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Elementor: Der epische Guide für den WordPress Page Builder

Elementor ist einer der beliebtesten Page Builder für WordPress. Das Page Builder Plugin wird laut WordPress.org auf über 10 Millionen Websites aktiv genutzt – das Unternehmen selbst spricht sogar von über 18 Millionen aktiven Installationen.

Mit dem Drag-and-Drop Page Builder wird es möglich, ganze Webseiten ohne HTML, CSS oder sonstige Programmierkenntnisse visuell zu erstellen. In meinem Guide beschäftige ich mich mit allen Themen rund um diesen WordPress Page Builder und gebe dir einen Überblick über das beliebteste Page Builder Plugin auf dem Markt.

Ich habe den WordPress Page Builder für Dutzende Kundenprojekte genutzt und dabei kleine Unternehmens-Webseiten umgesetzt, aber auch große Shops. Hier kommt meine ehrliche Meinung – mit allen Vor- und Nachteilen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Elementor ist der beliebteste WordPress Page Builder mit über 10 Millionen aktiven Installationen
  • Kostenlose Version bietet über 40 Widgets – die Pro Version ab 59$/Jahr mit Theme Builder und WooCommerce Builder
  • Perfekt für Freelancer, Agenturen und Einsteiger, die ohne Code professionelle Websites erstellen wollen
  • Nachteile: Vendor Lock-in, Support könnte besser sein, keine Lifetime-Lizenzen
  • Bestes Theme: Hello Elementor – kostenlos und ultraleicht

Elementor Review und Guide für den WordPress Page Builder

Was ist Elementor

Elementor ist ein Page Builder für WordPress – aber eigentlich ist das untertrieben. Mittlerweile ist Elementor eher ein kompletter WordPress Website Builder, der weit über das reine „Seiten bauen“ hinausgeht. Das Besondere daran ist, dass Elementor kein Theme ist, sondern als Plugin installiert wird. Du brauchst also noch ein WordPress Theme. Keine Angst: Mittlerweile gibt es viele Themes, die für Elementor optimiert sind.

Mit diesem WordPress Page Builder kannst du ganze Websites zu erstellen – schnell und komfortabel. Hierfür brauchst du wirklich keine Kenntnisse in CSS oder HTML. Wirklich alles Erdenkliche lässt sich über den visuellen Page Builder einstellen. Durch ein sehr intuitives Interface ist Elementor sehr übersichtlich und daher auch für Anfänger sehr gut geeignet.

Besonders gefällt dabei das Live-Editing. Das bedeutet, du änderst eine Farbe, Wert, etc. und siehst direkt auf der Website was passiert und wie das Ganze aussieht. Besonders interessant beim Einsatz von eigenem CSS: Auch der CSS-Code wird zu 90% live angezeigt. Damit können kleinere CSS-Änderungen ohne mehrfaches Aktualisieren der Webseite realisiert werden. Du hast gerade nur Bahnhof verstanden? Falls du kein CSS-Code anwenden möchtest, kannst du alles im Drag-and-Drop Page Builder visuell gestalten – Seite bauen ohne Code ist das Stichwort.

Elementor Elemente und Widgets Übersicht

Alle Einstellungsmöglichkeiten sind semantisch getrennt (Inhalt, Style & Erweitert) und funktionieren für jedes Elementor Widget (Modul) relativ gleich. So musst du nicht jedes Modul in Elementor erlernen. Entsprechend fällt der Einstieg in Elementor besonders leicht.

Wer steckt hinter Elementor?

Elementor wurde 2016 von Yoni Luksenberg und Ariel Klikstein in Israel gegründet. Was als kleines Plugin für WordPress startete, hat sich zu einer riesigen Plattform entwickelt. Das Unternehmen beschäftigt heute mehrere Hundert Mitarbeiter und hat sich durch Investitionen wie die 50-Millionen-Dollar Finanzierungsrunde von Lightspeed Venture Partners kräftig professionalisiert.

Der strategische Fokus hat sich über die Jahre verschoben: Ging es anfangs vor allem um schnelles Wachstum und neue Features, liegt der Schwerpunkt heute auf Performance, Enterprise-Tauglichkeit und KI-Funktionen. Elementor betont dabei stark die Open-Source-Prinzipien von WordPress – anders als geschlossene Systeme wie Wix oder Squarespace integriert sich Elementor nahtlos in das bestehende WordPress-Ökosystem.

Erwähnenswert ist, dass es eine kostenlose Version und eine Pro Version gibt. Wobei die kostenlose Version des Plugins bereits viele Funktionen bietet. Die Unterschiede zwischen der Elementor kostenlos Version und der Elementor Pro Version habe ich weiter unten aufgeführt.

Mein Tipp:

Elementor bietet dir jetzt mit Elementor AI die Macht der künstlichen Intelligenz direkt in Elementor

Die Vorteile und Nachteile von Elementor

Auch wenn es so klingt, als ob das Plugin das Schweizer Taschenmesser unter den Page Builders ist: Leider haben Page Builders nicht nur Vorteile.

Dennoch überwiegen die Vorteile – zumindest für die meisten Anwender. Hier mal eine Auflistung der Vorteile und Nachteile.

Elementor Vorteile

Wie du bereits im Einführungstext gelesen hast, ist es möglich, ohne Programmierkenntnisse eine tolle WordPress Website mit Elementor zu erstellen. Im Vergleich mit anderen Page Buildern für WordPress finde ich den Elementor Editor am intuitivsten.

Elementor Page Builder Editor Oberfläche

Auch die Einstellungsmöglichkeiten bieten alles, um eine moderne und cleane WordPress Homepage zu erstellen. Ich denke, die Elementor Vorteile sprechen für sich:

