Online-Kurs-Plattformen im Vergleich: Die besten Anbieter für deinen Kurs

Du willst deinen Onlinekurs verkaufen, aber welche Plattform ist die richtige? Die Auswahl an Onlinekurs-Plattformen ist riesig – und die falsche Entscheidung kann dich Nerven, Zeit und Geld kosten. In diesem Online-Kurs-Plattformen im Vergleich zeige ich dir die besten Anbieter für den deutschen Markt und erkläre, worauf du bei der Wahl wirklich achten musst.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Deutsche Anbieter wie Ablefy, Coachy oder Memberspot lösen DSGVO- und Steuerprobleme automatisch
  • All-in-One-Lösung vs. spezialisiert: Entscheide, ob du alles aus einer Hand willst oder einzelne Tools kombinierst
  • Reseller-Modell (Digistore24, CopeCart) nimmt dir die komplette Zahlungsabwicklung und Steuer ab
  • Community-Plattformen wie Skool boomen – der Kurs ist nur noch der Bonus
  • Self-Hosted WordPress lohnt sich für die meisten Creator nicht mehr

Kursplattformen Vergleich - die besten Anbieter

Online-Kurs-Plattformen: Die vier Typen im Überblick

Bevor wir in die einzelnen Anbieter einsteigen, musst du verstehen, dass es grundsätzlich vier verschiedene Ansätze bei Online-Kurs Plattformen gibt. Jeder hat seine Vor- und Nachteile – aber nicht jeder passt zu dir und deinem Online Business.

All-in-One-Plattformen

Plattformen wie Kajabi, Kartra oder Systeme.io bieten dir als All-in-One-Plattform alles aus einer Hand: Kurshosting, Website, E-Mail-Marketing, Sales Funnels und Mitgliederbereiche. Der Vorteil dieser All-in-One-Lösung: Du brauchst nur ein einziges Tool und alles ist perfekt integriert. Der Nachteil: Sie sind oft teurer und meistens auf Englisch. Für den DACH-Markt und dein Online-Business nicht immer ideal.

Community-Hybrid-Plattformen

Skool, Mighty Networks oder Circle setzen den Fokus auf soziale Interaktion und Gamification. Der Kursinhalt ist quasi der Bonus – der echte Wert liegt in der Community. Ideal für Coaching, Masterminds und alle Angebote, die von Gruppendynamik leben. Das ist aktuell einer der stärksten Trends im Markt.

Course-First-Plattformen (LMS)

Thinkific, Teachable oder LearnWorlds fokussieren sich auf die didaktische Tiefe: komplexe Quizze, Zertifikate, SCORM-Kompatibilität und White-Labeling. Perfekt für akademische Angebote, Zertifizierungen und B2B-Training. Wenn du Compliance-Schulungen oder offizielle Weiterbildungen mit Online-Kursen anbietest, bist du bei dieser Lernplattform richtig.

Marktplätze

Udemy oder Skillshare bringen dir Reichweite, aber du gibst die Kontrolle über Preise und Kundendaten ab. Gut als Einstieg oder Lead-Magnet, aber kein langfristiges Business-Modell, um deine Onlinekurse zu verkaufen. Ich rate davon ab, wenn du ein echtes Kurs-Business aufbauen willst.

Deutsche Online-Kurs-Plattformen im Detail

Wenn du primär im deutschsprachigen Raum Kurse verkaufen willst, würde ich dir ernsthaft empfehlen, dir die Plattformen für Onlinekurse aus dem DACH-Raum anzuschauen. Warum? Drei Worte: DSGVO, Steuern, Sprache.

Deutsche Anbieter mit Sitz in Deutschland hosten DSGVO-konform in der EU, bieten intuitive deutsche Oberflächen und kümmern sich oft um die nervige Steuerabwicklung. Das spart dir Nerven ohne Ende. Hier die wichtigsten im Detail:

Ablefy Kursplattform Screenshot

Ablefy (ehemals elopage)

Die Komplettlösung aus Berlin – ab 49 €/Monat

Ablefy ist die umfassendste deutschsprachige Plattform auf dem Markt. Das Erstellen von Online-Kursen, Zahlungsabwicklung, Rechnungsstellung, Steuer-Automatisierung, Kurs Landing Page und Affiliate-System – alles ist in dieser Kursplattform integriert.

