Was ist eine Landing Page?

Wer sich etwas mehr mit dem Thema Internet, Webdesign und Online Marketing beschäftigt, stößt schnell auf den Begriff Landing Page. Aber was ist das genau? Klar, der Begriff Landing Page verrät schon, dass es sich um eine „Lande-Seite“ handelt – aber was genau bedeutet das für dich und dein Business? Über den Sinn und Zweck dieser Seite und warum sie im digitalen Marketing so unverzichtbar geworden ist, geht es in diesem Artikel.

Was ist eine Landing Page - Definition und Erklärung für Einsteiger

Was ist eine Landing Page? Die Definition

Der Begriff Landing Page (auf Deutsch Zielseite oder Landeseite) bezeichnet eine Webseite, die speziell für ein einziges Ziel optimiert ist. Die „Lande-Seite“ stammt aus dem Online Marketing und dient dazu, den Benutzer durch eine extrem fokussierte Webseite zu einer vorher definierten Handlung zu führen. Dies führt zur Generierung neuer Leads oder direkt zu Verkäufen.

Anders als normale Webseiten verfolgt eine Landing Page kompromisslos ein einziges Conversion-Ziel. Wenn du auf einen Link in einer Werbeanzeige, einer E-Mail oder einem Social-Media-Post klickst und dann auf einer Seite „landest“ – das ist die Landing Page. Sie ist der Ort, an dem aus einem interessierten Besucher ein potenzieller Kunde wird.

Typische Anwendungsbereiche einer Landing Page
  • Produktverkauf: Verkauf eines bestimmten Produkts oder einer Dienstleistung
  • Lead-Generierung: Sammeln von Benutzerdaten für weitere Marketingmaßnahmen
  • Rabattaktionen: Bewerbung von Sonderangeboten und zeitlich begrenzten Deals
  • Event-Registrierung: Anmeldungen für Webinare oder Events
  • Newsletter-Aufbau: E-Mail-Adressen zum Aufbau einer Liste sammeln
  • Content-Downloads: Bereitstellen von E-Books oder Downloads gegen Kontaktdaten

Der entscheidende Punkt: Eine Landing Page bietet dem Besucher genau eine Entscheidung – Ja oder Nein. Kein Stöbern, kein Erkunden, keine Ablenkung. Und genau das macht sie so kraftvoll.

Landing Page Conversion-Ziel und fokussierte Benutzerführung

Warum heißt es „Landing Page“?

Die Bezeichnung ist eigentlich ziemlich selbsterklärend, wenn du drüber nachdenkst. Der Nutzer „landet“ auf dieser Seite, nachdem er irgendwo geklickt hat. Das Konzept der Landing Page als Marketing-Instrument entstand laut Wikipedia Ende 2003 bei Microsoft, als die IT-Abteilung nach Wegen suchte, die schwachen Online-Verkäufe von Microsoft Office zu verbessern.

Im deutschsprachigen Raum wirst du sowohl „Landing Page“ (getrennt geschrieben) als auch „Landingpage“ (zusammengeschrieben) finden – beide Varianten sind völlig in Ordnung. Manchmal liest du auch Begriffe wie Zielseite, Landeseite oder Marketingpage. Gemeint ist aber immer dasselbe: Eine fokussierte Seite mit einem klaren Conversion-Ziel.

Landing Page vs Homepage - Der wichtige Unterschied im Online Marketing

Landing Page vs. Homepage – Der fundamentale Unterschied

Hier liegt ein entscheidendes Missverständnis, das ich immer wieder beobachte: Viele verwechseln Landing Pages mit ihrer normalen Website oder Homepage. Das sind aber völlig unterschiedliche Dinge!

Die Homepage ist wie der Eingangsbereich eines Ladens. Sie bietet einen Überblick über dein gesamtes Angebot, hat eine vollständige Navigation und lädt den Besucher ein, sich umzuschauen. Verschiedene Besuchergruppen – potenzielle Kunden, Bewerber, Partner, Journalisten – finden hier ihren Einstieg und können frei navigieren.

Die Landing Page hingegen funktioniert nach dem Tunnel-Prinzip. Sie eliminiert bewusst alle Wahlmöglichkeiten und führt den Besucher gezielt zu einer einzigen Aktion. Es gibt keine Navigation, die ablenken könnte. Keine Links zu anderen Bereichen. Nur ein klares Angebot und ein prominenter Call-to-Action Button.