  • Visuelle Erstellung ohne Coding: Selbst ein WordPress Anfänger kann ganz easy eine Website zusammenklicken. Alle Änderungen werden sofort sichtbar und die unzähligen übersichtlichen Einstellmöglichkeiten für die Elementor Widgets lassen keine Wünsche offen.
  • Globale Elemente: Falls du Elemente hast, die über mehrere Webseiten gleich sein sollen, bekommst du mit den globalen Widgets ein mächtiges Tool an die Hand. Und wenn sich einmal etwas ändern sollte, kannst du mit einer Änderung gleich mehrere Unterseiten updaten.
  • Alles mit dem Theme Builder anpassen: Der WordPress Theme Builder sorgt dafür, dass Elementor an Beliebtheit kaum zu überbieten ist. Damit kannst du Header, Footer, Blogbeiträge, etc. direkt über den Page Builder anpassen. Über Bedingungen kannst du diese den jeweiligen Unterseiten zuweisen.
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten der Elemente: Bei anderen Page Buildern musst du immer wieder mit CSS arbeiten – weil eben nicht alles anpassbar ist. Mit dem Elementor Editor gehören diese Tage der Vergangenheit an.
  • WooCommerce Integration: Besonders für Online Shops ist der WooCommerce Builder interessant. Es ist möglich, auch einzelne Produktseiten, den Warenkorb und sogar den Checkout mit dem Page Builder visuell anzupassen. Damit steigerst du auch deine Konversion im e-Commerce Bereich.
  • Integrierte Marketing-Tools: Egal ob du nach einem Exit-Intent Popup suchst oder ein Formular erstellen willst. Alles ist nativ in Elementor integriert. In Verbindung mit der globalen Widget Funktion erhältst du ein starkes Marketing Tool – direkt in Elementor.
  • Über 100 Elementor Widgets: Elementor Pro kommt mit allem, was man so für eine moderne Website braucht: Elementor Testimonial Section, Elementor Slider, Carousel, Elementor Accordion, Mega Menü und vieles mehr.
  • Parallax Scrolling macht Scrollytelling möglich: Durch die verschiedenen richtig coolen Motion Effects und Elementor Animation Features erstellst du eine tolle Scrollytelling Seite. Hier hört Elementor jedoch nicht beim Parallax Scrolling auf: Unschärfen, X-Achsen, Y-Achsen usw. können je nach Scrolling (auch über Offsets) angepasst werden. Damit schaffst du emotionale WordPress Websites.
  • Viele Addons erweitern die Funktionalität: Viele Entwickler stürzen sich auf diesen Page Builder und programmieren weitere Widgets (Elemente), die du ganz einfach installieren kannst. So gibt es unzählige neue Elemente, die dir helfen, deine Website noch einzigartiger zu machen.
  • Templates: Mit einem Klick startest du direkt mit einem kompletten Website Layout. Hier werden sogar alle Bilder direkt in die Mediathek importiert. Hierdurch erstellst du eine WordPress Website in unter 4 Minuten.
  • KI-Funktionen: Seit der Page Builder seine AI-Features integriert hat, kannst du Texte generieren, Bilder erstellen, CSS-Code vorschlagen lassen und sogar Layouts per KI planen – alles direkt im Editor. Dazu weiter unten mehr.

Elementor Nachteile

Die Nachteile gehen einher mit dem Umstand, dass es sich um ein Page Builder Plugin handelt:

  • Komplexe Websites einfach erstellen – ein Paradox: Auch wenn es möglich ist, einfach eine Website zu erstellen, ist das Handwerk des Webdesigners nicht mal eben gelernt. Nutzerführung, Gestaltungsgrundsätze und Usability sind nicht automatisch per Page Builder erreichbar, sondern das Resultat aus einem jahrelangen Lernprozess.
  • Erhöhte Ladezeiten: Auch wenn hier alles richtig gemacht wird, müssen die vielen Funktionen im Code untergebracht werden – und blähen eben diesen auf. Das führt dazu, dass ein Pagespeed Score von 100 nicht mal eben so einfach mit dem Plugin erreicht werden kann. Dennoch ist es möglich, hier im oberen 90er Bereich zu landen – nur eben nicht ganz so einfach wie das Erstellen der Website.
  • Lock-in-Effekt: Jeder Page Builder bindet den User an das System. Das bedeutet, wenn du das Plugin verwendest, bist du gefangen. Ein Wechsel wird nicht einfach – da Inhalte per Hand aus dem Live-Editor in das neue Theme kopiert werden müssen. Deshalb spricht man vom Lock-in-Effekt. Zum Glück haben die Entwickler dies erkannt und hinterlassen nach der Deinstallation weitestgehend sauberen, lesbaren Code.
  • Keine Lifetime Lizenzen: Leider gibt es mittlerweile keine Lifetime-Lizenzen. Das bedeutet, du zahlst pro Jahr (oder verzichtest auf wichtige Updates).

Elementor Nachteile ganz ausführlich

Trotz meiner Kritikpunkte würde ich den WordPress Page Builder dem Divi Theme vorziehen. Hier die Details:

Elementor Nachteile Übersicht

Schlechter Support

Der Support läuft über E-Mail ohne öffentliches Forum. Standard-Antworten kosten oft einen Tag. Auf Capterra gibt es gemischte Erfahrungsberichte zum Support.

Elementor Bugs und Fehler

Features vor Bugfixing

Bei so einem großen Page Builder gibt es immer wieder Bugs. Fairerweise: Mit dem Editor V4 hat sich hier einiges getan – Performance und Stabilität wurden priorisiert.

Elementor fehlende Details

Spezialfunktionen fehlen manchmal

Manche Plugins arbeiten nicht perfekt zusammen. Mega Menü war lange ein Problem – wurde aber mittlerweile integriert. Bei Slidern muss man manchmal auf Addons ausweichen.

Elementor Custom CSS Einstellungen

Custom CSS Chaos

CSS kann überall eingefügt werden – praktisch, aber bei älteren Projekten verliert man den Überblick. Tipp: Im Navigator siehst du Ebenen mit CSS an einem kleinen Balken. Oder lass dir mit Elementor AI den CSS-Code generieren!

Elementor Custom CSS Beispiel

Lizenzkosten

Jede Website braucht eine Lizenz. Für Agenturen kann das teuer werden. Im Vergleich: Divi hat Lifetime-Lizenzen.

Elementor neue Features

Elementor Fazit

Wenn man meine aufgeschriebenen Nachteile so durchliest, könnte man denken, das ist Gejammere auf hohem Niveau.

Ist es auch.

Trotz der Elementor Nachteile gibt es aktuell auf dem Markt nichts Besseres für die Kombination aus Designfreiheit, Geschwindigkeit in der Umsetzung und Ökosystem. Bricks Builder ist technisch schlanker, Gutenberg wird immer besser – aber keines dieser Tools bietet diesen Mix aus intuitivem Interface, riesiger Template-Bibliothek und einem Addon-Ökosystem, das seinesgleichen sucht.

Elementor Pro vs Free

Es gibt eine kostenlose Variante und eine Pro-Version. Während die kostenlose Version mit etlichen Funktionen daherkommt, ist die Pro Version das Flaggschiff unter den Page Builders. Wann du die Pro-Version in Betracht ziehen solltest, erkläre ich im Folgenden.

Die kostenlose Version bietet dir über 40 Basis-Widgets, den Drag-and-Drop Editor, Responsive Design und den Landing Page Builder. Das reicht für einfache WordPress Seiten und zum Reinschnuppern völlig aus.

Elementor kostenlose Widgets in der Free Version

Aber hier kommt der Haken: In der Free-Version fehlen dir die Pro Features, die eine Business-Website wirklich ausmachen. Kein Theme Builder für Header und Footer, kein Form Builder Widget (du brauchst dann z.B. Contact Form 7), kein Popup Builder und kein dynamischer Content. Das sind genau die Dinge, die den Unterschied zwischen einer „netten Seite“ und einer professionellen Web-Präsenz machen.

