Was ist ein Keyword? Definition, Arten & Suchintention einfach erklärt

Was ist ein Keyword? Welche Keywordarten gibt es? Welche Suchintentionen stecken hinter den einzelnen Keywordarten und was bedeutet eigentlich Long Tail Keyword? Grundlegende Fragen zu Keywords erkläre ich dir in diesem Artikel.

Ein Keyword ist ein Suchbegriff, den ein Internetnutzer in eine Suchmaschine eingibt, um Informationen zu einem bestimmten Thema zu erhalten oder irgendwas anderes im Internet zu finden. Klingt erstmal simpel, oder?

Dabei muss ein Keyword nicht immer ein einzelnes Wort sein. Es kann auch eine ganze Phrase oder sogar eine komplette Frage sein – wie zum Beispiel „was ist ein keyword“, das du vielleicht gerade selbst bei Google eingegeben hast.

Generell hat Google die Bedeutung eines Keywords in den letzten Jahren sehr stark aufgebohrt. Der Suchmaschine geht es nicht mehr nur um das Anzeigen von relevanten Texten zu eingegebenen Suchbegriffen, sondern auch darum, das Problem des Nutzers, der das Keyword eingegeben hat, zu erfassen. Google will den Nutzern helfen, ihre Anfrage optimal zu beantworten.

Dabei wird zunehmend auch die Semantik hinter dem Keyword an Bedeutung gewinnen. Schließlich geht es bei Keywords nicht um Begriffe, sondern um Probleme, die der Suchende zu lösen versucht. Ein großes Stichwort ist hier die semantische Suche bzw. die semantische Suchmaschine.

Was ist ein Keyword - Infografik zur Definition und Erklärung von Suchbegriffen

Warum sind Keywords so wichtig für SEO?

Du fragst dich vielleicht: Warum sollte ich mich überhaupt mit Keywords beschäftigen? Die Antwort ist ziemlich eindeutig: Keywords sind die Brücke zwischen dem, was Menschen suchen, und dem Content, den du anbietest.

Lass mich dir ein paar Zahlen geben, die das verdeutlichen: Laut Ahrefs kommen etwa 53% des gesamten Website-Traffics von organischer Suche. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte aller Besucher finden Websites über Suchmaschinen wie Google – und dafür brauchen sie Keywords!

Die harte Wahrheit über Rankings

Die ersten 5 organischen Suchergebnisse erhalten rund 70% aller Klicks. Wenn du also für die richtigen Keywords gut rankst, bekommst du den Löwenanteil des Traffics. Wenn nicht? Dann schaust du in die Röhre.

Der globale SEO-Markt wächst übrigens rasant – von etwa 90 Milliarden Dollar auf prognostizierte 195 Milliarden Dollar bis 2029, wie Precedence Research berichtet. Das zeigt, wie ernst Unternehmen das Thema nehmen.

Keyword vs. Suchbegriff vs. Suchanfrage – Was ist der Unterschied?

Diese drei Begriffe werden oft durcheinander geworfen. Ich erkläre dir den Unterschied ganz einfach:

Ein Suchbegriff oder eine Suchanfrage ist das, was der Nutzer tatsächlich bei Google eingibt. Das kann auch mal einen Tippfehler enthalten oder umgangssprachlich formuliert sein – zum Beispiel „beste schuhe günstig kaufen“.

Das Keyword hingegen ist der strategische Begriff, auf den du als Website-Betreiber optimierst. Es ist sozusagen die „aufgeräumte“ Version des Suchbegriffs. Du würdest also auf „Schuhe günstig kaufen“ optimieren, nicht auf jeden einzelnen Tippfehler.

Google selbst definiert es in der Google Ads-Hilfe so: Der Suchbegriff ist das, was der Nutzer eingibt – das Keyword ist das, worauf der Werbetreibende bzw. SEO-Experte seine Inhalte ausrichtet.

Eine nette Analogie

Keywords sind wie das Schild über einem Geschäft (vom Betreiber gewählt), Suchbegriffe sind die Fragen, die Passanten stellen („Wo gibt es hier einen Bäcker?“).