Das sagen die Zahlen

Eine Studie von HubSpot zeigte, dass das Entfernen der Navigation auf Landing Pages die Conversion-Rate um 16% bis 28% steigern kann. Bei AmeriFirst wurde sogar ein Anstieg von 30-40% gemessen!

Landing Page Aufbau mit allen wichtigen Elementen wie Hero Section, CTA und Formular

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Kriterium Homepage Landing Page
Zweck Überblick und Orientierung Eine spezifische Conversion
Navigation Vollständiges Menü Minimal oder keine Navigation
Zielgruppe Alle Besucher Ein spezifisches Segment
Call-to-Action Mehrere verschiedene Ein einziger, prominenter CTA
Traffic-Quelle Organische Suche, Direktzugriffe Bezahlte Werbung, E-Mail-Kampagnen
Lebensdauer Dauerhaft Oft kampagnenspezifisch und temporär

Landing Page vs normale Unterseite - Strukturelle Unterschiede erklärt

Landing Page vs. normale Unterseite

Auch hier gibt es wichtige Unterschiede, die du kennen solltest. Eine normale Unterseite deiner Website – etwa eine „Über uns“-Seite, eine Produktkategorie oder ein Blogbeitrag – ist vollständig in die Website-Struktur integriert. Sie ist über das Hauptmenü erreichbar, enthält die komplette Navigation und Links zu anderen relevanten Bereichen.

Eine Landing Page steht dagegen oft isoliert. Sie muss nicht über die Website-Navigation erreichbar sein und existiert manchmal sogar auf einer separaten Subdomain. Diese Isolation ist gewollt! Sie erlaubt radikale Design-Entscheidungen, die auf einer normalen Unterseite fehl am Platz wären – etwa das komplette Entfernen aller Navigationselemente.

Der Fokus macht den entscheidenden Unterschied: Eine Unterseite informiert umfassend und bietet dem Nutzer Orientierung innerhalb der Website-Struktur. Eine Landing Page reduziert die Optionen des Nutzers auf eine einzige gewünschte Aktion. Diese Reduktion führt nachweislich zu höheren Conversion-Raten.

Wichtigste Merkmale einer erfolgreichen Landing Page

Die wichtigsten Merkmale einer Landing Page

Was macht eine Landing Page eigentlich aus? Es gibt einige charakteristische Elemente, die sie von anderen Webseiten unterscheiden.

Ein einziges, klares Conversion-Ziel

Das ist das Herzstück jeder Landing Page. Während deine normale Website dutzende verschiedene Ziele verfolgen kann, konzentriert sich die Landing Page auf exakt eine Aktion. Das kann eine Newsletter-Anmeldung sein, ein Download, eine Registrierung oder ein Kauf – aber niemals alles gleichzeitig.

Diese Fokussierung basiert auf psychologischen Erkenntnissen. Das Phänomen der „Entscheidungslähmung“ beschreibt, wie Menschen bei zu vielen Optionen überfordert sind und im Zweifelsfall gar keine Entscheidung treffen. Eine Landing Page eliminiert dieses Problem radikal.

Minimale oder keine Navigation

Aus Suchmaschinenoptimierungssicht ist jede Unterseite eine Landing Page. Allerdings hat die optimierte Marketing-Variante einige Besonderheiten: Sie enthält in der Regel keine Navigation, da diese den Besucher nur ablenken würde. Jeder Link ist ein potenzieller Ausstiegspunkt!

Auf der Landing Page gibt es nur ein Response-Element, das sich meist wiederholt und dem Benutzer keine Wahl bei der Interaktion mit der Webseite lässt. Dieses Response-Element könnte ein Button zu einem Produkt oder Download sein, ein Formular zur Newsletter-Anmeldung, eine Telefonnummer für den direkten Kontakt oder ein Buchungskalender für eine kostenlose Beratung.

Der Call-to-Action als Brennpunkt

Zusätzlich enthält die Landing Page einen ausgeprägten Call-to-Action Button, der den Besucher der Website motivieren soll, die ausgewählte Aktion durchzuführen. Dadurch soll die Conversion optimiert werden. Der CTA ist das wichtigste Element auf der Seite und sollte sich visuell maximal vom Rest abheben.

