strategien kannst du effektiv Backlinks aufbauen und deine Online-Präsenz stärken!

Sind Backlinks noch wichtig?

Ja, Backlinks sind nach wie vor ein entscheidender Faktor im SEO! Sie gehören zusammen mit Content und Page Experience weiterhin zu den Top-Rankingfaktoren.

Allerdings hat sich einiges verändert: Google-Analyst Gary Illyes erklärte, dass Links nicht mehr in den Top 3 seien und die Bedeutung oft überschätzt wird. Die Gewichtung ist von geschätzten 50% auf etwa 13% des Algorithmus gefallen.

Was das praktisch bedeutet:

  • Qualität über Quantität: Wenige hochwertige Links von relevanten Seiten sind wertvoller als hunderte minderwertige Links.
  • Themenrelevanz entscheidend: Links sollten von Seiten kommen, die thematisch zu dir passen.
  • Natürlichkeit zählt: Ein ausgewogenes Linkprofil mit verschiedenen Ankertexten und DoFollow/NoFollow-Mix ist wichtig.

Außerdem sind Backlinks nicht die einzige Strategie. Eine gute Benutzererfahrung, qualitativ hochwertige Inhalte und technische SEO sind ebenfalls unerlässlich.

Insgesamt bleibt die Antwort klar: Backlinks sind nach wie vor wichtig, aber sie sollten Teil einer umfassenden SEO-Strategie sein!

Wie viel kostet ein Backlink?

Die Kosten für einen Backlink variieren stark und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Im Allgemeinen bewegen sich die Preise zwischen 50 und mehreren tausend Euro.

Faktoren, die den Preis beeinflussen:

Qualität der Website: Hochwertige, themenrelevante Seiten mit starker Domain Authority verlangen höhere Preise. Ein Link von Spiegel.de oder Zeit.de kostet naturgemäß mehr als von einem kleinen Blog.

Art des Backlinks: Native Artikel und Gastbeiträge sind teurer, da sie mehr Aufwand erfordern. Einfache Links in bestehenden Artikeln sind günstiger. Premium-Platzierungen (im Hauptcontent, above the fold) kosten mehr als Footer-Links.

Branche und Konkurrenz: In stark umkämpften Nischen kann ein Backlink teurer sein, da die Nachfrage höher ist.

Die Growwer-Studie zeigt, dass Unternehmen durchschnittlich 2.212 € pro Jahr in Linkbuilding investieren.

Wichtig: Vergiss nicht, dass kostenlose Backlinks durch organisches Networking, wertvolle Inhalte oder das Teilen von Infografiken erzielt werden können. Letztlich ist es wichtig, die Investition in Backlinks als Teil einer umfassenden SEO-Strategie zu betrachten!

Was ist der Unterschied zwischen einem Backlink und einem Hyperlink?

Ein Hyperlink ist der allgemeine Begriff für jeden klickbaren Link auf einer Webseite – egal ob er auf eine interne Seite, eine externe Seite oder ein Dokument führt. Jeder Link im Internet ist technisch gesehen ein Hyperlink.

Ein Backlink ist eine spezielle Form des Hyperlinks: Es ist ein eingehender Link von einer fremden Website zu deiner Seite. Der Begriff beschreibt also die Perspektive – aus Sicht deiner Website „kommt“ der Link von außen „zurück“ zu dir.

Merksatz: Jeder Backlink ist ein Hyperlink, aber nicht jeder Hyperlink ist ein Backlink. Nur diejenigen Links, die von anderen Websites auf deine Seite verweisen, sind Backlinks.

Für SEO sind speziell die Backlinks relevant, weil sie Google signalisieren, dass andere deine Inhalte für wertvoll halten!

Sind Backlinks aus Social Media wertvoll?

Links aus sozialen Netzwerken (Facebook, X/Twitter, Instagram, LinkedIn etc.) sind in der Regel mit rel=“nofollow“ gekennzeichnet und übertragen daher keine direkte Rankingkraft.

Der direkte SEO-Wert: Minimal.

Der indirekte Nutzen ist jedoch erheblich:

  • Traffic-Generierung: Social-Media-Links bringen echte Besucher auf deine Seite.
  • Content-Verbreitung: Wenn dein Content viral geht, können daraus natürliche Backlinks entstehen.
  • Brand Awareness: Mehr Sichtbarkeit führt zu mehr Markensuchen – ein positives SEO-Signal!
  • KI-Sichtbarkeit: Für AI-Systeme wie ChatGPT spielen Markenerwähnungen auf Social Media eine Rolle.

Social-Media-Backlinks schaden nicht, aber ihr unmittelbarer SEO-Effekt ist begrenzt. Nutze sie, um Inhalte zu verbreiten und Diskussionen anzustoßen – die daraus entstehenden organischen Backlinks sind dann der eigentliche SEO-Gewinn!

Kann man zu viele Backlinks haben?

In Bezug auf gute, natürliche Backlinks: Nein! Du kannst nicht „zu viele“ qualitativ hochwertige Empfehlungen haben. Je mehr seriöse Seiten auf dich verweisen, desto besser.

Bei unnatürlichem Linkaufbau: Ja, man kann es übertreiben!

Warnzeichen für problematische Link-Muster:

  • Zu schnelles Wachstum: Hunderte neue Links innerhalb weniger Tage wirken unnatürlich.
  • Zu viele toxische Links: Über 25% Spam-Links können zu 60% weniger Traffic führen.
  • Überoptimierte Ankertexte: Alle Links mit dem gleichen Keyword = Manipulation.
  • Einseitige Quellen: Nur DoFollow oder nur von wenigen Domains.

Die gute Nachricht: Seit Penguin 4.0 ignoriert Google schlechte Links meist einfach, statt abzustrafen. Trotzdem gilt: Ein natürlich wachsendes, diversifiziertes Linkprofil ist der sichere Weg zum Erfolg!

Wie erkenne ich einen Backlink?

Es gibt mehrere Methoden, um Backlinks zu identifizieren:

Visuell im Browser: Backlinks sind meist blau und unterstrichen. Beim Hovern wird der Zeiger zur Hand. Du kannst mit Rechtsklick → „Untersuchen“ den HTML-Code prüfen und das rel-Attribut sehen.

Google Search Console (kostenlos): Unter „Links“ → „Externe Links“ siehst du deine Backlinks, Top-verweisende Websites und Ankertexte. Achtung: Die GSC zeigt nicht alle Backlinks!

Professionelle SEO-Tools: Ahrefs bietet den größten Backlink-Index und zeigt alle Details. Semrush inkludiert einen Toxicity Score. Seobility hat eine kostenlose Basisversion. Ubersuggest bietet eine kostenlose Backlink-Übersicht.

Für Konkurrenz-Analyse: Gib die Domain deines Wettbewerbers in eines der Tools ein und sieh dir an, woher deren Backlinks kommen – oft findest du so auch Chancen für dich!

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Rafael Luge
Hey, ich bin Rafael – Intermedialer Designer (M.A.) und seit 2014 selbstständig mit meiner Agentur Kopf & Stift. Was als Webdesign-Bude startete, ist mittlerweile zu einer echten Leidenschaft für alles rund um WordPress, SEO und künstliche Intelligenz geworden. Über 250 Webprojekte später weiß ich: Die besten Learnings kommen aus der Praxis. Genau die teile ich hier im Blog – von WordPress-Tutorials über KI-Tools bis hin zu SEO-Tipps. Kein Marketing-Blabla, sondern Sachen, die ich selbst täglich nutze. Auf meinem YouTube-Kanal gibt's das Ganze auch als Video-Tutorials. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne!

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