Keyword vs Suchbegriff - Unterschiede und Definitionen im SEO

Arten von Keywords

Die Keyword Arten können wir in zwei Kategorien einordnen. Die erste Kategorie beschreibt die Suchintention der Suchanfragen. Das bedeutet also, welche Art von Informationen oder Interaktion will der Suchende erhalten. Die zweite Kategorie bezieht sich eher auf die Länge des eingegebenen Suchbegriffes.

Google selbst reagiert hier schon auf die erste Kategorie der Keywordarten, indem die Darstellung der Suchergebnisse angepasst bzw. gefiltert wird. Sucht ein Nutzer bspw. nach „Schuhherstellung“, ist das für Google ein Hinweis darauf, dass es sich um ein informationales Keyword handelt. Die Reaktion der Suchmaschine ist die Auslieferung von Einträgen von Wikipedia. Zudem verzichtet Google auch auf die Einblendung von Werbung. Diese Suchergebnisseite bleibt in diesem Fall werbefrei.

Sucht ein Internetnutzer z.B. nach dem Begriff „blaue Schuhe kaufen„, wird Google ihm Ergebnisse aus Google Shopping präsentieren, da hier eine Kaufintention deutlich wird.

Keywordarten nach Suchintention

Die Suchintention (auch Search Intent genannt) beschreibt, was ein Nutzer wirklich will, wenn er etwas bei Google eingibt. Laut Backlinko fallen etwa 99% aller Suchanfragen in eine der vier Hauptkategorien. Das macht die Sache übersichtlich!

Navigationale Keywords

Diese Keyword Art macht circa 10% aller Suchanfragen im Internet aus. Zu den beliebtesten Google Suchanfragen der letzten Jahre gehören bei dieser Kategorie z.B. Facebook, YouTube und Google. Anhand dieser Beispiele wird schon deutlich, welche Art der Suchintention hier bezeichnet wird. Der User gibt mittlerweile keine Internetadressen mehr in seinen Browser ein, sondern direkt die Marke oder auch die Website ohne Domain, um sich so über Google zu seiner Markenfirma oder Organisation navigieren zu lassen.

Die Entwicklung dieser Keywordart hat zwei Gründe: zum Einen merkt man sich mittlerweile keine Domain Namen mehr und zum Anderen wird die Google Autovervollständigung genutzt, falls man den Namen nicht genau weiß bzw. nicht den gesamten Domain Namen eingeben will. Bei dieser Suchanfrage ist in den meisten Fällen nur ein Ergebnis aus der resultierenden Suchergebnisseite das Korrekte.

Informationales Keyword

Ein Beispiel für die Suchintention könnte z.B. lauten „Schuhe Größentabelle“ oder auch „Handy Testberichte“. Hier möchte sich der Suchende informieren, ist also auf der Suche nach Informationen zu einem bestimmten Sachverhalt oder auch Produkt.

Die Suchanfragen sind an dieser Stelle meist sehr allgemein und thematisch breit gefächert. Informationen aller Suchanfragen beginnen meistens mit einer W-Frage: Was ist…? Wie funktioniert…? Warum passiert…? Wo finde ich…?

Informationale Keywords haben einen Suchanteil von circa 80% – sie machen also den Löwenanteil aller Suchanfragen aus! Typische Inhalte, die hier ranken, sind Blog-Artikel, Tutorials, Ratgeber und Lexikon-Einträge wie dieser hier.

Transaktionales Keyword

Wie der Begriff schon sagt, handelt es sich bei diesen Keywords um Suchanfragen, bei denen der Nutzer eine transaktionale Aktion ausführen möchte. Das kann sowohl eine Reservierung, das Herunterladen von Software sowie eine Onlinebestellung sein.

Transaktionale Keywords haben ein Suchvolumen von circa 10% und damit den gleichen Anteil an Suchanfragen im Internet wie navigationale Keywords. Ein Beispiel für ein transaktionales Keyword wäre „Schuhe kaufen“. Zusätzlich dazu fallen auch noch die Suchanfragen nach Produkten im Speziellen nach exakten Produktnamen unter diese Kategorie.

Google liefert hier den höchsten Anteil an Werbung auf der Suchergebnisseite aus, da der Suchende bereit ist, Geld auszugeben und so die Gewerbetreibenden auf eine hohe Konversion hoffen können. Das sind die sogenannten „Money Keywords“ – die Begriffe, bei denen wirklich Umsatz generiert wird.