Die Pro Version enthält zusätzlich zur kostenlosen Variante:

  • Premium Support
  • Motion Effects & Scrolling Effects für Animationen
  • Über 86 Pro-Widgets (je nach Plan)
  • Formulare mit Multi-Step Funktion
  • Pop-Up Builder mit Exit-Intent zum Popup erstellen
  • Theme Builder (eigene Footer und Header mit dem Page Builder bauen)
  • WooCommerce Builder für Shop-Seiten
  • Dynamic Content und Custom Fields
  • Display Conditions
  • Custom CSS und Code
  • Globale Widgets und Design-Einstellungen

Elementor Pro Widgets Übersicht

Generell kannst du mit der kostenlosen Version schon herkömmliche, kleine Webseiten bauen. Wenn’s etwas mehr sein soll, empfehle ich jedoch die Pro Version. Hier werden (auch designtechnisch) sehr aufwendige Seiten möglich, welche deine Besucher mit einem Staunen zurücklassen werden.

Ich persönlich gelange mit der Free-Version schnell an die Grenzen und hab mir einfach mal die Expert-Lizenz gekauft. Damit kann ich Elementor auf bis zu 25 Websites einsetzen.

Lohnt sich die Pro Version?

Klares Ja, wenn du den WordPress Theme Builder brauchst, WooCommerce-Layouts visuell anpassen willst oder mit dynamischen Inhalten arbeitest. Für einen einfachen Blog oder eine simple Visitenkarten-Seite reicht die kostenlose Version aber völlig aus.

Elementor Preise

Die aktuelle Preisstruktur sieht folgendermaßen aus (Preise in USD, jährlich):

Plan Preis/Jahr Websites Besonderheit
Essential ca. 59 $ 1 57 Pro-Widgets – der Einstieg
Advanced Solo ca. 84 $ 1 alle 86 Pro-Widgets inklusive
Advanced ca. 99 $ 3 perfekt für Freelancer
Expert ca. 199 $ 25 Preis-Leistungs-Sieger für Agenturen
Agency ca. 399 $ 1.000 VIP-Support für große Agenturen

Aktuelle Preise findest du immer auf der offiziellen Elementor Pricing-Seite.

Elementor Preise Übersicht

Geheimtipp:

Die Advanced Lizenz sieht mit 99 Dollar für nur 3 Websites eher teuer aus. Wenn du absehen kannst, dass du mehr als 3 Projekte betreust, empfehle ich dir lieber das Doppelte zu bezahlen und die Expert-Lizenz mit 25 Websites zu nehmen. Pro Website gerechnet zahlst du dann nur noch rund 8 Dollar – das ist ein No-Brainer.

Elementor One – das neue Abo-Modell

Relativ neu ist „Elementor One“ – ein gebündeltes Abo, das den Editor Pro, KI-Credits, Bildoptimierung, E-Mail-Zustellbarkeit und Barrierefreiheits-Tools in einem Paket vereint. Klingt erstmal praktisch, oder?

Die Idee: Du zahlst einen monatlichen Preis (aktuell ab ca. 14 $/Monat) und bekommst 25.000 Credits pro Monat, die du flexibel für verschiedene Tools einsetzen kannst. Ein Monat viel KI-Textgenerierung, der nächste mehr Bildoptimierung – du entscheidest.

Für Einsteiger, die sich nicht mit verschiedenen Plugins für verschiedene Aufgaben rumschlagen wollen, kann das tatsächlich Sinn machen. Für erfahrene User, die ihren Stack bereits haben, fühlt es sich aber manchmal wie ein Upsell an – gerade weil Elementor das „One“-Abo im Backend ziemlich prominent bewirbt.

Beste Elementor Themes

Das beste Elementor Theme

Da es sich eben nur um ein Plugin handelt, brauchst du noch ein WordPress Theme. Dieses sollte besonders klein sein und möglichst wenig Funktionen bieten. Die Platzhirsche im WordPress Theme Dschungel (Avada, Divi, etc.) sind eher nicht zu empfehlen – da alle Funktionen bereits vom Page Builder bereitgestellt werden. Ein Multi-Purpose Theme wäre hier wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Und weil du ein Sparfuchs bist, möchtest du natürlich auch kein Premium Theme – da du bereits für die Pro Version zur Kasse gebeten wurdest.

Theme-Empfehlung:

  • Beste Wahl: Hello Theme – kostenlos, ultraleicht, speziell für Elementor
  • Alternative: Generatepress Theme – etwas mehr Funktionen, Premium-Variante verfügbar

Als das beste kostenlose Theme empfehle ich dir das Hello Theme. Es kommt direkt von den Entwicklern und ist im Grunde eine leere Hülle – genau richtig, damit der Page Builder die volle Kontrolle übernehmen kann. Das Hello Theme ist auch das meistgenutzte Theme unter den Top-1-Million-Websites, die diesen Page Builder einsetzen. Das ist auch in der Einrichtung besonders easy.

Als Alternative zum Hello Theme kann ich dir noch das Generatepress Theme empfehlen. Hier ist die Einrichtung in der kostenlosen Variante etwas hakelig. Deshalb würde ich für Anfänger das Hello Theme empfehlen.

Mehr Infos: Die 12 besten Elementor Themes

Die Elementor Funktionen im Überblick

Wir haben jetzt schon viel über die tollen Funktionen gehört. In diesem Abschnitt soll es konkret um die einzelnen Features gehen und was du damit alles machen kannst.

Elementor Page Builder für WordPress

Der Drag-and-Drop Page Builder

Das Herzstück des Plugins. Der Drag-and-Drop Page Builder ist ein visueller Builder für WordPress. Per Baukasten-Prinzip kannst du dir so ganz einfach deine WordPress Seite zusammenklicken – WordPress bauen leicht gemacht sozusagen.

Bei der Website-Erstellung startest du mit den Containern (früher Spalten) und ziehst dir die jeweiligen Widgets aus der Template Bibliothek. Übrigens sind mit dem Drag-and-Drop Page Builder auch verschachtelte Container möglich. Abstände können einfach per Zahlen angegeben werden.

Wenn die jeweiligen Elemente im Seitenbereich liegen, kannst du diese anklicken und bekommst die Optionen für das jeweilige Element angezeigt. Hier kannst du dann alles einstellen. Die Optionen für die jeweiligen Elemente sind übersichtlich in Tabs angeordnet. So behältst du immer die Übersicht.

Übrigens: Gleiche Einstellungen für die unterschiedlichen Widgets befinden sich meist am gleichen Ort. Und mit dem Rechtsklick-Menü kannst du jetzt noch schneller Styles kopieren und zwischen Elementen übertragen – das spart im Alltag enorm viel Zeit.

Elementor globale Farben Einstellungen

Globale Farben, Schriftarten und der Variables Manager

Besonders zeitsparend: In den allgemeinen Einstellungen kannst du globale Farben und Schriftarten definieren. Solltest du dich beim Gestalten deiner WordPress Homepage doch für eine andere Farbe entscheiden – änderst du diese einfach unter globalen Farben und auf deiner gesamten Website strahlt jetzt die neue Farbe.

Genauso verhält es sich mit den Schriftarten. Deine jetzige Schriftart passt nun doch nicht mehr so gut zum gesamten Design? Kein Problem! Mit einem Klick änderst du global alle Schriftarten.