Starke CTAs formulieren den Nutzen

Generische Texte wie „Absenden“ oder „Klick hier“ sind eher schwach. Besser funktionieren Formulierungen wie „Jetzt kostenloses E-Book sichern“, „30 Tage gratis testen“ oder „Webinar-Platz reservieren“.

Erwartungskonformität (Message Match)

Ein kritisches, oft unterschätztes Merkmal: Die Landing Page muss das Versprechen einlösen, das der Besucher vorher gesehen hat. Wenn jemand auf eine Anzeige für „WordPress-Hosting für Anfänger“ klickt, erwartet sein Gehirn, diese Worte sofort wiederzufinden – nicht ein generisches Hosting-Angebot.

Dieser „Message Match“ betrifft sowohl den Text als auch die visuelle Gestaltung. Die Headline der Landing Page sollte die Keywords und Botschaft der Anzeige aufgreifen. Das Farbschema sollte zur Werbeanzeige passen. Wenn diese Kohärenz fehlt, sinkt die Conversion-Rate drastisch.

Die kritischen ersten Sekunden

Eine Landing Page hat ein extrem kleines Zeitfenster. Forschungsergebnisse zeigen, dass Nutzer innerhalb der ersten 5-10 Sekunden entscheiden, ob sie bleiben oder gehen. In dieser kurzen Zeitspanne muss die Seite drei Fragen beantworten: „Bin ich hier richtig?“, „Was wird mir geboten?“ und „Was muss ich tun?“.

Eine Landing Page enthält daher so wenige Elemente wie möglich, jedoch so viele Elemente wie nötig. Jedes Element, das nicht direkt zur Conversion beiträgt, ist potenziell schädlich.

Landing Page Eigenheiten und psychologische Grundlagen

Landing Page Eigenheiten

Meist treten Landing Pages abgekoppelt von der eigentlichen Website des Unternehmens auf. Dabei können diese auf eine eigene Domain ausgelagert oder aber als Unterseite einer Website betrieben werden. Letzteres hat den Vorteil, dass die Landing Page von der Domain-Authority profitiert und höchstwahrscheinlich besser ranken wird, sofern die Seite relevant zum Inhalt der Hauptwebsite ist.

Landing Pages werden unter psychologischen Regeln des Online Marketings konzipiert. Dabei sind das Konzept und die angebotenen Informationen ausschlaggebend. Demzufolge wird auf unnötige Navigationselemente und Links zu anderen, nicht relevanten Seiten verzichtet.

Bilder sind zwar wichtig, sollten aber auch hier die Conversion des Besuchers unterstützen und sollten im Zweifel lieber weggelassen werden. Viele Online Marketers setzen auch auf die emotionale Bindung des Besuchers an das Produkt oder die Dienstleistung. So setzt sich der Besucher intensiver mit dem Angebot auseinander.

Verschiedene Arten von Landing Pages für unterschiedliche Ziele

Arten von Landing Pages

Je nach Zweck gibt es verschiedene Typen von Landing Pages. Jeder Typ erfüllt eine spezifische Funktion im Marketing-Funnel und ist auf eine bestimmte Phase der Customer Journey ausgerichtet.

Lead Generation Landing Page (Lead-Capture-Seite)

Dieser Typ ist das Arbeitspferd des B2B-Marketings und auch im B2C-Bereich extrem verbreitet. Das Ziel ist es, Kontaktdaten von Besuchern zu sammeln – meist Name und E-Mail-Adresse, manchmal auch Telefonnummer oder Firmenname.
Der Tauschhandel funktioniert so: Du bietest etwas Wertvolles an – ein E-Book, ein Whitepaper, einen Rabattcode, Zugang zu einem Webinar – und der Besucher „bezahlt“ dafür mit seinen Kontaktdaten. Diese Leads können dann über E-Mail-Marketing weiter qualifiziert und letztendlich in zahlende Kunden konvertiert werden.

Squeeze Page (Opt-in-Seite)

Die Squeeze Page ist die radikalste und minimalistischste Form der Lead-Generierung. Der Name kommt vom englischen „to squeeze“ (herauspressen) – die Seite ist darauf ausgelegt, die E-Mail-Adresse des Besuchers förmlich herauszupressen.
Eine typische Squeeze Page besteht nur aus einer provokanten Headline, 2-3 Bulletpoints, einem E-Mail-Feld und einem Button. Sonst nichts! Diese extreme Reduktion funktioniert besonders gut am Anfang des Funnels, wenn die Hürde minimal sein muss.