Commercial Investigation Keywords

Diese Kategorie wird oft vergessen, ist aber mega wichtig! Hier befindet sich der Nutzer in der Vergleichs- und Recherchephase vor einem Kauf. Er hat grundsätzlich Kaufinteresse, will aber erst noch vergleichen.

Typische Erkennungsmerkmale sind Wörter wie „beste“, „Test“, „Vergleich“, „vs“ oder „Erfahrungen“. Beispiele wären „Beste SEO Tools“, „iPhone vs Samsung Galaxy“ oder „Laufschuhe Test“.

Für diese Suchintention eignen sich Vergleichsartikel, Best-of-Listen und ausführliche Produktrezensionen besonders gut.

Die folgende Infografik zeigt, wie Nutzer die drei Suchphasen durchlaufen – von der informationalen Recherche über den Vergleich bis hin zur Kaufentscheidung:

Die 3 Suchphasen die Besucher zu Kunden machen - Infografik

Suchintention bei Keywords - Übersicht der vier Hauptkategorien

Keywordarten nach Keywordlänge

Short Tail Keywords

Als Short Tail Keywords werden Suchbegriffe bezeichnet, die sehr allgemeiner Natur sind – meistens bestehen sie nur aus ein bis zwei Wörtern. Das Suchvolumen von Short Tail Keywords ist meistens hoch.

Allerdings können die suchenden User die unterschiedlichsten Ambitionen haben, deshalb macht eine Optimierung auf Short Tail Keywords meist keinen Sinn. Du weißt einfach nicht genau, ob deine Besucher Kaufabsichten haben, Testberichte wünschen oder einfach nur einen Vergleich suchen, wenn sie das Keyword „Auto“ oder „Nike“ eingeben.

Short Tail Keywords sind hart umkämpft

Da Short Tail Keywords meist hart umkämpfte Suchbegriffe sind, in denen die Konkurrenz relativ hoch ist, dauert es länger, um gut zu ranken. Manchmal macht es zudem auch keinen Sinn für Short Tail Keywords zu ranken.

Ein Beispiel wäre hier ein Schlüsseldienst: Für dieses Unternehmen macht es keinen Sinn allein für das Keyword „Schlüsseldienst“ zu ranken, da mit der Website auf regionale Suchanfragen abgezielt werden sollte. Deshalb sollte man für dieses Projekt auf das Keyword „Schlüsseldienst in XY“ optimieren.

Long Tail Keywords

Long Tail Keywords haben wesentlich weniger Suchvolumen als Short Tail Keywords. Allerdings bieten Long Tail Keywords bessere Einblicke in die Intention des Suchenden.

Hier wird’s interessant: Laut einer Backlinko-Studie mit über 306 Millionen analysierten Keywords machen Long Tail Keywords etwa 91,8% aller Suchanfragen aus! Das ist ein riesiger Kuchen, den viele unterschätzen.

Der Begriff „Long Tail“ kommt übrigens von Chris Anderson, der ihn 2004 im Wired Magazine prägte. Er beschreibt den „langen Schwanz“ in der Search Demand Curve – viele kleine Suchanfragen, die zusammen mehr ausmachen als die wenigen großen.

Jedoch haben spezifische Long Tail Keywords derart wenig individuelles Suchvolumen, dass man versuchen muss möglichst viele Begriffe in seinem Content zu verwenden, um eine hohe Diversität an Sprache aufzubringen. Mit solchen Inhalten kann es gelingen, für viele Long Tail Keywords zu ranken und dadurch ein gutes Maß an qualitativen Traffic zu generieren.

Long Tail Keywords konvertieren besser

Die Conversion-Rate spricht für sich: Long Tail Keywords konvertieren laut AIOSEO etwa 2,5-mal höher als Short Tail Keywords. Das macht Sinn – wer „rote Nike Laufschuhe Damen Größe 39 kaufen“ eingibt, weiß genau, was er will!

Da das Suchvolumen von Long Tail Keywords nicht besonders hoch ist, hat man es hier auch meist mit nur wenig Konkurrenz zu tun. Sie sind oft spezifisch und durch die klaren Anforderungen kann der Inhalt der Website besser auf die Zielgruppe angepasst werden.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man generell eher auf Long Tail Keywords optimieren sollte, weil hier ein klares Kauf- bzw. Abschlussinteresse besteht und der Traffic besonders wertvoll ist, da dem Suchenden eine viel spezifischere Lösung angeboten werden kann.

