Du hast einen Online-Kurs erstellt – und jetzt? Die bittere Wahrheit: Ein perfekter Kurs, den niemand kennt, generiert exakt null Euro Umsatz. In diesem Guide zeige ich dir, wie du deinen Online-Kurs verkaufen und erfolgreich vermarkten kannst. Egal ob du eigene Online-Kurse anbieten oder ein profitables Online Business aufbauen willst – hier findest du alles, damit du deinen Online Kurs erstellen und verkaufen kannst. Von der E-Mail-Liste über Launch-Strategien bis zu Funnel-Systemen, die wirklich funktionieren.
Das Wichtigste in Kürze:
- E-Mail-Liste ist King: 500 engagierte Subscriber schlagen 50.000 unengagierte Social-Media-Follower
- E-Mail-Marketing ROI: 42 Dollar pro investiertem Dollar – kein anderer Kanal kommt da ran
- Die Launch-Formel: Listengröße × 1,5–2 % Conversion × Kurspreis = erwarteter Umsatz
- 50/50 Regel: Mindestens 50 % deiner Zeit sollte ins Marketing fließen, nicht in die Produktion
- Webinare funktionieren: 73 % der B2B-Marketer bewerten sie als Nr. 1 für hochwertige Leads

Warum Marketing der entscheidende Faktor ist
Lass mich direkt mit einer unbequemen Wahrheit starten: Die meisten Kurs-Creator scheitern nicht an der Technik und nicht am Content. Sie scheitern daran, ihre Online-Kurse zu verkaufen.
Die Verteilung deiner Zeit sollte mindestens 50/50 sein: 50 % Kursproduktion, 50 % Marketing. Viele erfolgreiche Online-Kurse entstehen mit einem 70/30-Split zugunsten des Marketings. Das klingt krass, aber überleg mal: Was nützt der beste Kurs der Welt, wenn ihn keiner findet?
Ich habe selbst diesen Fehler gemacht. Monatelang an einem Onlinekurs gefeilt, perfektioniert, optimiert – und dann gelauncht in die absolute Stille. Die Lektion: Marketing beginnt nicht nach der Erstellung. Marketing beginnt davor. Wer einen Online-Kurs erstellen und verkaufen will, muss vom ersten Tag an auch ans Vermarkten denken.
Deine E-Mail-Liste: Das wichtigste Asset
Bevor wir über Funnels und Social Media reden, muss ich dir eine Sache sagen, die bei Online-Kursen nicht sexy ist, aber unfassbar wichtig: Deine Newsletter-Subscriber sind der Nr.-1-Prädiktor für deinen Launch-Erfolg.
Die Launch-Formel
Die Rechnung ist simpel:
Listengröße × 1,5–2 % Conversion × Kurspreis = erwarteter Umsatz
Beispiel: Du verkaufst einen Kurs für 297 € an eine Liste von 1.000 Subscribern. Mit 1,5 % Conversion sind das 15 Verkäufe = 4.455 € Umsatz. Nicht schlecht für den Anfang!
E-Mail-Marketing hat einen ROI von 42 Dollar pro investiertem Dollar – das toppt jeden anderen Kanal. Instagram, TikTok, YouTube – nichts kommt auch nur in die Nähe. Warum? Weil du die Kontrolle hast. Kein Algorithmus, der deine Reichweite drosselt. Keine Plattform, die morgen dein Konto sperren könnte.
500 engagierte Newsletter-Subscriber schlagen 50.000 unengagierte Social-Media-Follower. Jeden Tag. Ohne Ausnahme.
So baust du deine E-Mail-Liste auf
Starte so früh wie möglich mit dem Aufbau – idealerweise 3–6 Monate vor dem geplanten Launch. Aber wie bekommst du Leute auf deine Liste?
Lead-Magneten, die funktionieren:
- Mini-Training (3–5 kurze Videos) – gibt einen Vorgeschmack auf deinen Kurs
- Checkliste oder Workbook – sofort umsetzbar, hoher wahrgenommener Wert
- 5-Tage-Challenge – baut Verbindung auf und zeigt dein Können
- Webinar-Aufzeichnung – tieferer Content, qualifiziert die Leads vor
- Quiz – interaktiv, hohe Conversion, liefert dir Daten über deine Zielgruppe
Der Schlüssel: Dein Lead-Magnet muss ein echtes Problem lösen – nur eben ein kleineres als dein Kurs. Wenn jemand durch deinen kostenlosen Freebie schon einen Quick Win hat, vertraut er dir für die große Transformation. Ob kostenlose PDFs, ein Mini-Kurs oder ein Webinar – das Tool ist egal, solange der Mehrwert stimmt.