Besonders stark: Im Reseller-Modell übernimmt Ablefy die komplette MwSt.-Abwicklung für dich. Du musst dich nicht um EU-weite Umsatzsteuer, OSS-Verfahren oder Rechnungsstellung kümmern. Das ist Gold wert, wenn du einfach nur digitale Produkte verkaufen willst, ohne Steuerberater-Marathons.

  • Transaktionsgebühren von 3,9–7,5 % – bei hohen Umsätzen teuer
  • Oberfläche wirkt teilweise überladen
  • Kein kostenloser Tarif zum Testen

  • Komplette Steuer-Automatisierung im Reseller-Modell
  • Integriertes Affiliate-System
  • Landingpage-Builder inklusive
  • E-Mail-Marketing-Funktionen
  • Deutscher Support und DSGVO-konform

Zu Ablefy

Coachy Kursplattform Screenshot

Coachy

Der Einsteigerfreundliche – ab 35 €/Monat

Coachy ist die intuitivste der deutschen Anbieter – die beste Plattform für Einsteiger. Die Oberfläche ist übersichtlich, das Video-Hosting ist inklusive, und es gibt sogar einen Impressum- und Datenschutz-Generator. Perfekt, wenn du deinen ersten Online Kurs erstellen willst.

  • Externer Zahlungsanbieter nötig (Digistore24, CopeCart)
  • Begrenzte Design-Anpassungen
  • Keine eigene Community-Funktion

  • Sehr intuitive Bedienung
  • Video-Hosting inklusive (kein Vimeo nötig)
  • Impressum-Generator
  • Keine eigenen Transaktionsgebühren
  • Günstigster Einstieg ab 35 €/Monat

Zu Coachy

Memberspot Kursplattform Screenshot

Memberspot

Der Videoschutz-Spezialist – ab 39 €/Monat

Memberspot ist die passende Onlinekurs-Plattform für alle, die Wert auf Videoschutz legen. DRM-Schutz, Fingerprint-Protection – hier wird dein Content nicht so einfach geklaut. Außerdem bieten sie Quizze, Zertifikate und ab dem Scale-Tarif sogar ein KI-Studio, um schnell Kurse zu erstellen. Ein nettes Extra: Die kostenlose Migration von externen Plattformen. Wenn du also schon irgendwo bist und wechseln willst, nehmen sie dir die Arbeit ab.

  • Externer Zahlungsanbieter nötig (Digistore24, CopeCart)
  • KI-Studio erst ab teurem Scale-Tarif
  • Kein eigener Landingpage-Builder

  • Starker DRM-Videoschutz
  • Fingerprint-Protection gegen illegales Teilen
  • Quizze und Zertifikate für Kursteilnehmer
  • Kostenlose Migration von vielen Plattformen
  • Community-Funktion als Mitgliederbereich

Zu Memberspot

Spreadmind Kursplattform Screenshot

Spreadmind

Der Beratungs-Fokussierte – ab 39 €/Monat

Spreadmind ist interessant, weil sie neben der deutschen Plattform auch strategische Beratung anbieten, um deinen eigenen Online Kurs zu vermarkten. E-Mail-Marketing ist integriert, und du bekommst Support beim Aufbau deines Kurs-Business. Nicht nur ein Tool, sondern ein Partner.

  • Kleinere Community als bei den großen Anbietern
  • Weniger Integrationen mit Drittanbieter-Tools
  • Preisstruktur weniger transparent

  • E-Mail-Marketing inklusive
  • Strategische Beratung beim Kurs-Aufbau
  • Eigene Zahlungsabwicklung
  • Deutscher Anbieter und Support

Zu Spreadmind

Online-Kurs-Plattformen Vergleichstabelle

Plattform Ab-Preis/Monat Transaktionsgebühren Eigene Zahlung Besonderheit
Ablefy 49 € 3,9–7,5 % Ja (Reseller) All-in-One-Lösung + Steuer-Automatisierung
Coachy 35 € 0 % Nein Intuitiv + Video-Hosting
Memberspot 39 € 0 % Nein DRM-Videoschutz + KI-Studio
Spreadmind 39 € integriert Ja E-Mail-Marketing + Beratung

Internationale Online-Kurs-Plattformen

Wenn du international Online-Kurse zu verkaufen planst oder alle Marketing-Features unter einem Dach brauchst, sind die Kurs-Plattformen aus Übersee natürlich auch eine Option. Aber Achtung: DSGVO-Konfiguration liegt bei dir!