Click-Through Landing Page

Diese Variante enthält kein Formular, sondern „wärmt“ den Besucher auf und leitet ihn dann weiter – etwa zu einer Checkout-Seite oder einer detaillierten Produktseite. Sie fungiert als Brücke zwischen einer einfachen Werbeanzeige und einem komplexen Kaufprozess.
Click-Through-Seiten werden häufig im E-Commerce eingesetzt. Statt den Nutzer direkt aus der Werbeanzeige in einen „nackten“ Warenkorb zu werfen, liefert die Click-Through-Page erst die Argumente und die emotionale Aufladung, die für den Kaufentschluss notwendig sind.

Sales Page (Verkaufsseite)

Die Sales Page zielt direkt auf den Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung. Sie ist oft deutlich länger und detaillierter als andere Typen, weil sie mehr Überzeugungsarbeit leisten muss – schließlich geht es um Geld!
Typische Elemente einer Sales Page sind ausführliche Produktbeschreibungen, die Vorteile klar herausstellen, Kundenbewertungen und Testimonials als Social Proof, transparente Preisangaben, Garantien zur Risikominimierung, und natürlich ein deutlich hervorgehobener „Jetzt kaufen“-Button.

Coming Soon Page (Demnächst-Seite)

Diese Landing Page wird vor dem offiziellen Launch eines Produkts oder einer Dienstleistung eingesetzt. Ihr Ziel ist es, Vorfreude aufzubauen, frühes Interesse zu erfassen und eine E-Mail-Liste von Interessenten zu erstellen.
Typische Elemente sind eine aufmerksamkeitsstarke Überschrift, ein Teaser-Video oder ansprechende Grafiken, ein Countdown-Timer zur Steigerung der Dringlichkeit, und ein Anmeldeformular für „Benachrichtigt werden“ oder „Frühzugang sichern“.

Thank You Page (Dankesseite)

Die Thank You Page erscheint nach erfolgreicher Conversion. Viele unterschätzen sie, dabei bietet sie strategisches Potenzial! Über die reine Bestätigung hinaus kann sie für sekundäre Conversions genutzt werden – etwa Upselling, Social Sharing oder die Anmeldung zu weiteren Angeboten.
Außerdem ist die Thank You Page technisch wertvoll: Durch die Verbindung mit einem Tracking-Ziel in Google Analytics kann genau gemessen werden, wie viele Personen die Landing Page besucht und die gewünschte Aktion abgeschlossen haben.

Event und Webinar Landing Pages

Diese spezialisierten Landing Pages dienen der Bewerbung und Registrierung von Veranstaltungen. Sie enthalten essentielle Informationen wie Datum, Uhrzeit, Veranstaltungsort, Agenda, Sprecher-Vorstellung und natürlich ein Registrierungsformular.
Interessante Statistik: Durchschnittlich nehmen nur 40-50% der Registranten tatsächlich am Webinar teil. Deshalb ist es wichtig, wirklich interessierte Teilnehmer anzuziehen, die eher erscheinen werden.

Wann braucht man eine Landing Page - Einsatzbereiche und Anwendungsfälle

Wann und warum braucht man eine Landing Page?

Eine Landing Page ist sinnvoll, wenn du Besucher in einer Entscheidungsphase der Customer Journey gezielt zu einer Handlung bewegen möchtest – ohne sie durch unnötige Inhalte abzulenken.

Das Konzept der Landing Page sollte vor der Umsetzung festgelegt werden und trägt maßgeblich zum Erfolg bei. Dabei können folgende Fragen auf der Lande-Seite beantwortet werden: Welches Problem löst das Angebot? Für welche Zielgruppe ist das Angebot gedacht? Wie sieht die Lösung des Anbieters aus? Welche Vorteile habe ich beim Lösen des Problems? Und was ist der USP des Angebots im Vergleich zu Konkurrenten?

Bezahlte Werbekampagnen – Der Hauptanwendungsfall

Der klassische und wichtigste Einsatzbereich für Landing Pages sind bezahlte Werbekampagnen. Wenn du in Google Ads, Facebook Ads oder andere bezahlte Anzeigen investierst, sollte jede Kampagne auf eine speziell dafür konzipierte Landing Page führen.