Die wichtigsten E-Mail-Kennzahlen
| Kennzahl | Durchschnitt | Gut | Exzellent |
|---|---|---|---|
| Öffnungsrate | 30–35 % | 43 %+ | 50 %+ |
| Klickrate | 2–3 % | 5 %+ | 8 %+ |
| Conversion (Launch) | 1–1,5 % | 2 %+ | 3 %+ |
Launch-Strategien, die funktionieren
Es gibt verschiedene Wege, deinen Online-Kurs erfolgreich zu verkaufen. Ob du Onlinekurse anbieten, digitale Produkte verkaufen oder beides kombinieren willst – hier sind die drei effektivsten Launch-Strategien:
1. Der Live Launch (Open/Close Cart)
Der Klassiker und für Einsteiger immer noch die beste Wahl. So funktioniert es:
- Du öffnest den Kauf für 5–7 Tage
- Du schließt ihn dann wieder – für Wochen oder Monate
- Die echte Deadline erzeugt Dringlichkeit
Die meisten Verkäufe passieren in den ersten und letzten Stunden des Launch-Fensters. Das ist psychologisch: Am Anfang ist die Aufregung groß, am Ende kickt die Fear of Missing Out.
Typische E-Mail-Sequenz:
- 2–3 Pre-Launch-E-Mails (Vorfreude aufbauen, Problem ansprechen)
- Cart-Open E-Mail + Bonus für Early Birds
- 3–4 E-Mails während der Open-Phase (Testimonials, FAQ, Einblicke)
- 2–3 Countdown-E-Mails am letzten Tag
- Letzte-Chance-E-Mail 2–3 Stunden vor Schluss
Die „Letzte Chance“-E-Mail 2–3 Stunden vor Cart Close generiert oft 20–30 % aller Launch-Verkäufe. Nicht auslassen!
2. Der Beta-Launch
Perfekt für deinen allerersten Kurs – und der ideale Weg, um Online-Kurse zu verkaufen, bevor alles perfekt ist. Du bietest 5–15 Beta-Testern deinen Kurs zu 50–80 % Rabatt an. Im Gegenzug bekommst du:
- Ehrliches Feedback zu deinem Content
- Testimonials für deinen „richtigen“ Launch
- Die Möglichkeit, den Kurs zu verbessern, bevor er „offiziell“ wird
- Erste Umsätze, die dich motivieren
Das Schöne: Du brauchst keine riesige Liste. 50–100 Subscriber können für einen Beta-Launch reichen, wenn sie die richtige Zielgruppe sind. Gerade für Coaches und Berater, die ihren ersten Kurs anbieten möchten, ist der Beta-Launch die beste Möglichkeit zum Starten.
3. Evergreen-Funnels
Die skalierbare Strategie für etablierte Creator. Dein digitaler Kurs ist technisch immer verfügbar, aber durch automatisierte Urgency fühlt es sich für jeden Besucher an, als gäbe es eine zeitliche Begrenzung.
Tools wie Deadline Funnel erstellen für jeden Besucher individuelle Countdowns – solche Automatisierungs-Tools sind beim Verkaufen von Onlinekursen Gold wert. Jemand, der heute auf deine Seite kommt, hat 72 Stunden zum Sonderpreis – jemand, der morgen kommt, ebenfalls 72 Stunden, aber seine eigenen.
- Kein stressiges Launchen mehr
- Verkäufe auf Autopilot
- Skalierbar mit Paid Ads
- Funktioniert nur, wenn dein Kurs bereits validiert ist
- Du brauchst eine funktionierende Traffic-Quelle (meist Paid Ads)
- Ethisch grenzwertig, wenn die „Deadline“ fake ist
Die drei smartesten Funnel-Strategien
Wenn du tiefer einsteigen willst und dein Online-Business auf das nächste Level bringen möchtest, schau dir diese drei Funnel-Typen an. Sie helfen dir, deine Kurse zu erstellen und anbieten und verkaufen – alles in einem System:
Der „Fishbowl“ Funnel (Das Aquarium)
Du baust eine kostenlose Community auf (Facebook-Gruppe, Discord, Skool), in der du bereits kostenfrei massiven Mehrwert lieferst. Interessenten treten bei, sehen die Erfolge der zahlenden Kunden (Social Proof) und bekommen einen Vorgeschmack auf deine Expertise.