Kajabi Kursplattform Screenshot

Kajabi

Der Premium-Goldstandard – ab 89 $/Monat

Kajabi ist quasi der Goldstandard im Premium-Segment. Alles drin: Kurs, Website erstellen, E-Mail, Funnels, Podcasts, Community. Du kannst die Plattform auch über Zapier mit deinen bestehenden Tools verbinden. Neue KI-Tools erstellen dir automatisch Sales-Copy und komplette Kursstrukturen. Mit Kajabi kannst du 30 Tage lang kostenlos testen, ob die Online Kurs Plattform zu dir passt.

  • US-basiert – DSGVO-Konfiguration selbst sicherstellen
  • Komplett auf Englisch
  • Teuerster Anbieter im Vergleich
  • Für den reinen DACH-Markt oft Overkill

  • Absolut alles in einem Tool
  • Keine Transaktionsgebühren
  • KI-gestützte Content-Erstellung
  • Professionelle Templates
  • Podcast-Hosting inklusive

Zu Kajabi

Skool Community-Plattform Screenshot

Skool

Der Community-Game-Changer – 99 $/Monat

Skool hat sich als Community-Plattform einen Namen gemacht. Die Verschmelzung von Kursinhalten, Community-Foren und Terminkalendern in einer gamifizierten Oberfläche ist genial. Die Strategie: Community zuerst, Kurs als Bonus. Das integrierte Leaderboard-System belohnt Kursteilnehmer für Engagement – das hält die Aktivität hoch, auch ohne dein ständiges Zutun. Für Coaching-Programme und Masterminds aktuell eine der besten Online-Kurs-Plattformen.

  • Komplett auf Englisch
  • Nur ein Preismodell (99 $/Monat) – kein günstiger Einstieg
  • Kursfunktionen weniger tiefgehend als bei LMS-Plattformen

  • Gamification mit Leaderboard-System
  • Community + Kurs in einem
  • Einfache, intuitive Oberfläche
  • Keine Transaktionsgebühren
  • Eingebauter Kalender

Zu Skool

Thinkific Lernplattform Screenshot

Thinkific – die Lernplattform für Profis

Der LMS-Spezialist – ab 49 $/Monat

Thinkific ist eine der etabliertesten Online-Kurs-Plattformen weltweit. Die kanadische Plattform punktet mit einem extrem flexiblen Kurs-Builder und starken didaktischen Features. Wenn du komplexe Kursstrukturen mit verschiedenen Lernpfaden, Drip-Content und fortgeschrittenen Quizzen brauchst, um Online-Kurse zu erstellen, ist Thinkific eine solide Wahl.

Besonders interessant für Creator, die ihre Kurse unter eigener Marke anbieten wollen: Das White-Labeling ist auch in günstigeren Tarifen verfügbar. Du kannst deine eigene Domain verbinden und die Plattform komplett nach deinem Branding gestalten.

  • Auf Englisch – kein deutscher Support
  • DSGVO-Konfiguration liegt bei dir
  • Zahlungsabwicklung für EU-Steuern selbst regeln

  • Flexibler Drag-and-Drop Kurs-Builder
  • Unbegrenzte Kurse und Schüler (ab Pro)
  • Starke Quiz- und Assessment-Tools
  • Zertifikate automatisch erstellen
  • Gute API für Entwickler

Zu Thinkific

Teachable Kursplattform Screenshot

Teachable – Online-Kurs erstellen leicht gemacht

Der Allrounder – ab 59 $/Monat

Teachable ist als Anbieter von Online-Kurs-Plattformen einer der bekanntesten weltweit und macht es dir leicht, einen Online-Kurs verkaufen und erstellen zu können. Die Plattform bietet einen guten Mix aus Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang. Besonders das native Checkout-System mit Upsells und Order Bumps ist stark.

Was Teachable von anderen unterscheidet: Du kannst relativ einfach ein Coaching-Angebot mit 1:1-Calls integrieren. Das macht die Plattform interessant für alle, die nicht nur Selbstlernkurse, sondern auch persönliche Betreuung anbieten möchten.

  • Auf Englisch – kein deutscher Support
  • Transaktionsgebühren im Basic-Tarif (5 %)
  • DSGVO-Konfiguration selbst sicherstellen

  • Intuitiver Kurs-Editor
  • Native Upsells und Order Bumps
  • Coaching-Integration möglich
  • Gutes Affiliate-System
  • Mobile App für Kursteilnehmer

Zu Teachable

Udemy – der große Marktplatz

Reichweite statt Kontrolle – Revenue Share

Udemy ist keine klassische Kursplattform, sondern ein Marktplatz mit über 70 Millionen Nutzern. Udemy bietet dir die Möglichkeit, dort kostenfrei deinen Onlinekurs erstellen und hochladen zu können. Die Plattform übernimmt das komplette Hosting und Marketing. Klingt erstmal gut – aber es gibt einen großen Haken.