Richtig spannend wird es mit dem neueren Variables Manager. Hier definierst du Design-Tokens – also Variablen für Farben, Abstände und Schriftgrößen – und verwendest diese überall auf deiner Website. Willst du von deinem blauen Branding auf Rot umstellen? Eine Variable ändern und die gesamte Seite passt sich an – inklusive Hover-Effekte, Rahmen und Schatten. Für Agenturen, die konsistente Design-Systeme pflegen müssen, ist das ein absoluter Game-Changer.

Elementor Template Kits und Vorlagen

Elementor Templates: WordPress Webseite mit Vorlagen in 4 Minuten erstellen

Mit den Templates kannst du mit wenigen Klicks Design-Vorlagen für ganze Webseiten importieren – also auch für verschiedene Unterseiten. Envato Elements bietet hier aktuell über 1600 Vorlagen.

Dieses Feature ist wohl das Mächtigste – auch wenn man sich andere Page Builder anschaut. So kommst du von Null auf superfancy in nur wenigen Klicks. Hier hast du ein paar Anlaufstellen für kostenlose Templates und auch Premium Template Kits:

Gerade wenn du gerade erst anfängst, sind solche Templates besonders zum Erlernen des Page Builders geeignet. Hier fängst du nicht bei Null an, sondern siehst, wie andere die Widgets nutzen, um großartige Websites zu erstellen.

Elementor Pop-up Builder für WordPress

Der Pop-up Builder: Elementor Popup erstellen

Der Pop-up Builder ist so mächtig, dass er Standalone-Lösungen wie OptinMonster in vielen Fällen komplett ersetzen kann. Damit wird der Page Builder auch zunehmend für Online Marketeers interessant, die früher mit dem Thrive Architect gearbeitet haben.

Hier lassen sich nicht nur einfache Pop-Ups erstellen, sondern auch Exit-Intent Pop-Ups, Formular-Popups, Sales Pop-Ups und mehr. Besonders cool: Die Advanced Rules erlauben dir Trigger wie Scroll-Tiefe, Inaktivität oder sogar Traffic-Quelle. „Zeige das Popup nur Besuchern, die von Facebook kommen“ oder „Zeige es maximal 3x pro Session“ – sowas geht damit ohne Probleme.

Pop-Ups können zudem auch global erstellt werden. Wenn du beispielsweise ein Newsletter-Popup auf deiner gesamten Website einbinden willst, kannst du von diesem Feature profitieren. Zudem ist es möglich, über Bedingungen die Pop-Ups nur im Blog oder auch nur bei bestimmten Kategorien anzeigen zu lassen.

Elementor WooCommerce Builder

Elementor WooCommerce Builder

Ein weiteres Schmackerle ist der WooCommerce Builder. Dieser ist im Prinzip nichts anderes als der WordPress Theme Builder für WooCommerce. Damit kannst du auch deine Produktseiten visuell im Drag-and-Drop Page Builder gestalten. Das ist gerade für e-Commerce Anwender eine große Erleichterung.

Die Pro Version bietet mittlerweile über 20 spezielle WooCommerce-Widgets – von Produktdetailseiten über Produktgalerien bis hin zu Upsell-Bereichen und dem Checkout. Ja, richtig gelesen: Auch den Checkout kannst du visuell anpassen! Früher war die Kassen-Seite von WooCommerce ein heiliger Gral, den man nur per PHP anfassen durfte. Das ist Geschichte.

Mit dem Loop Builder gestaltest du das Design einer einzelnen Produktkarte im Grid komplett frei – und Elementor nutzt dieses Template dann automatisch für alle Produkte. Das spart enorm viel Zeit.

Elementor Landing Page Builder

Landing Page Builder

Dieses Feature richtet sich vor allem an Online Marketeers. Dabei basiert der Landing Page Builder auf dem WordPress Theme Builder. Das bedeutet, du richtest einmal ein Template ein und kannst dieses dann für deine Landing Pages nutzen. Mit dem Landing Page Builder haben die Entwickler die Funktionalität nochmal aufgebohrt. Hierdurch wird der WordPress Page Builder auch für den Online Marketing orientierten Thrive Architect zur Konkurrenz.

Elementor Theme Builder

Der WordPress Theme Builder

Der WordPress Theme Builder ist der Grund, warum ich Elementor verwende. Damit wird es möglich, allgemeine Vorlagen für Blog-Beiträge, Produktseiten und andere Templates für WordPress zu erstellen. Zudem kannst du den Header und Footer ebenfalls im Drag-and-Drop Live Editor visuell gestalten. Durch die sogenannten Conditions – also Bedingungen – legst du fest, wo genau diese Vorlage angezeigt wird.

Mit dem Theme Builder kannst du dir also dein eigenes Theme erstellen. Denn normalerweise kannst du mit einem normalen Page Builder eben nur Seiten, Beiträge und Sektionen erstellen. Mit dem Theme Builder kannst du auch WordPress-spezifische Elemente erstellen: Header, Footer, 404-Seiten, Suchergebnis-Seiten, Archive, Single Posts – alles. Damit bist du nicht mehr auf irgendwelche Headervorlagen begrenzt, sondern kannst dir alles so erstellen wie du möchtest – ohne eine einzige Zeile Code.

Elementor globale Widgets

Globale Elementor Widgets und Komponenten

Mit den globalen Widgets wird es möglich, allgemeine Sektionen bzw. Elemente zu erstellen. Hierbei gestaltest du beispielsweise ein Pop-up, ein Button oder eine ganze Sektion einmalig und kannst diese immer wieder in deine Website einbauen.

Wo findet das Ganze Anwendung? Wenn du z.B. auf mehreren Seiten immer wieder eine Kontaktsektion verwendest, baust du diese einmalig als globales Widget und fügst dieses globale Widget auf all deinen Unterseiten ein. Falls du mal etwas an deinem Kontaktformular ändern möchtest, machst du dies einmalig im globalen Widget und dies wird automatisch über deine gesamte Website geupdated.

Natürlich kannst du das globale Widget auch entkoppeln. Es funktioniert also wie eine Vorlage.

Richtig aufregend wird es mit dem neueren Komponenten-System: Anders als bei den alten globalen Widgets kannst du hier das Design global verknüpft lassen, aber den Inhalt (Text, Bilder) lokal pro Instanz überschreiben. Stell dir vor, du baust eine Produkt-Karte als Komponente, platzierst sie 10-mal auf verschiedenen Seiten – und wenn du das Layout der Karte änderst, aktualisieren sich alle 10 Instanzen. Aber der individuelle Text bleibt bestehen. Für Agenturen, die konsistente Design-Systeme pflegen müssen, ist das Gold wert.

Elementor Display Conditions

Display Conditions

Die Display Conditions sind (mal in deutsch gesprochen) Anzeigebedingungen. Mit diesem coolen Feature kannst du festlegen, wann ein bestimmtes Element (beispielsweise eine Vorlage) angezeigt werden soll. Die Möglichkeiten der Bedingungen sind dabei sehr groß.