Long Tail Keywords vs Short Tail Keywords - Vergleich und Unterschiede

Branded vs. Non-Branded Keywords

Eine weitere wichtige Unterscheidung, die du kennen solltest:

Branded Keywords enthalten einen Markennamen – zum Beispiel „Nike Laufschuhe“, „Amazon Prime Kosten“ oder „kopfundstift SEO“. Diese Keywords haben typischerweise eine höhere Click-Through-Rate (bis zu 40-60% in bezahlten Anzeigen!) und konvertieren 2-3 mal besser. Logisch: Der Nutzer kennt die Marke bereits und hat Vertrauen.

Non-Branded Keywords sind generische Begriffe ohne Markenbezug – also „Laufschuhe kaufen“ oder „SEO Agentur“. Hier findet das eigentliche Wachstum statt! Etwa 80-90% des organischen Traffics kommt von Non-Branded Keywords. Das sind die Nutzer, die dich noch nicht kennen – aber kennenlernen könnten.

Der Mythos der LSI Keywords

Vielleicht hast du schon mal von „LSI Keywords“ gehört. LSI steht für Latent Semantic Indexing – eine Technik aus den 1980er Jahren zur Textanalyse. In der SEO-Szene geistert der Begriff seit Jahren herum.

LSI Keywords sind ein Mythos!

Google’s John Mueller hat das auf Twitter mehrfach klargestellt: „There’s no such thing as LSI keywords – anyone who’s telling you otherwise is mistaken, sorry.“ (John Mueller, Twitter 2019)

Was SEOs eigentlich meinen, wenn sie „LSI Keywords“ sagen, sind semantisch verwandte Begriffe. Und ja, die sind wichtig! Aber nicht wegen irgendeiner mysteriösen LSI-Technologie, sondern weil Google moderne KI-Modelle wie BERT und MUM nutzt, um den Kontext von Texten zu verstehen.

Die Praxis: Schreibe natürlich und decke dein Thema umfassend ab. Wenn du über „Schuhe“ schreibst, werden Begriffe wie „Sohle“, „Schnürsenkel“, „Leder“ und „Größe“ ganz natürlich vorkommen. Das ist alles, was du brauchst.

Keywords richtig platzieren

Okay, du hast dein Keyword gefunden. Aber wo sollst du es jetzt einbauen? Hier die wichtigsten Stellen:

Die wichtigsten Keyword-Platzierungen
  • Title Tag: Dein Keyword gehört in den Seitentitel – am besten ganz vorne. Der Title ist eines der stärksten On-Page-Signale und gleichzeitig das, was Nutzer in den Suchergebnissen sehen.
  • H1-Überschrift: Die Hauptüberschrift deiner Seite sollte das Keyword enthalten. Das signalisiert sowohl dem Leser als auch Google: Hier geht’s um dieses Thema!
  • Erster Absatz: Bring dein Keyword in den ersten 100 Wörtern unter. Das zeigt sofort, worum es geht.
  • URL: Eine sprechende URL wie „domain.de/was-ist-ein-keyword“ ist ideal. John Mueller von Google bezeichnet URLs allerdings als „very very lightweight factor“ – also nicht überbewerten.
  • Meta Description: Kein direkter Rankingfaktor, aber Keywords werden hier fett hervorgehoben. Das kann die Klickrate erhöhen!
  • Alt-Tags bei Bildern: Wichtig für die Bildersuche und Barrierefreiheit.

Keyword-Dichte: Ist das noch relevant?

Kurze Antwort: Nein, nicht wirklich.

Die Keyword-Dichte (wie oft dein Keyword prozentual im Text vorkommt) war früher ein Ding. Heute nicht mehr. John Mueller hat es mehrfach bestätigt: „Keyword density is not a ranking factor. Never has been.“

Eine GotchSEO-Studie mit über 1.500 Suchergebnissen zeigte: Seiten mit niedrigerer Keyword-Dichte rankten tendenziell sogar besser! Die Top-10-Ergebnisse hatten durchschnittlich nur etwa 0,04% Keyword-Dichte.