Dein Premium-Angebot positionierst du als Beschleuniger: „Du kannst es alleine machen – oder mit mir schneller ans Ziel kommen.“ So kannst du deine Expertise in ein profitables Online-Kursangebot verwandeln.
Vorteil: Die Lead-Qualität ist extrem hoch. Wer in deiner Community aktiv ist, kennt und vertraut dir bereits.
Der „Self-Liquidating Member“ Funnel
Ein günstiges digitales Produkt (17–29 €) wird über bezahlte Werbung verkauft. Das Ziel: Der Umsatz deckt die Werbekosten. Die Kundengewinnung ist somit kostenneutral.
Der echte Gewinn kommt dann durch High-Ticket-Upsells im Backend: Dein Hauptkurs, Coaching-Programme, Masterminds. Ein profitables Geschäftsmodell für alle, die Online-Kurse erstellen und verkaufen wollen.
Vorteil: Du baust eine Käuferliste auf (viel wertvoller als eine Freebie-Liste) – ohne draufzuzahlen.
Der „Reverse Ladder“ Funnel
Anstatt mit günstigen Produkten zu starten, beginnst du direkt mit einem teuren, intensiv betreuten Angebot für eine kleine Gruppe (z.B. 2.000–5.000 € Coaching-Programm). Ideal für Coaches, die Online-Kursen einen persönlichen Touch geben wollen.
Du generierst Cashflow ab Tag 1, sammelst Case Studies und Erfolgsgeschichten – und skalierst dann erst mit günstigeren Selbstlern-Onlinekursen an die breite Masse. So kannst du deine Kurse verkaufen, ohne von Anfang an riesige Reichweite zu brauchen.
Vorteil: Du validierst mit High-Ticket, bevor du Zeit in einen Selbstlernkurs steckst. Ein profitabler Weg, der oft unterschätzt wird.
Organic vs. Paid Marketing
Für Anfänger mit begrenztem Budget ist organisches Marketing der richtige Start, um profitabel zu wachsen. Baue erst deine Sichtbarkeit auf, bevor du Geld für Werbung ausgibst. Die gute Nachricht: Viele der besten Tools für E-Learning und Kurs-Marketing sind kostenfrei nutzbar.
Short-Form Video (TikTok, Reels, Shorts)
Aktuell der effektivste organische Kanal für Reichweite. Der Algorithmus dieser Plattformen priorisiert Inhalte über Follower-Zahlen – das bedeutet, auch kleine Accounts können viral gehen, wenn der Inhalt relevant ist.
Strategie: Kurze, prägnante Ausschnitte aus deinem Kurs als Teaser nutzen. Zeig einen Quick Win, löse ein Mini-Problem, mach neugierig auf mehr.
YouTube Long-Form
YouTube dient als Vertrauensanker. Jemand, der bereit ist, 20 Minuten deines Videos zu schauen, ist ein viel „wärmerer“ Lead als ein flüchtiger Instagram-Follower.
YouTube ist auch langfristig die stärkste organische Traffic-Engine, weil Videos über die Suche noch Jahre später gefunden werden. Ein gutes YouTube-Video ist ein Asset, das für dich arbeitet.
SEO & Blog-Content
Funktioniert weiterhin hervorragend für langfristigen Traffic – gerade im E-Learning-Bereich suchen viele Menschen nach konkreten Lösungen, bevor sie Online Kurse zu verkaufen starten. Aber Achtung: Durch die zunehmende KI-Integration in Suchmaschinen musst du Inhalte erstellen, die eine KI nicht einfach aus alten Daten zusammenbauen kann.
Persönliche Erfahrungen, eigene Daten und einzigartige Perspektiven sind hier das Zauberwort. „10 Tipps für X“ kann ChatGPT auch – deine persönliche Story kann es nicht. Erstelle Blog-Beiträge, die deine Expertise als Kurs-Creator zeigen, und verlinke auf deinen Kurs.