Mit diesen Bedingungen kannst du einen transparenten Header auf der Startseite anzeigen und einen normalen Header auf den anderen Unterseiten. Oder du benutzt einen anderen Header auf deinem Blog. Du siehst, dass du hier maximale Flexibilität hast.

Elementor Motion Effects und Animation

Parallax Scrolling und Elementor Animation Effekte

Ein weiteres großes Plus des Page Builders sind die Effekte. Jetzt mögen einige vielleicht sagen: Das ganze Eye-Candy bringt doch nix – schließlich geht es um Informationen. Andererseits brauchen einige Themen bzw. Websites Emotionalität und etwas Scrollytelling. Dann kannst du eine wunderschöne Scrollytelling-Website mit Elementor bauen.

Der Page Builder hört nicht einfach beim Parallax Scrolling auf. Andere Scroll-Effekte (basierend auf CSS-Filtern) sind ebenfalls möglich. Dazu gibt es Mouse-Tracking (Elemente folgen der Mausbewegung) und native Lottie-Integration für leichtgewichtige JSON-Animationen. Und natürlich: Alles ohne eine Zeile Code zu schreiben.

Beachte jedoch, dass diese Scroll- und Animation Effekte auch die Ladezeit deiner Website beeinflussen. Denke also genau darüber nach, ob du solche Effekte wirklich brauchst, um deine Message rüberzubringen. Zu viele Animationen können deine Core Web Vitals (besonders INP und CLS) negativ beeinflussen.

Elementor Responsive Webdesign

Responsive Design

Besonders gefällt mir die Lösung des Responsive Designs. Während das Ganze beim Divi Theme noch sehr hakelig abläuft, ist das hier wesentlich besser gelöst. Du kannst deine Website für verschiedene Gerätegrößen (Desktop, Tablet, Smartphone) optimieren und sogar eigene Breakpoints definieren.

Das neuere Breakpoints Feature erlaubt dir, komplett eigene Bildschirmgrößen anzulegen – zum Beispiel für große Monitore (1920px+) oder spezielle Tablet-Formate. Allerdings solltest du bedenken: Jeder zusätzliche Breakpoint bedeutet mehr Pflegeaufwand. Statt 3 Ansichten musst du dann 4 oder 5 optimieren. Für die meisten Projekte reichen die Standard-Breakpoints völlig aus. Custom Breakpoints sind eher etwas für große Projekte mit speziellen Anforderungen.

Zusätzlich zu den Breakpoints kannst du auch alle Elemente per Maus oder per Werteingabe bearbeiten. So können Spalten kommagenau in der Breite festgelegt werden. Oder Container können mobil in der Reihenfolge geswitcht werden. Wenn du also ein Zickzack-Layout hast, welches dann auf dem Smartphone untereinander angezeigt wird, sind die Bilder natürlich verschoben. Mit einem Klick deaktivierst du dieses Zickzack-Layout für mobile Geräte und erhältst ein einheitliches Layout.

Elementor Multi-Step Formular Builder

Multi-Step Elementor Form Builder

Multi-Step Formulare sind die Königsdisziplin, wenn es um Formulare geht. Normalerweise müsstest du hier ein Premium Formular Plugin nutzen. Mit dem Form Builder hast du diese Funktionalität schon eingebaut. Du brauchst also kein zusätzliches Formular Plugin.

Als ich dieses Feature gesehen habe, musste ich erstmal kurz in meinen Schreibtisch beißen. Hab ich doch früher alles umständlich mit dem Premium Formular Plugin Gravity Forms gebaut. Dabei ist das Erstellen von Multi-Step Formularen mit dem Form Builder viiiiel einfacher als mit anderen Formular Plugins.

Das Pro-Formular-Widget speichert Einsendungen sogar in der WordPress-Datenbank, kann E-Mails versenden und Webhooks zu Zapier oder anderen Diensten schicken. Multi-Step Formulare kannst du wie in diesem Video ganz einfach erstellen.

Elementor dynamische Elemente

Dynamischer Inhalt

Ein großartiges Feature ist der Dynamic Content. Hier kannst du dynamische Variablen aus WordPress in Felder einsetzen. Klingt nerdy? Ja, vielleicht ein bisschen. Trotzdem werden damit auch komplexe Website-Anwendungen möglich.

Sagen wir, du willst eine einzelne Produktseiten-Vorlage gestalten. Dabei ist der Produktname für jedes Produkt anders. Hier müsstest du jetzt für jedes Produkt eine Seite bauen. Mit dynamischem Content baust du eine Vorlage und fügst über den Dynamic Content einfach die Variable [Productname] ein. Damit wird auf jeder einzelnen Produktunterseite der richtige Produktname angezeigt – ohne, dass du das einzeln eingeben musstest.

Du kannst damit Fields von WordPress-Posts, ACF, WooCommerce und anderen Custom-Field-Plugins in Elementor-Elementen ausgeben – z.B. Preis, Lagerstatus, Autor-Bio oder Metafelder. Das ist der Schlüssel für skalierbare Websites mit Custom Post Types und Verzeichnissen.

Elementor ACF Integration

Custom Fields Integration (Advanced Custom Fields)

Das ist ein Feature, das für Theme-Entwickler interessant sein dürfte. Du hast die Möglichkeit, direkt im Editor auf ACF-Felder zuzugreifen. Du musst also dein Theme nicht mehr hardcoden, sondern kannst im visuellen Editor mit dynamischen ACF-Feldern arbeiten.

Unter dem Strich kannst du damit (falls du Entwickler bist) das Theme extrem aufbohren, ohne dafür gleich extreme Templates programmieren zu müssen.

Elementor AI – Künstliche Intelligenz im Page Builder

Der Page Builder hat KI-Funktionen tief in den Editor integriert: Texte generieren, Bilder erstellen, CSS vorschlagen und sogar Layouts planen – alles direkt im Editor. Besonders praktisch ist der AI Site Planner, der dir in 2 Minuten eine komplette Sitemap mit Wireframes generiert.

Ausführlicher Test: Elementor AI im Detail

Elementor Inhaltsverzeichnis Widget

Table Of Contents (Inhaltsverzeichnisse für lange Blogbeiträge)

Dieses (eher kleine) Feature hat mich zum Wechsel gebracht. Falls du es noch nicht gemerkt hast: Diese Website läuft auch mit diesem Page Builder. Mit dem Table of Content Widget integrierst du ein Inhaltsverzeichnis in deine Blogbeiträge.

Das allein wäre jedoch noch nicht der Vorteil. Über den Tab Scrolling Effects erstellst du ein sticky Table of Contents. Also ein Inhaltsverzeichnis, welches mitscrollt und immer anzeigt, wo sich der Leser gerade befindet.

Diese Funktion sucht man vergeblich in einem Inhaltsverzeichnis Plugin.

Elementor Integration anderer Dienste

Integration anderer Dienste

Da der Page Builder sehr weit verbreitet ist und sich auch an Online Marketeers wendet, darf die Integration von Diensten wie MailChimp, ActiveCampaign usw. nicht fehlen. Und hier werden keine Wünsche offen gelassen. Generell gibt es wirklich sehr viele Widgets, die andere Marketing Tools integrieren: AWeber, MailChimp, Drip, ActiveCampaign, ConvertKit, HubSpot, Zapier, GetResponse, MailerLite und viele mehr.