Die Logik ist ökonomisch zwingend: Bezahlte Werbung kostet Geld pro Klick. Wenn dieser bezahlte Besucher dann auf einer generischen Homepage landet, wo er abgelenkt wird und nicht sofort findet, was die Anzeige versprochen hat, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Conversion drastisch. Das Werbebudget verpufft.

Google Ads Qualitätsfaktor beachten

Bei Google Ads hat die Landing Page Qualität direkten Einfluss auf den Qualitätsfaktor. Ein höherer Score führt zu niedrigeren Klickpreisen und besseren Anzeigenpositionen. Eine gute Landing Page spart dir also direkt Werbebudget!

E-Mail-Marketing-Kampagnen

Ähnlich wie bei Ads lohnt es sich, für Newsletter und E-Mail-Aktionen eigene Landing Pages aufzusetzen. Wenn du per E-Mail ein bestimmtes Angebot kommunizierst, sollte der Link zu einer fokussierten Landing Page führen – nicht zu deiner Homepage.

Laut einer Studie von Benchmark Email erstellen 48% der Marketer für jede E-Mail-Marketing-Kampagne neue Landing Pages. Unternehmen mit 10-12 Landing Pages verzeichnen einen Anstieg der Leads um 55% im Vergleich zu Unternehmen mit weniger Landing Pages.

Produktlaunches und neue Angebote

Bei der Einführung neuer Produkte oder Dienstleistungen sind Landing Pages das zentrale Kommunikationsinstrument. Sie ermöglichen es, das neue Angebot fokussiert zu präsentieren und frühes Interesse zu generieren, ohne die bestehende Website-Struktur zu beeinträchtigen.

Ein cleverer Ansatz: Mit einer einfachen Coming Soon Landing Page kannst du neue Geschäftsideen testen, bevor du größere Investitionen tätigst. Melden sich genügend Menschen an? Zeigen sie Interesse? Diese datengetriebene Herangehensweise reduziert das Risiko bei Produkteinführungen erheblich.

Zielgruppensegmentierung

Ein entscheidender Vorteil von Landing Pages ist die Möglichkeit zur granularen Zielgruppensegmentierung. Unterschiedliche Kundensegmente haben unterschiedliche Bedürfnisse, Schmerzpunkte und Kaufmotive. Eine generische Seite kann nicht alle diese Facetten gleichermaßen ansprechen.

Landing Pages ermöglichen hyperpersonalisierte Ansprache. Ein B2B-Softwareanbieter könnte separate Landing Pages für kleine Unternehmen, mittelständische Betriebe und Großkonzerne betreiben – jeweils mit unterschiedlichen Botschaften und Case Studies, die für ihr Segment relevant sind.

Typische Einsatzszenarien für Landing Pages im Online Marketing

Typische Einsatzszenarien im Überblick

Landing Pages kommen in vielen verschiedenen Kontexten zum Einsatz:

  • Google Ads und Suchmaschinenwerbung: Als Zielseite nach Klicks auf bezahlte Anzeigen, die exakt auf die Suchintention abgestimmt ist
  • Social Media Ads: Für Facebook, Instagram, LinkedIn oder TikTok Werbung, oft mit visuell ansprechenderem Design
  • E-Mail-Kampagnen: Für Links in Newslettern, die zu Anmeldungen, Downloads oder Käufen leiten
  • Produktlaunches: Bei der Einführung neuer Produkte, um Registrierungen oder Vorbestellungen anzuregen
  • Lead-Generierung: Zum Sammeln von E-Mail-Adressen im Austausch gegen wertvolle Inhalte
  • Webinare und Events: Zur Registrierung mit allen wichtigen Informationen auf einer Seite
  • Zeitlich begrenzte Aktionen: Für Sales, Rabattaktionen oder saisonale Promotions

Warum Landing Page statt Homepage - Conversion-Optimierung erklärt

Warum nicht einfach auf die Homepage verlinken?

Diese Frage höre ich oft. Die Antwort liegt in der Psychologie und den Zahlen.

Eine Homepage präsentiert dem Besucher viele Optionen – verschiedene Produkte, „Über uns“-Informationen, News, Kontaktmöglichkeiten. Diese Wahlfreiheit führt zu Entscheidungslähmung. Die Landing Page hingegen bietet nur eine Entscheidung: Ja oder Nein.