Bei Verkäufen über Udemys Marketing behältst du nur 37 % des Verkaufspreises. Bei eigenen Verkäufen (z.B. über deinen Newsletter) sind es 97 %. Und Udemy hat aggressive Sales mit Rabatten von 90 % und mehr. Dein 200-€-Kurs wird dort für 12,99 € verkauft – das zerstört deine Preiswahrnehmung.

  • Nur 37 % Umsatz bei Udemy-Marketing-Verkäufen
  • Aggressive Rabattaktionen zerstören Preiswahrnehmung
  • Keine Kontrolle über Kundendaten
  • Kein eigenes Branding möglich

  • Über 70 Millionen potenzielle Nutzer
  • Kostenlos Kurse erstellen und hochladen
  • Gut als Lead-Magnet oder Einstieg

Mein Rat: Nutze Udemy maximal als Einstieg oder Ergänzung, aber bau parallel dein eigenes Kurs-Business auf einer eigenen Online-Kurs-Plattform auf, wo du die Kontrolle behältst.

Zahlungsanbieter: Digistore24 vs. CopeCart vs. Stripe

Ein Thema, das viele Anfänger unterschätzen: die Zahlungsabwicklung. Und im DACH-Raum gibt es da einen entscheidenden Unterschied, wenn du Online-Kurse erstellen und verkaufen willst.

Payment Gateway vs. Reseller

Bei einem reinen Payment Gateway wie Stripe oder PayPal bist du rechtlich der Verkäufer. Das heißt: Du musst dich um die korrekte Umsatzsteuer in jedem Land des Käufers kümmern (OSS-Verfahren), Rechnungen erstellen und die Haftung für Rückabwicklungen übernehmen.

Bei einem Merchant of Record (Reseller) wie Digistore24 oder CopeCart kauft der Reseller dein Produkt quasi von dir und verkauft es pro verkauftem Kurs an den Endkunden weiter. Der Reseller übernimmt die komplette steuerliche Abwicklung, Rechnungsstellung und das Rückgabemanagement. Du bekommst einfach deine Gutschrift ausgezahlt – die beste Möglichkeit für Einsteiger.

Gebührenvergleich

Anbieter Gebühren Typ Besonderheit
Digistore24 7,9 % + 1 € Reseller Größter deutschsprachiger Affiliate-Marktplatz
CopeCart 4,9 % + 1 € Reseller Günstiger, intuitiveres Interface
Stripe 1,5 % + 0,25 € Payment Gateway Am günstigsten, aber Steuer selbst

Meine Empfehlung:

Für den Anfang nimm einen Reseller wie CopeCart oder Digistore24. Die etwas höhere Provision ist den eingesparten Verwaltungsaufwand allemal wert. Wenn dein Online Business wächst und du einen Steuerberater hast, kannst du immer noch auf Stripe wechseln.

Self-Hosted WordPress: Lohnt sich das noch?

Ich sage es mal direkt: Für die meisten Creator ist eine eigene Online-Kurs-Plattform mit WordPress-Setup, LMS-Plugin wie DigiMember, Mitgliederbereich-Plugin, Gamification-Plugin und Zahlungs-Plugin wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Theoretisch bietet WordPress maximale Freiheit und Kontrolle, um eine skalierbare Website zu erstellen. Praktisch stehen der Wartungsaufwand und die technische Umsetzung in keinem Verhältnis zur Ersparnis:

  • Plugin-Inkompatibilitäten
  • Ständige Sicherheitsupdates
  • Performance-Optimierung
  • DSGVO-Konfiguration für jedes Plugin einzeln
  • Kein Support aus einer Hand

Die Opportunitätskosten der Technik-Frickelei sind fast immer höher als die monatliche Gebühr einer SaaS-Lösung. Spar dir den Stress und steck die Zeit lieber in dein Marketing oder bessere Kursinhalte.

Mitgliederbereich vs. Kursplattform: Was brauchst du?

Eine wichtige Unterscheidung, die viele übersehen: Ein Mitgliederbereich ist nicht dasselbe wie eine Kursplattform – auch wenn beide oft zusammen genannt werden.