Doch damit noch nicht genug. Das Plugin arbeitet auch mit anderen Plugins und Diensten sehr gut zusammen. Eine komplette Übersicht aller Dienste findest du hier.

Elementor Navigator

Der Navigator

Bei besonders großen oder komplexen Unterseiten kannst du schnell die Übersicht verlieren. Dafür ist der Navigator gedacht. Er zeigt dir alle Elemente in einer übersichtlichen Baumstruktur an. Somit kannst du nicht nur alle Elemente im Live-Editor auswählen, sondern auch im Navigator.

So sparst du dir auch das Hoch- und Runterscrollen im Live-Editor. Du kannst Elemente direkt im Navigator verschieben, umbenennen und gruppieren. Das ist essenziell geworden, um in komplexen Container-Layouts den Überblick zu behalten.

Elementor Tutorial (Installation + Einrichtung)

Plugin installieren

Da es sich um ein Plugin handelt, brauchst du natürlich vorher ein Theme für WordPress. Ich empfehle dir dabei ein möglichst kleines Theme zu verwenden – je weniger Funktionen das Theme hat, desto besser. Da alle Funktionen aus dem Page Builder kommen, braucht das Theme nicht viel zu können.

Nachdem du nun ein möglichst kleines Theme verwendest, kannst du im WordPress Backend unter Plugins nach dem Plugin suchen. Solltest du die Pro Version verwenden wollen, musst du diese auf elementor.com kaufen und die Zip-Datei aus deinem Account herunterladen.

Elementor Plugin installieren WordPress

Diese Zip-Datei kannst du nun im WordPress Backend unter Plugins > Plugin installieren > Plugin hochladen auf deine WordPress Installation hochladen. Danach einfach nur noch das Plugin aktivieren und fertig.

Plugin einrichten

Nachdem du das Plugin installiert hast, kannst du damit beginnen, alles einzurichten bzw. deine WordPress Website zu erstellen mit dem Page Builder. Dabei gibt es mehrere Herangehensweisen:

  • Benutze ein Template: Mit einem Template installierst du dir eine gesamte Beispiel-Website. Diese beinhaltet alles. Du startest also direkt mit einer fertigen Website und passt nur noch die Inhalte an. Dies ist wohl der schnellste und einfachste Weg eine WordPress Website zu erstellen.
  • Nutze den AI Site Planner: Neu und richtig praktisch. Du gibst deine Branche und Zielgruppe ein und die KI erstellt dir eine Sitemap inklusive Wireframes. Dann verfeinerst du das Ganze im Editor. Perfekt gegen das „Leere-Blatt-Syndrom“.
  • Benutze Blöcke: Du hast keine Lust auf die Templates? Dann kannst du mit Blöcken arbeiten und deine Website zusammenpuzzeln. Blöcke sind dabei einzelne Abschnitte einer Website. Damit wird deine Website individueller und du kommst trotzdem noch schnell ans Ziel.
  • Starte bei Null: Wenn du deine Website von Grund auf selbst erstellen möchtest, kannst du direkt damit beginnen, eine neue Seite in WordPress zu erstellen und auf „Mit Elementor bearbeiten“ klicken. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Das bedeutet natürlich auch viel Arbeit und dauert etwas länger. Auf diese Weise lernst du den Page Builder von Grund auf.

Performance

Die große Frage: Kann man mit diesem Page Builder schnelle Seiten bauen? Ja, definitiv. Der Editor V4 bringt CSS-First-Architektur, weniger DOM-Knoten und Conditional Asset Loading – Skripte werden nur dort geladen, wo sie gebraucht werden.

Realistische Benchmarks (mobil): Mit dem Editor V4 und dem Hello Theme landest du bei ca. 88-92 Pagespeed Score. Mit einem Caching-Plugin wie WP-Rocket erreichst du easy Werte im oberen 90er Bereich.

Ausführlicher Performance-Guide: Elementor richtig schnell machen

Sicherheit und Updates

Kurz zum Thema Sicherheit, weil das immer wieder gefragt wird: Der Page Builder selbst ist grundsätzlich sicher und erhält regelmäßige Updates mit Bugfixes und Security-Patches. Die aktuelle Version (3.35.x) wird laut WordPress.org auch regelmäßig aktualisiert.

Das eigentliche Sicherheitsrisiko sitzt meistens nicht im Core, sondern in den Drittanbieter-Addons. Es gab in der Vergangenheit kritische Sicherheitslücken in populären Addons, bei denen Angreifer Admin-Rechte erlangen konnten. Ein aktuelles Beispiel: Eine Backdoor-Schwachstelle in einem Addon mit über 20.000 aktiven Installationen, die Anfang 2026 entdeckt wurde.

Für deutsche Nutzer noch ein wichtiger Hinweis: Aktiviere in den Einstellungen unbedingt „Google Fonts lokal laden“ – das ist nicht nur performanter, sondern auch DSGVO-konform. Und für YouTube-Embeds und Google Maps brauchst du zwingend ein Consent-Management-Tool wie Borlabs Cookie oder Real Cookie Banner.

Elementor Online Marketing

Online Marketing mit Elementor

Auch für Online Marketing Agenturen bzw. Abteilungen kann der Page Builder sehr interessant sein. Mit dem Landing Page Builder können ganz einfach per Klick neue Landing Pages erstellt werden. Dann nur noch die Texte ändern und fertig ist die neue Landing Page. Das spart den Programmierer.

CRM-Systeme wie HubSpot sind ebenfalls bereits nativ integriert. Du siehst – die Entwickler denken mit und betrachten das Plugin auch immer holistisch – SEO, Marketing, Performance und Design gehen bei Elementor Hand in Hand.

Zudem sind viele Newsletter-Dienste und andere Online Marketing Dienste bereits integriert. Auch das spart den Schritt zum Programmierer. So können auch technisch nicht versierte Online Marketeers Änderungen und neue Marketing-Kampagnen eigenständig aufsetzen.

Elementor Alternativen

Der Page Builder ist der Platzhirsch unter den Page Builders. Aber je nach Projekt kann eine Alternative besser passen:

  • Bricks Builder: Sauberer Code, bessere Performance – aber kleineres Ökosystem und steilere Lernkurve
  • Gutenberg: Für Blogs und textlastige Seiten oft ausreichend – kein Vendor Lock-in
  • Divi: Lifetime-Lizenz verfügbar, aber schwammigerer Editor
  • Beaver Builder: Extrem stabil, wenig Bloat – dafür weniger Wow-Effekte

Ausführlicher Vergleich: Divi vs Elementor – Der große Vergleich

Elementor Addons

Mit Addons erweiterst du den Page Builder um zusätzliche Widgets und Funktionen. Die beliebtesten sind Essential Addons (über 2 Mio. Installationen) und ElementsKit (über 1 Mio. Installationen) – beide gibt es auch kostenlos.