Die richtige Kursplattform zum Verkaufen
Bevor du mit Marketing startest, brauchst du die richtige technische Basis. Eine gute Online-Kurs Plattform nimmt dir viel Arbeit ab: Mitgliederbereich erstellen, Zahlungsabwicklung einrichten, Zugriff auf den Kurs automatisch freischalten und Updates einspielen – alles aus einer Hand.
Deutsche Plattformen im Überblick:
- Ablefy (ehemals elopage) – Die beliebteste All-in-One-Plattform im DACH-Raum. Du kannst Onlinekurse erstellen, digitale Produkte anbieten und Mitgliederbereiche aufbauen. Ablefy übernimmt auch die Rechnungsstellung und ist DSGVO-konform. Kostenfrei starten möglich, danach fallen Gebühren pro Verkauf oder als Monatsabo an.
- Coachy – Eine kostengünstige Option unter den deutschen Plattform-Anbietern, die sich besonders für Coaches eignet und mit der du schnell und einfach deinen ersten Kurs anbieten kannst. Coachy bietet einen übersichtlichen Mitgliederbereich, Integration mit Zapier und Zoom für Live-Sessions sowie die Möglichkeit, PDFs und andere digitale Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen.
- Kajabi – Die internationale Premium-Lösung. Kajabi ist eine All-in-One-Plattform mit integriertem E-Mail-Marketing und Funnel-Builder. Ideal, wenn du dein Online Business komplett auf einer Lernplattform erstellen willst – allerdings nur auf Englisch und preislich im oberen Segment.
Für die Zahlungsabwicklung nutzen viele Kurs-Creator zusätzlich Zahlungsanbieter wie Digistore24 oder CopeCart. Diese übernehmen die Abwicklung, Rechnungsstellung und Zahlung per PayPal oder Stripe – du zahlst dafür eine Provision pro Verkauf. So kannst du dich aufs Erstellen und Verkaufen konzentrieren, statt dich mit Buchhaltung herumzuschlagen.
Starte kostenfrei mit Ablefy oder Coachy und teste, ob du deinen Onlinekurs verkaufen kannst. Eine teure Plattform lohnt sich erst, wenn du weißt, dass dein Kurs profitabel ist. Die meisten erfolgreichen Online-Kurse wurden auf einfachen Plattformen gestartet – es kommt darauf an, dass du Kurse erstellen und verkaufen kannst, nicht auf das teuerste Tool.
Wann Paid Ads Sinn machen
Paid Ads (Meta Ads, Google Ads) solltest du erst hinzufügen, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:
- Dein Kurs ist validiert und funktioniert (Testimonials, Ergebnisse)
- Deine Sales Page konvertiert organischen Traffic
- Du verstehst deine Unit Economics (Kosten pro Kunde vs. Lifetime Value)
Gute Nachricht für den DACH-Raum: Europäische Kundengewinnungskosten sind zuletzt deutlich gesunken – Europa bietet aktuell eine der besten Kosteneffizienzen weltweit für Facebook und Instagram Ads.
Wichtig bei der Zahlungsabwicklung: Prüfe vor dem Start, ob dein Zahlungsanbieter Upsells unterstützt – so kannst du nach dem ersten Kauf direkt weitere Produkte zu verkaufen anbieten und deinen Umsatz pro Kunde steigern.
Webinare: Totgesagt, leben noch
Entgegen mancher Behauptungen sind Webinare auch heute noch hocheffektiv. 73 % der B2B-Marketer bewerten sie als Nr. 1 für hochwertige Leads.
Die perfekte Webinar-Struktur
Optimale Dauer: ~90 Minuten
Beste Tage: Dienstag bis Donnerstag
Struktur:
- Hook & Intro (5 Min) – Warum sollten sie bleiben?
- Story & Credibility (10 Min) – Wer bist du und warum sollten sie dir zuhören?
- Content & Quick Wins (45–50 Min) – Echten Mehrwert liefern, Problem teilweise lösen
- Transition (5 Min) – Brücke zum Angebot
- Pitch & Offer (15 Min) – Dein Kurs als logischer nächster Schritt
- Q&A (15 Min) – Einwände behandeln
Dein Webinar ist kein Verkaufsgespräch. Es ist eine Mini-Transformation. Liefere echten Wert, löse ein kleines Problem deiner Zielgruppe – und zeige dann, dass dein Kurs das große Problem löst. Wenn die Leute im Webinar schon einen „Aha-Moment“ haben, kaufen sie fast von selbst.