Wann reicht ein Mitgliederbereich?

Ein reiner Mitgliederbereich ist ideal, wenn du:

  • Exklusive Inhalte für zahlende Mitglieder bereitstellen willst
  • Eine Community mit Premium-Content aufbauen möchtest
  • Regelmäßig neue Inhalte hinzufügst (Content-Bibliothek)
  • Kein strukturiertes Lernprogramm mit Fortschritt anbietest

Wann brauchst du eine echte Kursplattform?

Die passende Plattform als dedizierte Online-Kurs-Plattform macht Sinn, wenn du:

  • Strukturierte Lernpfade mit klarem Start und Ende anbietest
  • Fortschritts-Tracking für Teilnehmer brauchst
  • Quizze, Prüfungen oder Zertifikate ausstellen willst
  • Drip-Content (zeitgesteuerte Freischaltung) nutzen möchtest

Die gute Nachricht: Die meisten modernen Plattformen können beides. Memberspot zum Beispiel bietet sowohl klassische Kursstrukturen als auch flexible Mitgliederbereiche. Skool kombiniert Community mit Kursmodulen.

Coaching vs. Online-Kurs: Die richtige Plattform wählen

Noch eine wichtige Frage: Bietest du reines Selbstlernen an oder kombinierst du deinen Kurs mit persönlichem Coaching?

Reine Selbstlernkurse

Wenn dein Kurs komplett ohne Live-Interaktion funktioniert, reicht eine klassische Lernplattform wie Thinkific, Teachable oder die deutschen Anbieter völlig aus. Der Fokus liegt auf guten Kursstrukturen, Video-Qualität und unterstützenden Materialien.

Kurs + Coaching kombiniert

Immer mehr Creator bieten hybride Modelle an: Ein Videokurs als Basis, ergänzt durch wöchentliche Live-Calls, 1:1-Sessions oder Community-Support. Dafür brauchst du:

  • Kalender-Integration: Für Buchungen von Calls (Calendly, TidyCal)
  • Video-Calls: Zoom, Google Meet oder native Lösungen
  • Community: Für Austausch zwischen den Calls

Plattformen wie Skool oder Kajabi haben das alles integriert. Bei anderen kombinierst du die Kursplattform mit externen Coaching-Tools.

So wählst du die richtige Plattform

Bei so vielen Kursplattformen fällt die Wahl schwer. Hier mein Entscheidungsbaum für dich:

Wähle eine deutschsprachige Plattform, wenn:

  • Deine Zielgruppe primär im DACH-Raum ist
  • Du keinen Stress mit DSGVO willst
  • Du die Zahlungsabwicklung abgeben möchtest
  • Dir deutscher Support wichtig ist

Wähle Ablefy, wenn:

  • Du eine All-in-One-Lösung willst
  • Du keine Lust auf Steuer-Chaos hast
  • Du bereit bist, höhere Transaktionsgebühren zu zahlen

Wähle Coachy oder Memberspot, wenn:

  • Du günstig deinen ersten Kurs anbieten möchtest
  • Du bereits Digistore24 oder CopeCart nutzt
  • Dir Videoschutz wichtig ist (→ Memberspot)

Wähle Skool, wenn:

  • Community der Kern deines Angebots ist
  • Du ein Coaching-Programm oder Mastermind anbietest
  • Du mit einer englischen Oberfläche klarkommst

Wähle Kajabi, wenn:

  • Du international Online-Kurse verkaufen willst
  • Du ein größeres Budget hast
  • Du wirklich ALLES in einem Tool willst

Fazit

Die „beste“ unter den besten Online-Kurs-Plattformen gibt es nicht – nur den passenden Anbieter für deine Situation. Für den DACH-Markt sind deutsche Anbieter wie Ablefy, Coachy oder Memberspot meistens die schlauere Wahl. Du sparst dir DSGVO-Sorgen, Steuer-Chaos und bekommst deutschen Support.

Mein Rat: Starte schnell und einfach mit einer Kursplattform, die zu deinem Paket und Budget passt. Du kannst später immer noch wechseln. Die meisten Anbieter bieten kostenlose Testphasen – nutz sie, um ein Gefühl für die Oberfläche zu bekommen.

Und das Wichtigste: Verzettel dich nicht in der Plattform-Recherche. Erstelle Online-Kurse auf der Plattform, mit der du tatsächlich startest – das ist die richtige Wahl.

Häufig gestellte Fragen

Welche Kursplattform ist die beste für Anfänger?