Was stattdessen zählt

Schreib für Menschen, nicht für eine mathematische Formel. Dein Keyword sollte natürlich vorkommen, aber nicht zwanghaft reingeprügelt werden. Google versteht den Kontext längst auch ohne ständige Wiederholung.

Keyword-Kannibalisierung vermeiden

Ein häufiger Fehler, besonders bei wachsenden Websites: Du schreibst mehrere Artikel zum gleichen Thema, und plötzlich konkurrieren deine eigenen Seiten gegeneinander. Das nennt sich Keyword-Kannibalisierung.

Das Problem: Google weiß nicht, welche Seite ranken soll. Das Ergebnis? Oft rankt keine der Seiten richtig gut – sie „fressen“ sich gegenseitig die Rankings.

Eine Backlinko Case Study zeigte: Nach dem Zusammenführen kannibalisierender Artikel stieg der Traffic um 466%!

Wie vermeidest du das? Leg für jede wichtige Seite ein einzigartiges Fokus-Keyword fest. Ein Keyword-Mapping hilft dir dabei, den Überblick zu behalten.

Aktuelle Entwicklungen: BERT, MUM und die Zukunft der Suche

Die Suche hat sich massiv weiterentwickelt. Google versteht heute nicht mehr nur einzelne Wörter, sondern komplette Zusammenhänge.

BERT (seit 2019) war ein Meilenstein: Das KI-Modell versteht den Kontext im gesamten Satz. Kleine Wörter wie „für“, „nach“ oder „von“ bekommen plötzlich Bedeutung. Die Suche „Reisender von Brasilien nach USA braucht Visum“ wird korrekt interpretiert – BERT versteht, dass es um ein USA-Visum geht, nicht um ein brasilianisches.

MUM (seit 2021) geht noch weiter: Es ist laut Google 1.000-mal leistungsfähiger als BERT. MUM kann Text, Bilder und Videos gleichzeitig verarbeiten und versteht über 75 Sprachen. Es kann komplexe, mehrteilige Fragen beantworten, für die früher mehrere Suchen nötig waren.

Was bedeutet das für dich?

Keywords sind weiterhin wichtig – aber als Startpunkt, nicht als Selbstzweck. Google bewertet heute, wie gut dein Content ein Thema ganzheitlich abdeckt und die Nutzerintention erfüllt.

Voice Search verändert Keywords

Mit Alexa, Siri und Google Assistant verändert sich auch die Art, wie Menschen suchen. Sprachsuchen sind typischerweise länger und natürlicher formuliert.

Ein paar Zahlen dazu: Laut DemandSage nutzen bereits über 20% der Internetnutzer weltweit Voice Search. Rund 82% der Voice Searches nutzen Long Tail Keywords, und etwa 50% haben lokalen Bezug („in meiner Nähe“).

Die durchschnittliche Voice-Search-Antwort hat übrigens nur 29 Wörter. Das zeigt: Google will kurze, prägnante Antworten liefern. FAQ-Sektionen und direkte Antworten auf W-Fragen werden dadurch noch wichtiger.

AI Overviews: Die neue Realität

Seit 2024 zeigt Google verstärkt KI-generierte Zusammenfassungen oberhalb der normalen Suchergebnisse. Das hat Auswirkungen auf den Traffic!

Laut seoClarity erscheinen AI Overviews mittlerweile bei etwa 30% der Desktop-Suchen in den USA. Besonders betroffen: informationelle Queries (84% der AI Overviews). Die Konsequenz: Manche Websites verlieren bis zu 24% ihres organischen Traffics.

Keine Panik bei AI Overviews

Google selbst sagt, dass Links in AI Overviews mehr Klicks erhalten als traditionelle Listings. Die Strategie: E-E-A-T stärken (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness), direkte Antworten in den ersten 100 Wörtern liefern und auf Long-Tail Keywords setzen.

FAQ: Häufige Fragen zu Keywords

Was ist ein Fokus-Keyword?

Das Fokus-Keyword (oder Haupt-Keyword) ist der zentrale Begriff, auf den du eine einzelne Seite optimierst. SEO-Plugins wie Yoast verwenden diesen Begriff, um dir zu helfen, deinen Content auf einen Suchbegriff auszurichten. Wichtig: Jede Seite sollte ein einzigartiges Fokus-Keyword haben!