Ausführlicher Vergleich: Die besten Elementor Addons im Test

Für wen eignet sich Elementor?

Nach all diesen Infos fragst du dich vielleicht: Ist Elementor das Richtige für mich? Hier meine ehrliche Einschätzung:

Elementor ist perfekt für dich, wenn du:

  • Freelancer oder Agentur bist und viele Websites zu erstellen hast
  • Online-Shops mit dem WooCommerce Builder betreibst und volle Design-Kontrolle brauchst
  • Marketing-Team bist, das Landing Pages schnell erstellen und testen muss
  • Einsteiger bist und ohne Code eine professionelle WordPress Website bauen willst

Elementor Fazit

Elementor ist ein WordPress Page Builder, der seinesgleichen sucht. Mich hat das Plugin absolut überzeugt. Nun läuft auch diese Website damit und ich denke, dass der Page Builder auch für Programmierer interessant ist. Vieles ist bereits integriert, sodass du auch auf viele zusätzliche Plugins verzichten kannst (Newsletter, Formular Plugin, Popup-Tool, etc.).

Ist es perfekt? Nein. Der Support ist oft frustrierend, die Abhängigkeit (Lock-in) ist real, und das ständige Drängen in Richtung „Elementor One“ nervt manchmal. Aber: Es gibt kein anderes Tool auf dem Markt, das diese Balance aus Designfreiheit, Entwicklungsgeschwindigkeit und Ökosystem-Sicherheit bietet.

Elementor ist erwachsen geworden. Die wilden Jahre des unkontrollierten Feature-Wachstums scheinen vorbei. Mit dem Editor V4, den KI-Features und dem Fokus auf Performance wurde bewiesen, dass die Kritik der Profis ernst genommen wird.

Meine Empfehlung:

Starte mit dem Expert Plan (25 Lizenzen), nutze das Hello Theme, lerne die Flexbox Container – und ignoriere die Upgrade-Banner für „Elementor One“, solange du mit deinem eigenen Hosting und Stack zufrieden bist.

Für die überwiegende Mehrheit aller Web-Projekte ist Elementor die pragmatischste und wirtschaftlichste Wahl. Es ist das Arbeitspferd des modernen Webs – nicht immer elegant, aber verdammt effektiv.

Jetzt Elementor Pro testen

Häufig gestellte Fragen zu Elementor

Ist Elementor kostenlos?

Ja, die Core-Version mit über 40 Widgets ist komplett kostenlos. Die Pro Version gibt es ab ca. 59 $/Jahr.

Was kostet Elementor Pro?

Je nach Plan zwischen 59 und 399 Dollar pro Jahr. Für die meisten Freelancer ist der Expert-Plan (199 $/Jahr, 25 Websites) der beste Deal.

Kann ich Elementor ohne Coding nutzen?

Ja, zu 100%. Das ist das Kernversprechen. Mit den KI-Funktionen kannst du dir sogar Custom CSS generieren lassen, ohne es selbst schreiben zu müssen.

Welches Theme brauche ich für Elementor?

Das Hello Elementor Theme – kostenlos, ultraleicht und speziell für diesen Page Builder entwickelt. Alternativen wie Astra oder GeneratePress funktionieren auch, laden aber oft Code, den du nicht brauchst.

Was passiert bei Deaktivierung von Elementor?

Deine Seite wird nicht gelöscht, aber das Design verschwindet. Texte und Bilder bleiben erhalten, werden aber in der Standard-Formatierung des Themes angezeigt. Komplexe Layouts gehen verloren. Das ist der Vendor Lock-in, den man bei jedem Page Builder in Kauf nehmen muss.

Ist Elementor gut für SEO?

Ja, grundsätzlich schon. Der Page Builder arbeitet gut mit SEO-Plugins wie Yoast und Rank Math zusammen. Achte aber auf die Performance deiner Seite – denn Ladezeit ist ein wichtiger Ranking-Faktor. Für Schema Markup brauchst du ein zusätzliches Plugin.

Wie schnell ist Elementor?

Mit dem Hello Theme, aktiviertem Caching und gutem Hosting sind Google PageSpeed Scores von 90+ absolut realistisch. Die „Langsamkeit“ ist meist ein Ergebnis von zu großen Bildern oder zu vielen Animationen – nicht des Page Builders selbst.

Gibt es eine Elementor Lifetime Lizenz?

Nein, leider nicht mehr. Elementor hat die Lifetime-Lizenzen vor einigen Jahren abgeschafft. Alle Pläne sind jetzt Jahresabonnements. Wer eine Lifetime-Alternative sucht, sollte sich Divi anschauen – dort gibt es nach wie vor eine einmalige Zahlung für unbegrenzte Nutzung.

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Rafael Luge
Hey, ich bin Rafael – Intermedialer Designer (M.A.) und seit 2014 selbstständig mit meiner Agentur Kopf & Stift. Was als Webdesign-Bude startete, ist mittlerweile zu einer echten Leidenschaft für alles rund um WordPress, SEO und künstliche Intelligenz geworden. Über 250 Webprojekte später weiß ich: Die besten Learnings kommen aus der Praxis. Genau die teile ich hier im Blog – von WordPress-Tutorials über KI-Tools bis hin zu SEO-Tipps. Kein Marketing-Blabla, sondern Sachen, die ich selbst täglich nutze. Auf meinem YouTube-Kanal gibt's das Ganze auch als Video-Tutorials. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne!

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7 Responses
  1. Danke Rafael, ich habe hier auch eine Seite aufgebaut mit Elementor für unseren Kunstverein und überlege zu wechseln.
    Wie wirst du da vorgehen? Gibt es eine Möglichkeit, dies nicht händisch machen zu müssen?
    Schönen Gruß Susanne

    1. Hey Susanne,

      freut mich, dass du auch Elementor für deinen Kunstverein nutzt! Deine Frage ist sehr relevant, gerade wenn man bedenkt, wie zeitintensiv die Verwaltung einer Website sein kann. 😊

      Migrationsmöglichkeiten gibt es natürlich mehrere, allerdings kommt es auf die Komplexität deiner Seite an. Wenn wir von einer kleinen bis mittelgroßen Website sprechen, rate ich dir, das Ganze händisch zu machen. Das hat den Vorteil, dass du die Kontrolle über jeden Schritt behältst und gezielt Änderungen vornehmen kannst.

      Warum nicht automatisieren?

      Automatisierte Lösungen wie der Export von Datenbank-Tabellen in Bulk und deren Re-Import klingen zwar praktisch, können aber kompliziert und fehleranfällig sein. Da spreche ich aus Erfahrung. 😅 Daher wäre das bei kleineren Projekten oft Overkill und könnte zu mehr Arbeit führen, als dass es hilft.
      Was also tun?

      Ich würde dir also raten, die Inhalte und Einstellungen deiner Seite Schritt für Schritt manuell zu übertragen. Dadurch behältst du den Überblick und kannst sicher sein, dass alles so funktioniert, wie du es dir vorstellst.