Für absolute Einsteiger im DACH-Raum empfehle ich Coachy (ab 35 €/Monat). Die Oberfläche ist intuitiv und übersichtlich, Video-Hosting ist inklusive, und es gibt sogar einen Impressum-Generator. In Kombination mit CopeCart oder Digistore24 für die Zahlungsabwicklung hast du ein solides Setup für deinen ersten Kurs.

Brauche ich Digistore24 oder kann ich direkt über Stripe verkaufen?

Du kannst beides. Stripe ist günstiger (1,5 % + 0,25 € vs. 7,9 % + 1 € bei Digistore24), aber du trägst die gesamte Steuer- und Rechnungslogik selbst. Als Anfänger empfehle ich einen Reseller wie CopeCart oder Digistore24 – der eingesparte Verwaltungsaufwand ist die höhere Provision wert.

Was ist der Unterschied zwischen Ablefy und elopage?

Ablefy IST elopage – nur umbenannt. Das Berliner Unternehmen hat 2023 ein Rebranding durchgeführt. Die Plattform und alle Features sind identisch geblieben.

Lohnt sich Skool für den deutschsprachigen Markt?

Ja, wenn Community der Kern deines Angebots ist. Skool eignet sich hervorragend für Coaching-Programme, Masterminds und Membership-Modelle mit Mitgliederbereich. Die Oberfläche ist auf Englisch, aber die meisten deutschen Creator und ihre Kursteilnehmer kommen damit klar. Für einen eigenständigen Kurs ohne Community-Fokus gibt es bessere Optionen.

Kann ich meine Kurse später auf eine andere Plattform umziehen?

Ja, aber es ist Aufwand. Deine Videos und PDFs kannst du exportieren und neu hochladen. Kundendaten und Kaufhistorie sind komplizierter. Memberspot bietet eine kostenlose Migration von vielen Plattformen an. Generell gilt: Je früher du wechselst, desto einfacher.

Was ist besser: Thinkific oder Teachable?

Beide sind solide internationale Online-Kurs-Plattformen. Thinkific hat den flexibleren Kurs-Builder und bessere White-Label-Optionen. Teachable punktet mit nativem Checkout und Coaching-Integration. Für den deutschsprachigen Markt würde ich aber eher zu einem deutschen Anbieter greifen – weniger DSGVO-Stress.

Wie viel kostet es, einen Online-Kurs zu erstellen?

Die Plattformkosten liegen zwischen 35 € (Coachy) und 150 € pro Monat. Dazu kommen eventuell Transaktionsgebühren (3-8 % je nach Anbieter). Für die Produktion brauchst du Mikrofon, Kamera und eventuell Schnittsoftware – aber mit einem Smartphone und kostenlosen Tools wie DaVinci Resolve kannst du starten. Insgesamt: 50-200 € monatlich für die Tools, plus einmalige Investition in Equipment.

Welche Plattform eignet sich am besten für Coaching-Angebote?

Für reine Coaching-Programme ohne Videokurs ist Skool derzeit sehr beliebt – die Community-Funktionen und Gamification halten Teilnehmer aktiv. Wenn du Coaching mit Kursinhalten kombinieren willst, sind Kajabi oder Teachable gute Optionen. Für den DACH-Markt bietet sich auch Spreadmind an, die neben der Plattform auch strategische Beratung liefern.

Kann ich auf mehreren Plattformen gleichzeitig verkaufen?

Technisch ja, aber ich rate davon ab. Du fragmentierst deine Kundendaten, musst Support an mehreren Stellen leisten und verlierst den Überblick. Besser: Fokussiere dich auf eine Hauptplattform und nutze Udemy höchstens als zusätzlichen Kanal für Reichweite.

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Bild von Rafael Luge
Rafael Luge
Hey, ich bin Rafael – Intermedialer Designer (M.A.) und seit 2014 selbstständig mit meiner Agentur Kopf & Stift. Was als Webdesign-Bude startete, ist mittlerweile zu einer echten Leidenschaft für alles rund um WordPress, SEO und künstliche Intelligenz geworden. Über 250 Webprojekte später weiß ich: Die besten Learnings kommen aus der Praxis. Genau die teile ich hier im Blog – von WordPress-Tutorials über KI-Tools bis hin zu SEO-Tipps. Kein Marketing-Blabla, sondern Sachen, die ich selbst täglich nutze. Auf meinem YouTube-Kanal gibt's das Ganze auch als Video-Tutorials. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne!

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