Was ist der Unterschied zwischen Keyword und Tag?

Keywords zielen auf Suchmaschinen-Traffic ab – sie helfen dir, bei Google gefunden zu werden. Tags sind interne Schlagwörter zur Organisation deiner Inhalte (z.B. in WordPress). Sie helfen Besuchern, verwandte Artikel zu finden, haben aber keinen direkten SEO-Effekt. Das alte Meta-Keywords-Tag übrigens? Wird von Google seit 2009 komplett ignoriert.

Was sind negative Keywords?

Negative Keywords kommen aus Google Ads: Das sind Begriffe, bei denen deine Anzeige nicht erscheinen soll. Beispiel: Ein Luxusuhrenhändler setzt „gebraucht“ als negatives Keyword, damit seine Anzeige nicht bei „Rolex gebraucht kaufen“ erscheint. Für SEO gibt es dieses Konzept nicht direkt.

Wie lang sollte ein Keyword sein?

Es gibt keine perfekte Länge! Short Tail (1-2 Wörter) haben hohes Volumen, aber auch hohe Konkurrenz. Long Tail (3+ Wörter) konvertieren besser und sind leichter zu ranken. Für neue Websites empfehle ich definitiv Long Tail Keywords – da hast du eine realistische Chance!

Kann eine Seite für mehrere Keywords ranken?

Ja, absolut! Eine Ahrefs-Studie zeigte: Seiten, die auf Platz 1 ranken, ranken durchschnittlich für etwa 1.000 weitere Keywords in den Top 10. Das passiert ganz natürlich, wenn du ein Thema umfassend behandelst. Fokussiere dich auf ein Hauptkeyword, aber lass verwandte Begriffe organisch einfließen.

Fazit

Du hast sicherlich bereits gemerkt, dass Keywords (und die dazugehörigen Suchvolumen) genauer untersucht werden müssen, damit der damit verbundene Traffic bewertet werden kann.

Die wichtigste Erkenntnis: Keywords sind nicht tot – sie haben sich weiterentwickelt. Es geht nicht mehr darum, einen Begriff möglichst oft zu wiederholen. Stattdessen geht es darum, die Suchintention zu verstehen und Inhalte zu erstellen, die echten Mehrwert bieten.

Die Key Takeaways
  • 70-92% aller Suchanfragen sind Long Tail Keywords: Unterschätze sie nicht!
  • Suchintention entscheidet: Informational, navigational, transactional oder commercial bestimmt, welchen Content du erstellen solltest
  • Keyword-Dichte ist kein Rankingfaktor: Schreib natürlich!
  • LSI Keywords sind ein Mythos: Aber semantisch verwandte Begriffe sind wichtig
  • Multiple Rankings möglich: Eine Seite kann für Hunderte von Keywords ranken, wenn sie das Thema umfassend behandelt
  • Voice Search und AI Overviews: Diese verändern die Spielregeln – bleib am Ball!

Deshalb gilt schon bei der Auswahl von Keywords: Wähle mit Bedacht! Setze auf qualitativen Traffic statt auf reine Masse. Verstehe, was deine Zielgruppe wirklich sucht – und liefere genau das. Eine gründliche Keyword Recherche ist dabei der erste Schritt zum Erfolg. Wenn du deine Google Rankings verbessern möchtest, solltest du auch einen Blick auf die besten SEO Tools werfen, die dir bei der Keyword-Analyse helfen.

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Bild von Rafael Luge
Rafael Luge
Hey, ich bin Rafael – Intermedialer Designer (M.A.) und seit 2014 selbstständig mit meiner Agentur Kopf & Stift. Was als Webdesign-Bude startete, ist mittlerweile zu einer echten Leidenschaft für alles rund um WordPress, SEO und künstliche Intelligenz geworden. Über 250 Webprojekte später weiß ich: Die besten Learnings kommen aus der Praxis. Genau die teile ich hier im Blog – von WordPress-Tutorials über KI-Tools bis hin zu SEO-Tipps. Kein Marketing-Blabla, sondern Sachen, die ich selbst täglich nutze. Auf meinem YouTube-Kanal gibt's das Ganze auch als Video-Tutorials. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne!

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