      Bei größeren Seiten mit vielen Unterseiten, Plugins und komplexen Funktionen macht ein automatisierter Ansatz durchaus Sinn. Aber für kleinere Seiten, wie es bei deinem Kunstverein vermutlich der Fall ist, ist die manuelle Migration oft der unkompliziertere und sicherere Weg.
      Ich hoffe, das hilft dir weiter! Falls du noch weitere Fragen hast, lass es mich wissen. 🤓

      Schöne Grüße,
      Rafael

  2. Hallo Rafael,

    ich bin über deinen Beitrag doch sehr verwundert und kann nichts davon nachvollziehen. Ich arbeite seit über 4 Jahren mit Elementor und habe damit bereits über 100 Websites für meine Kunden erstellt. Alle mit vollster Zufriedenheit und ohne Probleme.

    Ich habe selbst eine Lifetime-Lizenz von Divi und bin von diesem PageBuilder SEHR schnell wieder abgekommen. Unschöne Shortcodes wenn man den Builder deaktiviert und unübersichtliche Oberfläche.

    Darüber hinaus hat Elementor einen PopUp-Builder und seit einiger Zeit (noch in der Beta-Version) einen Mega-Menü-Builder. Bei Divi müssen diese Funktionen alle zusätzlich über das Marketplace erworben werden. Da gibts keine Lifetime-Deal. Vieles erledige ich über ElementsKit und bisher hatte ich auch damit noch nie Probleme. Klar versuche ich alles mit was geht mit „Elementor Pro Boardmitteln“ zu erledigen.

    Außerdem ist Divi deutlich unübersichtlicher vom Handling als Elementor. Das musste ich bei zwei Kundenprojekten erfahren, die bereits eine Website in Divi hatten. Konnte zum Glück beide Kunden überzeugen, zu Elementor zu wechseln. Das war der einzig wahre Schritt und die Kunden sind damit sehr zufrieden.

    Tut mir Leid, aber deinem Blogartikel kann ich wirklich nicht zustimmen. Ich habe mit Elementor bisher die besten Erfahrungen gemacht. Auch was den Support betrifft.

  3. Erst einmal vielen Dank für den Artikel.

    In vielen Bereichen stimme ich zu. Der Support ist wirklich eine Katastrophe. Und wer viel mit Elementor arbeitet, kann ein laaaaanges Lied von Bugs singen. Jeder der professionell mit Elementor zu tun hat, wird Ihnen ebenfalls zustimmen, dass neue Features vor bug fixes kommen. Ergänzend wäre noch zu erwähnen, dass Sicherheitslücken nur sehr langsam (teilweise extrem langsam) gestopft werden.

    All das vorausgeschickt, muss ich in einigen Bereichen widersprechen.
    1. Elementor (also nicht pro) hat natürlich in WordPress ein Support Forum. Da kann man durchaus auch mal Lösungen finden, wenn man Glück hat. Darüber hinaus gibt es eine offizielle Elementor Facebook Gruppe mit über 140.000 Mitgliedern und zahlreiche weitere Elementor Facebook Gruppen, die schnell und einfach Hilfe leisten. Auch auf Reddit oder Github kann man relativ einfach Hilfe finden.

    2. So bequem es ist, überall custom CSS hinzuzufügen, es kann schon schnell unübersichtlich werden. Aber im Navigator sieht man einen (zugegebenernaßen kleinen) Hinweis auf custom CSS und außerdem kann man einfach eine Übersichtsdatei anlegen (notfalls eine excel Datei), wo alle Orte und codes aufgeführt sind. Darüber hinaus kann man mit Plugins wie Code Snippets zusaätzlich Übersicht schaffen und auch größere Anpassungen ohne Child Theme durchführen.

    3. Das erwähnte MegaMenü ist mittlerweile Teil von Elementor Pro, ebenso wie übrigens Nested Tabs. Eine integrierte AI die mit content und coding Funktion hilft ist so lala. Aber es gibt ja immer noch Chat GPT oder Bing Chat. ;-)

    4. Einschränkungen beim Blog Layout kann ich überhaupt nicht bestätigen. Spätestens seit dem Loop Builder ist das kein Thema mehr.

    Insgesamt stimmt es, dass Elementor ein mixed bag ist. Und wer sich auf den Support verlässt, ist leider verlassen. Divi ist sicherlich eine gute Alternative, kommt aber einfach nicht an Elementor heran. Noch nicht oder vielleicht auch nie.

    Würde ich Elementor für jeden uneingeschränkt empfehlen? Auf keinen Fall.
    Würde ich jemandem von Elementor abraten? Eigentlich auch nicht.
    Man sollte nur wissen, dass man mit einem komplexen Plugin arbeitet. Und dieses Plugin (na ja, genaugenommen sind es ja zwei, wenn man Elementor Pro verwendet) erleichtert einem das Webdesign und die folgende Webseitenarbeit immens.
    Für den Laien ist Elementor jedoch keinesfalls.

    In den vergangenen Monaten spürt man deutlich, dass Elementor an sich arbeitet und ich traue dem Team zu, noch die Kurve zu kriegen. Ich hoffe darauf. Sonst bleiben vielleicht auch für mich irgendwann nur Divi oder Bricks.

  4. Hallo Rafael,
    ich bin gerade mit Verwunderung über deinen Beitrag gestolpert. Ich habe mittlerweile über 170 Kunden-Webseiten mit Elementor laufen und kann kaum einen deiner Punkte nachvollziehen.
    Seit ca. 4 Jahren arbeite ich nur mit Elementor und habe schon auf etlichen Seiten Divi abglöst. Meine Partneragenturen, welche vorher viel mit Divi gearbeitet haben, sind auch voll überzeugt und fluchen jedes Mal, wenn sie an Divi was ändern müssen.
    Ich habe die große (alte) Elementor-Agentur-Lizenz und betreibe damit sehr kostengünstig die Seiten. Gut, nach der Preisanhebung braucht es schon ein paar Webseiten, dass sich die Agenturlizenz lohnt. Aber bei meiner Größenordnung fällt das nicht mehr ins Gewicht. Die Entwicklung neuer Features ist schnell und sehr stabil. Nach updates gibt es so gut wie keine Probleme. Eine Megamenü Funktion gibt es mittlerweile auch, sowie viele andere Sachen, womit immer mehr Zusatzplugins hinfällig werden. Auch über den Support kann ich mich überhaupt nicht beklagen. Diese haben mir schon oft weitergeholfen.
    Mir graust es eher davor, wenn ich eine Divi-Bestandsseite ändern muss; gut, das liegt sicher auch daran, dass ich damit nicht viel mache.
    Solche Tools sind natürlich immer Geschmackssache, aber aus meiner Sicht würde ich aktuell über keinen Wechsel nachdenken. Und wenn ich mir die Bedienung vom Gutenberg Editor anschaue, graust es mir. Selten ein so nicht intuitives Bedienkonzept gesehen. Schade eigentlich.

    Alex

  5. Es gibt super Support bei Facebook. Selbsthilfe sicherlich und dennoch absolut hilfreich und schnell.
    Elementor deutschsprachige User-Group

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