Die Zahlen sprechen für sich

Die durchschnittliche Conversion-Rate von Landing Pages liegt bei 6,6% branchenübergreifend – Top-Performer erreichen sogar 10-15% oder mehr. Das ist ein Vielfaches dessen, was generische Homepages erreichen.

Hinzu kommt die Messbarkeit: Landing Pages ermöglichen präzises A/B-Testing. Du kannst Headlines, Bilder, CTAs und Formularlängen systematisch testen. Unterschiedliche Landing Pages für verschiedene Zielgruppen erlauben eine Segmentierung, die mit einer einzigen Homepage unmöglich wäre.

Wann der Aufwand nicht lohnt

Um fair zu sein: Landing Pages sind nicht für jede Situation die richtige Wahl. Bei kleinen Kampagnen mit sehr begrenztem Budget kann eine separate Landing Page unverhältnismäßig viel Aufwand bedeuten. Für allgemeine Markenbekanntheit ist die Homepage oft besser geeignet.
Die Faustregel: Aufwand und potenzieller Umsatz sollten im Gleichgewicht stehen. Bei bezahlten Werbekampagnen, bei denen du für jeden Klick zahlst, ist eine dedizierte Landing Page fast immer sinnvoll.

Landing Page Optimierung durch A/B Testing und Analyse

Landing Page Optimierung

Für die Optimierung wird meist das A/B-Testing benutzt, um die Konversionsrate zu steigern. Hierfür gibt es verschiedene Tools, um die Interaktion von Nutzern zu analysieren und zu optimieren. Es gibt mittlerweile Anbieter, die automatisierte Prozesse für Landing Pages zur Verfügung stellen und meist auch A/B-Testing unterstützen. Dabei wird auch das Nutzerverhalten getrackt, um so eine Optimierung der Landing Page zu vereinfachen.

Weitere Informationen findest du in meinem Artikel 20 Tipps für erfolgreiche Landing Pages. Wenn du nach konkreter Inspiration suchst, schau dir meine Landing Page Beispiele an. Und falls du selbst eine Landing Page umsetzen möchtest, findest du hier eine Anleitung zum Landing Page erstellen.

Fazit Landing Page als Marketing-Instrument für mehr Conversions

Fazit: Die Landing Page als spezialisiertes Marketing-Instrument

Eine Landing Page ist kein Ersatz für deine Website, sondern ein spezialisiertes Marketing-Instrument für konkrete Kampagnenziele. Sie unterscheidet sich von der Homepage durch ihren kompromisslosen Fokus auf eine einzige Conversion.

Die verschiedenen Typen – von der Lead Gen Page über die Squeeze Page und Click-Through-Seite bis zur Sales Page – bedienen unterschiedliche Positionen im Marketing-Funnel. Der Einsatz lohnt sich immer dann, wenn bezahlter Traffic generiert wird, E-Mail-Kampagnen laufen oder eine messbare Aktion das Ziel ist.

Die Homepage bleibt der Ort zum Erkunden. Die Landing Page ist der Ort zum Handeln.

Ihre Fähigkeit, Traffic zu fokussieren, Conversions zu maximieren und Ergebnisse präzise zu messen, macht sie zum unverzichtbaren Werkzeug in jeder modernen Marketing-Strategie. Wenn du also das nächste Mal eine Werbekampagne planst, denk daran: Eine gut konzipierte Landing Page kann den Unterschied zwischen einer mittelmäßigen und einer hochprofitablen Kampagne ausmachen.

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Bild von Rafael Luge
Rafael Luge
Hey, ich bin Rafael – Intermedialer Designer (M.A.) und seit 2014 selbstständig mit meiner Agentur Kopf & Stift. Was als Webdesign-Bude startete, ist mittlerweile zu einer echten Leidenschaft für alles rund um WordPress, SEO und künstliche Intelligenz geworden. Über 250 Webprojekte später weiß ich: Die besten Learnings kommen aus der Praxis. Genau die teile ich hier im Blog – von WordPress-Tutorials über KI-Tools bis hin zu SEO-Tipps. Kein Marketing-Blabla, sondern Sachen, die ich selbst täglich nutze. Auf meinem YouTube-Kanal gibt's das Ganze auch als Video-Tutorials. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne!

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