Pricing: Was darfst du für deinen Online-Kurs verlangen?
Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Und die Antwort lautet: Mehr, als du denkst.
Typische Preispunkte im DACH-Markt
| Kurs-Typ | Preisbereich | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| Mini-Kurs | 29–97 € | 1–2 Stunden, ein spezifisches Problem |
| Standard-Kurs | 97–297 € | 5–15 Stunden, umfassende Lösung |
| Signature-Programm | 497–2.000 € | Komplette Transformation, ggf. mit Support |
| Premium/Coaching | 2.000–10.000 € | Intensive Betreuung, Gruppen- oder 1:1-Coaching |
Warum höhere Preise oft besser sind
Eine wichtige Erkenntnis: Kurspreise korrelieren direkt mit Abschlussraten.
- Kurse unter 100 €: typischerweise 15–20 % Completion
- Kurse über 500 €: 45–60 % Completion
Warum? Weil ein höherer Preis ein höheres Commitment bedeutet. Und höheres Commitment bedeutet bessere Ergebnisse, bessere Testimonials und mehr Weiterempfehlungen.
Setze deinen Preis basierend auf dem Wert der Transformation, nicht auf der Anzahl der Videostunden. Online-Kurse anbieten bedeutet Wissensvermittlung – und die hat ihren Wert. Du verkaufst Ergebnisse, nicht Stunden. Wenn dein Kurs jemandem hilft, 5.000 € mehr zu verdienen oder 100 Stunden im Jahr zu sparen, sind 500 € dafür ein Schnäppchen.
Bei Preisen über 200 € erhöht das deine Conversions signifikant. Typisch sind 3x oder 6x monatliche Zahlungen, wobei der Gesamtbetrag 10–20 % über dem Einmalpreis liegt. Beispiel: 497 € einmalig oder 3x 179 € = 537 €.
Realistische Umsatzerwartungen
Ich möchte hier ehrlich mit dir sein, weil im Internet viel zu oft nur die Erfolgsgeschichten erzählt werden:
| Phase | Erwartung | Voraussetzungen |
|---|---|---|
| Jahr 1 (ohne Audience) | 500–3.000 € | 6–12 Monate Audience-Aufbau |
| Jahr 1 (mit Audience) | 2.000–10.000 € pro Launch | 500–3.000 E-Mail-Subscriber |
| Jahre 2–4 (Mid-Level) | 3.000–15.000 €/Monat | Validierter Kurs, wachsende Liste |
| Etabliert (Top 5 %) | 50.000–500.000+ €/Jahr | Großes Audience, mehrere Produkte |
Die Millionenumsätze, die du auf Instagram siehst, repräsentieren die oberen 1–5 %. Der realistische Weg zu einem profitablen Online-Business: Expertise aufbauen → kostenlosen Content erstellen → E-Mail-Liste aufbauen → ersten Kurs erstellen → Beta-Launch → iterieren → skalieren. Unglamourös, aber funktioniert. Passives Einkommen durch Onlinekurse ist möglich – aber es kommt nicht über Nacht. Sobald du weißt, wie du Kurse zu erstellen und profitabel zu verkaufen hast, wird jeder weitere Launch einfacher.
Dein Marketing-Fahrplan
Hier mein empfohlener Ablauf, wenn du deinen Onlinekurs erstellen und vermarkten willst:
6–3 Monate vor Launch
- Lead-Magnet erstellen (kostenloses PDF, Mini-Kurs oder Webinar)
- Landing Page aufsetzen
- Content-Marketing starten (YouTube, Blog, Social)
- E-Mail-Liste aufbauen kannst du ab Tag 1 – das ist dein wichtigstes digitales Asset
3–1 Monate vor Launch
- Onlinekurs erstellen und produzieren (parallel zum List-Building)
- Kursplattform einrichten und Sales Page schreiben
- Launch-E-Mail-Sequenz vorbereiten
- Testimonials von Beta-Testern sammeln
Launch-Woche
- Pre-Launch E-Mails (Countdown, Vorfreude)
- Cart Open + Early-Bird-Bonus
- Tägliche E-Mails mit verschiedenen Winkeln
- Letzte-Chance-E-Mail vor Cart Close
Nach dem Launch
- Feedback sammeln und Kurs mit Updates verbessern
- Testimonials für nächsten Launch
- Nächsten Launch planen oder Evergreen-Funnel aufsetzen
- Weitere digitale Produkte erstellen, um Upsells anzubieten
Fazit
Marketing ist nicht das, was nach der Erstellung kommt. Marketing ist das, was deinen Online-Kurs erfolgreich macht. Die beste Investition, die du tätigen kannst, ist der Aufbau deiner E-Mail-Liste – lange bevor dein Kurs fertig ist.
Starte mit einem Live-Launch, lerne aus dem Feedback, und skaliere dann. Die Funnel-Strategien und Evergreen-Systeme kommen später, wenn du weißt, was funktioniert. Die richtige Kursplattform und passende Tools helfen dir dabei, den gesamten Verkaufsprozess zu automatisieren – vom Erstellen über das Anbieten bis zum rechtssicheren Verkaufen deiner Online-Kurse.
Und das Wichtigste: Fang heute an, deine Liste aufzubauen. Nicht morgen. Nicht wenn der Kurs fertig ist. Heute.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß muss meine E-Mail-Liste für einen Launch sein?
Für einen Beta-Launch reichen 50–100 qualifizierte Subscriber. Für einen „richtigen“ Launch empfehle ich mindestens 250–500 Subscriber. Die Formel: Listengröße × 1,5–2 % Conversion × Kurspreis = erwarteter Umsatz. Mit 500 Subscribern und einem 297 €-Kurs kannst du mit ca. 1.500–3.000 € rechnen.
Wie oft sollte ich während eines Launches E-Mails schicken?
Während eines 5–7 Tage Launches: täglich. Am letzten Tag sogar 2–3 E-Mails. Ja, das fühlt sich viel an. Aber deine Liste hat sich für Infos zu diesem Thema angemeldet – und wer kein Interesse hat, kann sich abmelden. Die Leute, die kaufen wollen, brauchen diese Erinnerungen.
Funktionieren Webinare noch oder sind die out?
Webinare funktionieren absolut noch. 73 % der B2B-Marketer bewerten sie als Nr. 1 für Lead-Generierung. Der Schlüssel: Dein Webinar muss echten Wert liefern, nicht 60 Minuten Pitch sein. Wenn Teilnehmer im Webinar einen Aha-Moment haben, kaufen sie fast von selbst.
Ab wann sollte ich Paid Ads schalten?
Erst wenn drei Bedingungen erfüllt sind: (1) Dein Kurs ist validiert (du hast ihn schon mehrfach verkauft), (2) deine Sales Page konvertiert organischen Traffic, (3) du verstehst deine Unit Economics. Vorher verbrennst du nur Geld. Starte organisch, validiere, dann skaliere mit Ads.
Was ist besser: Ein günstiger Kurs oder ein teurer?
Kommt drauf an. Aber generell: Höhere Preise = höheres Commitment = bessere Ergebnisse = bessere Testimonials. Kurse unter 100 € haben oft nur 15–20 % Abschlussrate, Kurse über 500 € erreichen 45–60 %. Wenn dein Kurs eine echte Transformation liefert, darfst du dafür auch echtes Geld verlangen.
Welche Plattform ist die beste, um Online-Kurse zu verkaufen?
Die beste Kursplattform hängt von deinem Budget und deinen Anforderungen ab. Ablefy ist die beliebteste deutsche All-in-One-Plattform – du kannst kostenfrei starten und sowohl Onlinekurse als auch digitale Produkte anbieten. Coachy eignet sich besonders für Coaches und ist kostengünstig. Kajabi ist die Premium-Lösung mit integriertem Marketing, aber nur auf Englisch. Alle drei bieten einen Mitgliederbereich, in dem deine Kunden Zugriff auf den Kurs bekommen.
Muss ich ein Gewerbe anmelden, um Online-Kurse zu verkaufen?
Ja, in Deutschland brauchst du in der Regel eine Gewerbeanmeldung, wenn du digitale Produkte wie Onlinekurse verkaufst. Die Anmeldung ist unkompliziert und kostet je nach Stadt 15–65 €. Ob du als Freiberufler oder Gewerbetreibender giltst, hängt von der Art deiner Tätigkeit ab – im Zweifel hilft ein kurzes Gespräch mit dem Finanzamt oder einem Steuerberater. Wichtig: Starte rechtssicher von Anfang an und achte darauf, dass deine Plattform DSGVO-konform arbeitet.






